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T-Bone-Steak vom Reh

Vor Kurzem bin ich mit Stefan Waldbauer von wildschmankerl.de in Kontakt gekommen. – Ihm war aufgefallen, dass es auf unserem Grillblog sehr wenig (= bisher mehr oder weniger gar nichts) über Wild zu lesen gibt und das wollte er gern ändern. Gesagt, getan: Wenige Tage später stand ein UPS-Bote mit einem Probierpaket voll von ausgewählten wildschmankerl.de-Produkten vor der Tür.

T-Bone-Steak vom Rehrücken

rehsteak t-bone grillblog…ist das erste Produkt, das ich euch aus dem Probierpaket vorstellen möchte. Die Rehsteaks kommen dezent mariniert mit einer Kombination aus Bayernwaldhonig, bayerischem Senf und ausgewählten Gewürzen daher. Dezent, weil die Marinade erfreulicherweise so sparsam verwendet wurde, dass auf dem Grill nichts verbrennt. Der würzige Geruch der Steaks hat mir nach dem Öffnen der Verpackung übrigens schon richtig das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Die Vorfreude auf das erste Grillen mit Wild seit Langem war also hoch.

wildfleisch kerntemperatur branding rehNachdem sich die schönen Steaks auf Zimmertemperatur akklimatisiert hatten, durften sie auf das ordentlich vorgeheizte Gussrost meines O-Grill 3000. Ganz ehrlich gesagt habe ich mich dieses mal gar nicht so sehr um die korrekte Kerntemperatur für Reh gekümmert, sondern die T-Bone-Steaks einfach nach Gefühl gegrillt. – Ich denke es waren ca. zwei mal 45 bis 60 Sekunden pro Seite. Der Grill hat jedenfalls ein sehr schönes Branding auf das Reh gezaubert… sehr schön: Das Auge isst ja mit.

Auch beim Anschnitt der Steaks präsentierte sich der Gargrad genau so wie ich es mir gewünscht habe: Ein sehr schönes Medium.  Und wie schmeckts?

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Die T-Bone-Steaks aus dem Rehrücken waren wirklich äußerst zart und hatten eine schöne Textur. – Da passte anscheinend wirklich alles, vom Tier über das Abhängen bis zur Lagerung und dem Marinieren. Die auch geschmacklich sehr dezente Marinade ließ den schönen Wildgeschmack erhalten, unterstrich aber den Grill-Charakter des Gerichts, der sich deutlich von der „üblichen“ Wildküche absetzt.

Mein Fazit: Über jeden Zweifel erhaben! Diese Verkostung war mir vom Auspacken über das Grillen bis zum Probieren ein Vergnügen. Mein Kompliment an Herrn Waldbauer! Da weise ich gern noch einmal etwas deutlicher auf seinen Onlineshop hin…

Warum eigentlich so wenig Wild?

Tja, ganz einfach: Wir legen Wert auf gute Qualität aus einer vertrauenswürdigen Quelle. Und solche Quellen aufzutun ist in Sachen Wild gar nicht so einfach. Ich kenne zwar privat einen Jäger, aber der lebt leider 150 km entfernt, diese Quelle scheidet für regelmäßige Versorgung also schon einmal aus. TK-Wild aus dem Supermarkt finde ich gruselig: Zum einen ist es meistens schrecklich gewürzt/mariniert und/oder man hat keine Ahnung wo es her kommt.

wildfleisch online shop grillen outdoor camping blogSchön, dass Stefan Waldbauer mit wildschmankerl.de nun einen Online-Shop für hochwertige Wildprodukte eröffnet hat. Wildschmankerl geht aus einem traditionsreichen, familiengeführten Gasthof in Niederbayern hervor. Herr Waldbauer ist von Beruf Küchenmeister und nebenbei passionierter Jäger. – Für einen Ansprechpartner in Sachen Wildfleisch mit Sicherheit eine gute Kombination.

Braufactum Marzus

Dies ist der erste Beitrag einer neuen Artikelreihe, ja sogar einer ganz neuen und sehr interessanten Kategorie auf dem Outdoor-Cooking-Blog: Der Kategorie Lebensmittel. – In diesem Bereich werden wir euch in Zukunft Lebensmittel-Tests und -Verkostungen präsentieren können.

Die Kategorie Lebensmittel

Qualität, Nachhaltigkeit, Regionalität und natürlich Genuss werden im Vordergrund stehen. – Fast schon ein bisschen wie Slow Food. Wir sind immer auf der Suche nach guten Lebensmitteln und werden hier unsere Erfahrungen mit euch teilen. Aber machen wir den Anfang…

Verkostung: Braufactum Marzus

Fast jedes Essen kann man durch einen guten Wein oder ein leckeres Bier abrunden. – Daher konnte ich auch nicht widerstehen ein Probierpaket von Braufactum mitzunehmen, als ich diesem letzte Woche bei einem Fleischeinkauf bei Edeka Zurheide in Düsseldorf entdeckt habe.

märzen braufactum craft beer bier blog

Das Marzus von Braufactum ist ein Märzenbier. Die Geschichte dieser Biersorte reicht zurück bis in die Zeit in der es noch keine Eiskeller zur Lagerung des Biers über den Sommer gab. Das Märzen war in dieser Zeit das letzte (im März) gebraute Bier, das bis zur nächsten Saison, die im Oktober begann halten sollte. Dies wurde durch ein stärkeres Einbrauen erreicht. Beim Märzenbier erwartet man bei der Verkostung also stark ausgeprägte Malzaromen.

Braufactum empfiehlt das Marzus zu deftigen, traditionellen Gerichten wie Grünkohl mit Pinkel oder Kasseler, Geschmorter Ente oder Braten mit dunkler Soße. Ich habe das Marzus zu einem gut abgehangenen Steak mit Ofenkartoffeln verkostet und finde, dass das Marzus auch zu rotem Fleisch sehr gut harmoniert.

Vordergründig schmecke ich Malz und Schwarzbrotaromen. Eine Bitternote ist präsent, hält sich aber zurück, was dem Marzus ein sehr ausgewogenes Gesamtbild verleiht.

Bezugsquelle:

Die Biere von Braufactum gibt es in „besseren“ Supermärkten in einem speziellen Braufactum Kühlregal, man kann aber auch direkt beim Brauer als auch bei Feinkostversendern wie zum Beispiel www.gourmondo.de bestellen.