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Familiencatering für Improvisierfreudige

baumarkt grill low slow churrasco otto gourmet grillblogAm letzten Samstag war ich familienintern als Grillmeister „gebucht“. – 12 Personen waren zu verköstigen. An sich kein Problem, die Schwierigkeit war aber: Wir wollten mit dem Jeep fahren und konnten daher keinen Grill mitnehmen. Ein Dutch Oven wäre zwar einfach gewesen, aber auch irgendwie langweilig und kein Grillen. Also musste ich mir mit den vor Ort vorhandenen Grills aushelfen: Unserem alten Campingaz Eldorado, den wir Schwägerin und Schwiegereltern vermacht haben, Bastians altem 45cm-Kugelgrill (Böse Zungen behaupten er hätte auf unserer Baustelle sein Weber-Logo verloren) und einem Turbo-Kamin-Säulen-Edelstahl-Baumarktgrill.

Klingt abenteuerlich, aber damit kann man arbeiten. – Lediglich die Menu-Auswahl musste ein bisschen daran angepasst werden:

  • Zwischen Erlenholz geräucherte Forelle (vom Campingaz Eldorado Gasgrill)
  • Argentinisches Rib Eye Steak (vom Kugelgrill mit Holzfeuer und Griddleplate)
  • Wagyu Burger (vom Kugelgrill mit Holzfeuer und Griddleplate)
  • BBQ-Churrasco-Spieße (vom Säulengrill)
  • Garnelen-Spieße, Grillkäse, Pfirsiche im Speckmantel und einiges mehr wurden ebenfalls noch beigesteuert und da gegrillt, wo gerade Platz war.

Bevor es mit dem Grillen los ging schlugen wir aber erstmal unser Nachtlager in der nähe von Schwiegereltern’s Haus auf… traumhaft in Feldern nahe eines Naturschutzgebiets gelegen.

jeep dachzelt camping grillen

Die Forellen wurden ganz einfach zubereitet… Salzen, Pfeffern, Zitrone in die Bauchhöhle und dann den Fisch zusammen mit den Erlenholz-Papers in einen Fischbräter. Das ganze wanderte dann bei minimaler direkter Hitze auf den Campingaz-Grill und durfte dort vor sich hin räuchern und garen, bis man die Rückenflosse ohne großen Widerstand herausziehen konnte.

Axtschlag wood paper erle forelle grillen campingaz

Die Rib Eye Steaks gingen schön dick geschnitten und mal wieder ganz klassisch über die gusseiserne Griddle Plate: 2x 90 Sekunden pro Seite, dann fünf Minuten Ruhezeit in Alufolie. – Fertig. 54°C Kerntemperatur und ein perfektes Medium Rare.

steak medium rare grillen anleitung kerntemperatur

Die Wagyu Burger von Otto Gourmet waren wie immer ein Selbstläufer… da kann man außer „totgrillen“ nicht viel falsch machen. Die Buns wurden angeröstet, die Patties auf der Griddle Plate gegrillt. So lange bis sie noch schön saftig waren aber schon als „durch“ zu bezeichnen. Komplettiert mit leckerem griechischen Ketchup von Jordan Olivenöl, etwas Mayo, Rucola, Salz und Pfeffer… Lecker!

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Die Churrasco-Spieße waren etwas, dass ich in exakt dieser Form neu ausprobiert habe. – Speziell mit der BBQ-lastigen Marinade. – Dazu gibt es auch ein neues Rezept im Archiv. Die Spieße wurden auf jeden Fall sehr schön langsam über einer Holzkohleglut mehr geröstet als gegrillt und haben viele der Gäste begeistert.

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Die weiteren Leckereien will ich jetzt gar nicht weiter ausbreiten. – Das eine oder andere Rezept wird in nächster Zeit noch folgen. Der Abend ging in eine warme aber sehr, sehr stürmische Sommernacht über, die wir in unserem Dachzelt verbrachten während sich der Rest der Familie und Freunde in ihre gemauerten Domizile zurückzog. Vielleicht sollten sie sich auch mal ein wenig Outdoor ausrüstung bequem online bestellen. – Im Freien und unter dem Sternenhimmel macht der Sommer nämlich viel mehr Freude.

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Grillblog Christian

After-Work-Grilling deluxe: Côte de Boeuf

cote de boeuf grillen hochrippe rib of beef grillblog steakVon Dienstag auf Mittwoch war ich beruflich in Frankreich unterwegs und habe wie üblich auch dem örtlichen Supermarkt einen kurzen Besuch abgestattet: Wurst und Schinken muss immer mit, genau so wie ein paar Guinness-Dosen mit Floating Widget (die gibt es in Deutschland ja eher selten).

Dieses mal konnte ich allerdings nicht an der Fleischtheke vorbei gehen… es befand sich nämlich so Einiges an wirklich ansprechendem Rindfleisch in der Auslage. Rib Eye, Strip Loin, Flank Steaks und nicht zuletzt Hochrippe am Stück. – Letzeres wanderte dann in Form eines sehr schönen Côte de Boeuf ca. 700g schwer in meinen Einkaufswagen und durfte mit nach Hause.

Gegrillt habe ich das Côte de Boeuf nach der klassichen 90-90-90-90-300-Methode… sprich 2x 90 Sekunden pro Seite und 5 Minuten in Alufolie ruhen lassen. Die Sizzle Zone des Napoleon LE3 hat dabei eine echt tolle Kruste bzw. Branding hinterlassen, das Fleisch in der Mitte war schön saftig und rosa. Ach ja: Eine Anleitung zum Grillen von Côte de Boeuf findet ihr neben diversen anderen Steaks natürlich in unserer Rezept-Datenbank.

Code Greengras Ingo Holland gewürze cote de boeuf grillen steak grillblogIn einem Punkt bin ich dieses mal aber von meiner üblichen Methode Steaks zuzubereiten ganz klar abgewichen: Bei den Gewürzen! Üblicherweise verwende ich ja nur Salzflocken ca. 30 Minuten vor dem Grillen und dann noch einmal auf dem Teller.

Dieses Mal kam hingegen neben Salz und etwas Zucker (ja… Zucker!) auch die aromatische Gewürzmischung „Code Greengras“ von Ingo Holland zum Einsatz. Auf dem Teller kam dann nochmal etwas Salz und Jordan Olivenöl über das Fleisch. – Ich muss sagen: Das Experiment hat sich gelohnt. Ich würde zwar nicht zwingend bzw. bestimmt nicht jedes Steak so behandeln, da der Geschmack von den Gewürzen schon recht deutlich war, aber als Abwechslung war die Mischung auf jeden Fall sehr gut.

Die Qualität des französischen Rindfleischs konnte mich übrigens echt überzeugen: So gutes Fleisch bekommt man hier bei uns in Deutschland nicht im Supermarkt. Das Fleisch war schön dunkelrot, gut abgehangen und schon im ungegrillten Zustand richtig schön „mürbe“… ganz ohne strengen Fleischgeruch. Ich glaube der Trend geht aktuell zum dritten Kühl- bzw. Gefrierschrank. – Vielleicht am besten zu einem schönen Liebherr Gefrierschrank? In 188 Litern ließe sich schon einiges an Rind unterbringen. Denke da muss ich wohl bald mal bei Euronics durch die Abteilung Haushaltsgeräte shoppen, damit ich dann in Zukunft doch noch etwas mehr Fleisch von unseren europäischen Nachbarn mitbringen kann.

Grillblog Christian

Côte de Boeuf grillen

Das Côte de Boeuf bzw. Rib of Beef ist ein Schnitt aus der Hochrippe des Rinds. Das Côte de Boeuf wird am Knochen serviert, wobei der ein Teil des Wirbelsäulenknochens bis zum Ansatz der Rippe entfernt wurde.

Das Côte de Boeuf ist, neben dem sehr bekannten T-Bone-Steak, dem Porterhouse-Steak und dem in Deutschland eher wenig bekannten Tomahawk eines der „großen Steaks“ am Knochen.

Ausrüstung

  • Grill oder Pfanne

Zutaten

  • 1 Stück Côte de Boeuf (ca. 650 bis 1000g)
  • Gutes Salz, am besten Murray River Salt Flakes
  • etwas Zucker
  • evtl. etwas Pfeffer und Olivenöl

Zubereitung

Das Côte de Boeuf wird ca. 1 bis 1,5 Stunden vor dem Grillen bzw. Braten aus dem Kühlschrank genommen um sich auf Zimmertemperatur zu akklimatisieren. – So wird der Gargrad im Fleisch gleichmäßiger.

Ca. eine halbe Stunde vor dem Grillen wird das Steak leicht gesalzen und gezuckert.

Der Grill oder die Pfanne wird auf extreme Hitze gebracht. – Beim Grill kann gern die Sizzle  Zone oder Sear Station zum Einsatz kommen. Das Côte de Boeuf wird nach der „klassischen Methode“ gegart:

  • 90 Sekunden grillen, wenden…
  • 90 Sekunden grillen, wenden…
  • 90 Sekunden grillen, wenden…
  • 90 Sekunden grillen und vom Grill nehmen…
  • Das Côte de Boeuf in Alufolie einschlagen und 5 Minuten ruhen lassen.

Der Gargrad sollte jetzt Medium Rare sein. Das Steak leicht nachsalzen, evtl. mit Pfeffer und Olivenöl servieren.

Guten Appetit!

Zeitbedarf

Reine Zubereitung 11 Minuten, Akklimatisieren ca. 1 bis 1,5 Stunden