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SteakChamp Gewürzmischungen

Als wir neulich Besuch zum Steak-Grillen hatten, haben wir die Gelegenheit genutzt um eine Querverkostung der neuen Gewürzmischungen von SteakChamp zu machen. SteakChamp hat die drei erhältlichen Mischungen nach Städten in den USA benannt, die jeweils als Symbol für typische regionale Geschmacksrichtungen dienen.

Querverkostung von Steak-GewürzenAls Test-Fleisch bei unserer Querverkostung der Steakgewürze diente – aktuell sehr passend zur Fußball-WM – Brasilianisches Rib Eye. Das Fleisch wurde ungewürzt auf unserem O-Grill 3000 scharf angegrillt und indirekt fertig gegart. Bei genau 54°C Kerntemperatur, also medium rare, wurde das Steak in dünne Streifen geschnitten für die Gewürz-Kostprobe serviert.

Aber nun zur Verkostung…

No.1: New York

gewurzmischung steakchamp new york steakDie SteakChamp Gewürzmischung „New York“ ist eine klassische Steakmischung aus Meersalz und verschiedenen Pfeffersorten. Hier haben wir keine Überraschungen erwartet und können eigentlich nur sagen: Gute Gewürzmischung für Steaks. Das verwendete Salz kann Murray River Solesalz (unserem Favoriten) leider nicht das Wasser reichen. Die Zusammensetzung ist aber insgesamt harmonisch, die verwendeten Gewürze schmecken frisch und intensiv. – Passt also!

No.2: Kansas City

steakchamp gewürze kansas grillblog testBei dem Namen „Kansas City“ denkt man ja direkt an BBQ und „rote Gewürzmischungen“ mit Paprika und Chili. – SteakChamp hat sich hier inspirieren lassen und so ist die Mischung Kansas City zwar primär eine Pfeffer-Mischung, setzt sich aber insgesamt aus Pfeffer schwarz und weiß, Chilis (Cayenne, Ancho, Birdseye), Oregano, Thymian, Zwiebel und Knoblauch zusammen. Die BBQ-Wurzeln kann man also nicht leugnen. Die Gewürzmischung ist gut abgestimmt und hat eine fruchtig-frische Schärfe. Gut finden wir hier, dass kein Salz enthalten ist und man dieses nach Geschmack verwenden kann. Für Steaks war die Mischung Kansas City aber dennoch nicht unser Fall. – Wird demnächst als BBQ-Rub getestet.

No.3: Chicago

steakchamp gewürze mischung chicago bbq grillblogDie SteakChamp Gewürzmischung „Chicago“ enthält Pfeffer schwarz, Paprika, Zwiebeln, Meersalz, Petersilie, Koriander, Thymian, Basilikum, Senfkörner, Bohnenkraut, Oregano, Tomate, Chili, Knoblauch, Kubebenpfeffer, Assam Pfeffer und Szechuanpfeffer. Neben verschiedenen Pfeffern also auch einige Kräuter. Positiv ist hier wieder: Kein Salz enthalten. Bei der Mischung Chicago gingen die Meinungen ein wenig auseinander. Mir war es für ein Steak zu intensiv, anderen hat es sehr gut geschmeckt. Eindeutig am Besten kam die Mischung aber auf Brot mit Butter an.

Ein Cut für Männer: Das Tomahawk Steak

Gestern hatten wir einen Nachbarn zum Grillen zu Gast und ich hatte mir vorgenommen richtig edel aufzutischen.

tomahawk steak grillen beefer rezept temperatur medium beeferIm Kühlschrank wartete noch ein Irisches 28 Tage dry aged Tomahawk Steak aus der Metro auf einen heißes Erlebnis. Als Beilage wollte ich ebenfalls etwas extravagantes reichen… In der BEEF! (Ausgabe 2/2014) hatte ich ein sehr interessantes Rezept für ein Focaccia mit Pecannüssen, Blauschimmelkäse und Birnen entdeckt, dass im Dutch Oven gebacken werden sollte. – Passt.

Das Steak habe ich wie immer schon am Vortag ausgepackt und auf dem Rost der IKEA-Ofenform im Kühlschrank lüften lassen. Ein nettes Stück Rind, oder? Ja, es ist die große Koncis-Form. ;-)

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Vor dem Grillen des Tomahawks ging es dann gestern aber erst mal mit der Vorbereitung des Focaccia aus der BEEF! los. Die interessante Kombination aus Brot, Blauschimmelkäse, Pecannüssen, Birnen, Honig, Olivenöl, Rosmarin und Murray River Saltflakes klingt wirklich, wirklich ungewohnt aber absolut sinnvoll. – Die Spannung auf das Ergebnis war nicht nur bei mir riesig.

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Als der Teig im Dutch Oven auf Hitze wartete, habe ich dann gleich zwei Anzündkamine angesetzt. Einer mit Jack Daniels Whiskey Barrel Charcoal für den Weber Kugelgrill, der andere mit normalen Grillbriketts für den Dutch Oven. Nachdem der Dutch Oven mit Briketts bestückt war, ging es dann endlich auch ans…

Tomahawk Steak grillen

Das Grillen eines sehr großen Steaks, wie dem Tomahawk (unseres hatte 1,3 kg), einem T-Bone, Rib Eye bone-in oder Porterhouse ist im Großen und Ganzen eigentlich ziemlich einfach. – In so fern man ein Grillthermometer besitzt.

Die Fakten

  • Grill für zwei Zonen vorbereitet: Extrem hohe direkte Hitze und mittlere bis niedrige indirekte Hitze.
  • Steak-Temperatur für Medium Rare: 54-56 °C
  • Grillvorgang: Von beiden Seiten angrillen, indirekt auf Kerntemperatur ziehen und dann etwas ruhen lassen

tomahawk steak grillen beefer rezept temperatur medium beeferUnd das ist eigentlich schon alles was man wissen und beachten muss… Das Steak kam bei extrem hoher Hitze auf den gut vorgeheizten Gussrost des Weber Kugelgrills und wurde von beiden Seiten jeweils drei Minuten lang scharf angegrillt. Danach habe ich das Steak mit einem Grillthermometer versehen und in die Zone mit indirekter Hitze gelegt und die Temperatur im Grill reduziert.  Das Steak habe ich dann bei 52°C Kerntemperatur vom Grill genommen und noch ca. 5 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit stieg die Kerntemperatur weiter um ca. 2-4 °C an und beim Anschnitt präsentierte sich das Fleisch perfekt auf den Punkt medium rare gegart. Das Irische Dry-Aged-Beef war wirklich klasse. – Insgesamt sehr intensiv im Geschmack mit leicht nussigen Noten und  dabei butterzart und schön mürbe. Top!

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In der Zeit in der das Steak indirekt im Kugelgrill gar gezogen wurde, war auch das…

Focaccia aus der BEEF!

…fertig und wurde aus dem Dutch Oven genommen. Der Duft beim Öffnen des Deckels war einfach nur der Wahnsinn!

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Das Brot schmeckte einfach super! Die Kombination süß-salzig-herzhaft war wirklich ein kulinarisches Erlebnis. Das Brot haben wir dann heute auch direkt noch einmal in einer Abwandlung mit etwas Vollkornmehl, Cashews und Oregano gebacken.

Viel Spaß beim Nachgrillen und -backen!

O-Grill 3000 – Testbericht und Einweihung

Heute kann ich euch mal wieder ein neues Mitglied des OCB-Grillparks vorstellen: Den portablen Gasgrill O-Grill 3000. Da unser großer Napoleon in Kürze erstmal auf Martins Balkon verlagert wird, musste für mich ein Ersatz her, der sich neben dem Feierabendgrillen auf der Terrasse auch für (hoch-)mobile Einsätze im abendlichen Camp bei Offroad-Touren eignet.

gasgrill camping o-grill napoleon weberGut, dass gasprofi24.de, der Bonner Gasgrill-Händler unseres Vertrauens mit dem O-Grill 3000 ein –  der Produktbeschreibung nach – perfekt passendes Gerät für meine Anwendung im Angebot hat und uns auch ein Exemplar zur Verfügung stellen konnte.

Mir war besonders wichtig, dass der Grill eine hohe Brennerleistung und ein Gussrost hat, so dass für gute Steaks jederzeit die passende Hitze zur Verfügung steht. Ebenfalls wichtig war mir natürlich auch, dass der Grill zum einen gut zu transportieren ist und zum anderen im geschlossenen Zustand eine gute Abschirmung gegen Wind hat. Aber greifen wir nicht vor…

Testbericht O-Grill 3000

Technische Daten

  • Leistung: max. 3,2 kW
  • Verbrauch: max. 240 g/h
  • Grillfläche: 460 x 360 mm (1750 cm²)
  • Abmessungen: 525 x 215 x 580 mm
  • Gewicht: ca. 12 kg
  • Farbe: schwarz

edelstahl brenner o-grill camping outdoorDas passt schon mal… die Leistung des regelbaren Edelstahlbrenners ist mit 3,2 kW schon einmal angemessen hoch dimensioniert. Die Abmessungen passen und 12 kg Gewicht sind nicht zu schwer. Ok, 12 kg sind zwar nicht unbedingt ein Gewicht, dass für Offroad-Touren als gering angenommen wird, aber wenn wir nicht ein bisschen die Prioritäten in Richtung „gut Essen“ verschieben würden, wären wir nicht das OCB-Team. Und ein Gussrost muss zum einen einfach sein und hat zum anderen einfach sein Gewicht. – That’s life.

steak auf gasgrill gussrost branding weber napoleon

Naja, um einen Grill ordnungsgemäß zu testen, muss natürlich ein Steak auf das Rost. Zu diesem Zweck habe ich am Freitag ein US Beef T-Bone-Steak besorgt. Das schön marmorierte Fleisch hat mir schon vom Kauf an Vorfreude auf das heutige Mittagessen beschert.

gutes Fleisch otto gourmet edeka zurheide ibericoDa Judith nicht so gern Rind isst, musste auch noch ein kleines bisschen mehr Auswahl her und so wanderte auch ein Stück Carree vom spanischen Iberico-Schwein mit einem hohen Prozentsatz Eichelfütterung, also von Tieren mit einer ausgeprägten Montanera-Phase auf den Grill. Hier muss ich am eigentlichen Thema vorbei noch kurz einen Kommentar einwerfen… So wie auf diesem Foto muss Fleisch von einem Schweinerücken aussehen: Ein kräftiges Rot mit deutlicher feingliedriger Marmorierung und einer schönen festen Fettauflage. – Zart-rosa ist in jedem Fall die falsche Farbe für rohes Schweinefleisch.

gussrost gasgrill einbrennenKommen wir zur Sache: Ab damit auf den Grill. Aber bevor es damit los gehen kann, muss der Grill erstmal vorbereitet werden. Und das ist ja beim ersten Mal ein bisschen umfangreicher, wenn man es richtig machen möchte. – Zuerst habe ich, nachdem der Grill wie in der Anleitung beschrieben angeschlossen wurde, den Grill auf höchster Stufe ca. 1,5 Stunden
„einbrennen“ lassen. Meist sind ja nur 30 Minuten angegeben, aber ich gehe da lieber auf Nummer sicher. In dieser Zeit sollten sich die meisten flüchtigen Stoffe/Produktionsrückstände verabschiedet haben. Danach wurde dann die Hitze etwas reduziert und das Rost mit Pflanzenöl eingepinselt. Als das Öl eingebrannt war, wurde die Temperatur wieder für das Fleisch hochgefahren.

gasgrill camping steak

Nachdem die Temperatur wieder passte, kamen das T-Bone-Steak und das Iberico Carree auf den Grill. Das Gussrost quittierte den Kontakt mit einem satten Zischen. – So muss es klingen, wenn Fleisch auf den Grill kommt.

iberico grillen bbq review testberichtDas Rost gab sich – der korrekten Vorbereitung sei Dank – in keinster Weise klebrig. Weder das Steak, noch das Iberico pappten auf dem Gussrost an.

Als das Steak vier mal 75 Sekunden auf dem Rost hinter sich hatte, wurde es indirekt auf eine Kerntemperatur von 54 °C für Medium Rare fertig gegart. Das Iberico durfte noch bis zu einer Temperatur von 65 °C, die bei der vorherrschenden Marmorierung noch ganz klar als Medium erkennbar war, weiter direkt auf dem Rost bleiben.

Und das Grillergebnis?

steak branding gasgrillDas Gussrost des O-Grill 3000 produzierte auf jeden Fall eine sehr schöne Kruste mit tollen Röstaromen auf dem Steak und auch die Fettauflage wurde richtig schön zart-schmelzend.

t-bone medium rare grillenDas Anschnittbild des T-Bone-Steaks zeigt, wovon Griller und Fleischgenießer träumen: Ein schönes, gleichmäßiges Medium Rare.

iberico gasgrill medium kerntemperaturDas Anschnittbild des Iberico-Schweinefleischs zeigt ein saftiges Medium und ebenfalls eine schön angeröstete aber nicht verbrannte Kruste.

ofenkartoffelnAls Beilage dazu gab es Ofenkartoffeln mal ganz anders. – Aber das ist ein anderes Thema, zu dem ihr in Kürze mehr erfahren werdet.

Das OCB-Fazit

Der O-Grill 3000 ist ein absolut steaktauglicher portabler Gasgrill, der auch auf Camping-, Outdoor- oder Offroad-Touren eine gute Figur macht. Die Verarbeitung, die Abmessungen und das Gewicht passen, das Grillergebnis ist über jeden Zweifel erhaben. Alles in allem finde ich, dass der O-Grill ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis bietet.

Der O-Grill 3000 ist speziell für die Anwendung unterwegs eine Empfehlung wert. Auch für den City-Balkon als günstige Alternative zur Weber Q-Serie kann man den O-Grill in Betracht ziehen.

Indirekt grillen mit dem O-Grill 3000

Die Grillkenner unter euch werden sich oben vielleicht schon über das „indirekt fertig gegart“ im Zusammenhang mit einem kleinen Gasgril mit Gussrost und nur einem Brenner gewundert haben, oder nicht?

indirekt grillen ein brenner gasgrillDas ist aber weder Schummelei noch ein Wunderwerk… Das Zauberwort lautet „Entkoppeln“. Mein nicht patentiertes Entkoppelungsgestell ist ein abgeschnittener Serviettenständer, den man in fast jedem besser sortierten Supermarkt für ein paar Euro bekommen kann. – Einfach auf die passende Höhe absägen und schon kann man auf einem kleinen Gasgrill mit Deckel indirekt grillen. Sobald das Steak auf dem Gestell liegt, ist die Wärmezufuhr durch Wärmeleitung stark verringert und der Abstand zum Brenner ist auch größer. Dicke Steaks kann man so wunderbar indirekt auf die gewünschte Kerntemperatur bringen.