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Hog Havoc! – Ein BBQ Rub für Schwein

Magic Dust und Butt Glitter sind zwei großartige Rubs für das BBQen von Schweinefleisch. „Hog Havoc!“ ist unsere Antwort darauf. Etwas schärfer als die beiden Alternativen sollte es sein und die Süße sollte etwas interessanter herauskommen. Die Mittel der Wahl? – Chili und Kakao… Zwei Gewürze, die in Kombination immer gut kommen.

Hog Havoc! ist ein Rub, der eher beim „trockenen BBQ“ zum Einsatz kommen sollte, wenn Ihr euer Fleisch nicht in einer Mopping Sauce ertränken wollt. Mehr als ein einmaliges Glasieren, frühestens 30 Minuten bevor das Fleisch fertig ist, ist nicht notwendig.

Wichtig ist, dass das Fleisch bevor der Hog Havoc! Rub aufgetragen wird, dünn mit Senf eingestrichen wird.

Zutaten (ergibt ca. 1 Liter)

  • 12 EL Paprikapulver (mild)
  • 6 EL Chilipulver
  • 4 EL granulierter Knoblauch
  • 4 EL granulierte Zwiebeln
  • 2 EL Oregano
  • 2 EL Kakao (ungesüßt)
  • 2 EL Cumin bzw. Kreuzkümmel
  • 8 EL Salz
  • 6 EL Zucker

Zubereitung

Die Zubereitung des Rubs ist natürlich eher simpel: Die Zutaten werden gemischt. ;-) Es ist natürlich kein Problem direkt eine größere Menge vorzubereiten und diese in einem luftdichten Gefäß über Monate aufzubewahren.

St. Louis Cut Ribs rubben

Bei Ribs ist es wichtig, vor dem Rubben mit Hog Havoc! die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen…

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Als erstes muss die Silberhaut bzw. Membrane von der Innenseite der Rippchen entfernt werden. Dazu am besten mit dem Stiel eines Löffels unter die Membran fahren und anheben. Dann die Membran mit der Hand greifen und vorsichtig abziehen.

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Wenn das Fleisch vorbereitet ist, wird es dünn (!) mit Senf eingerieben, um den Hog Havoc! Rub zu „aktivieren“. – Eine im amerikanischen Wettbewerbs-BBQ gängige Praxis: Eine Schicht Senf oder Öl unter dem Rub hilft diesem besser in das Fleisch einzudringen.

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Endlich: Der Rub wird aufgetragen.

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Da Ihr das Ganze natürlich am besten schon mindestens am Vorabend des BBQ erledigt habt, sollte das Fleisch vakuumiert werden. Wenn kein entsprechendes Vakuumiergerät vorhanden ist, tut es natürlich auch Frischhaltefolie.

Am Tag des BBQ kommen die Ribs für sechs Stunden bei ca. 110 bis 120 °C in den Smoker bzw. Grill.

Enjoy!

Pistazien-Reis-Rollen

Am Sonntag gab es bei uns gegrillten Thunfisch und Guacamole. – Schon recht sommerlich. Dazu musste natürlich eine passende Beilage gereicht werden… Heraus gekommen ist dabei ein neues Rezept für unseren Grillblog: In Erlenholzpapier gesmokete Pistazien-Reis-Rollen. Diese Reisrollen sind nicht nur kulinarisch sondern auch optisch eine tolle Beilage zu leichten Sommergerichten wie Thunfisch, Jakobsmuscheln oder Seafood im Allgemeinen.

Zutaten (pro Person/Rolle)

Zubereitung

Der Reis wird gründlich gewaschen und dann mit einer geringen Menge leicht gesalzenem Wasser und dem Reisessig für ca. 20 Minuten gekocht bis er eine klebrige Konsistenz erreicht hat. In der Zwischenzeit wird das Erlenholzpapier gewässert.

reis beilage grillen smoken bbq grillblogWährend der fertig gekochte Reis ein wenig abkühlen kann, wird das Räucherpapier dünn mit Olivenöl bestrichen damit der Reis beim Smoken nicht anbackt. Der Reis wird dann zusammen mit den Pistazien in Form einer länglichen Rolle auf dem Räucherpapier verteilt und – wie bei einer Sushirolle – zusammen mit dem Papier unter kräftigem Druck zusammengerollt. Die Pistazienreisrolle wird dann mit einem Bindfaden (keine Kunstfaser!) verknotet.

Pistazienreis auf dem GasgrillDer Grill wird auf mittelhohe Hitze eingeregelt und die Reisrollen kommen für ca. 9-12 Minuten auf das Rost. Sollte das Papier nach ein bis zwei Minuten noch nicht rauchen kann man die Temperatur langsam etwas erhöhen. Wichtig ist dabei darauf zu achten, dass das extrem dünne Räucherpapier kein Feuer fängt.

Wenn die Reisrollen fertig gegrillt sind, können diese ausgewickelt und eventuell auch optisch ansprechend zusammen mit dem Räucherpapier auf dem Teller angerichtet werden.

Guten Appetit!

Zeitbedarf

Ca. 40 Minuten

Tulip Pulled Pork aus dem Kühlregal

Nachdem ich jetzt schon gefühlte 1000 mal im Supermarkt an dem Fertig-Pulled-Pork aus dem Kühlregal vorbei gekommen bin, konnte ich nicht mehr widerstehen und musste für euch hier den Selbstversuch wagen.

pulled pork fertig supermarktDer Plan: Das ewig lange haltbare Pulled Pork irgendwann nach Feierabend als schnelles Abendessen servieren.  Von der Pappschachtel befreit offenbart sich ein kleiner, mit viel Marinade eingeschweißter und fertig gegarter Schweinebraten. Soweit ich erkennen kann stammt das Fleisch aus dem Nacken. Die Zubereitungsanleitung klingt sehr einfach: Man soll das Fleisch einfach ca. 30 Minuten lang bei 200 °C in einem nicht zu großen Bräter im Backofen erwärmen oder für 30 Minuten grillen.

pulled pork fertig einfach supermarktRaus aus dem Folienbeutel… So sieht das Ganze dann in der Auflaufform aus. Zusammen mit dem kleinen Nackenstück kommt auch eine ganze Menge Marinade, Wasser bzw. Brühe hinaus. Sieht ja nicht so lecker aus, aber ich versuche noch nicht zu voreingenommen zu sein und verfrachte das Fleisch für 30 Minuten in den vorgeheizten Backofen. Während des Erwärmens riecht es schon nicht schlecht und die Spannung auf das Ergebnis und Geschmackserlebnis steigt.

pulled pork fertiggerichtNach dem Erwärmen präsentiert sich das Abendessen ziemlich „verflüssigt“. Das Fleischstück liegt in einer großen Menge Flüssigkeit. Ein bisschen erinnert mich der Anblick an einen Schmorbraten aus dem Dutch Oven, nur ohne die Röstaromen bzw. -optik, die durch die Oberhitze entstehen. Das Fleisch lässt sich unproblematisch pullen und die Feuchtigkeit macht sich direkt positiv bemerkbar. Vermengt mit dem Fleisch ergibt sich ein Pulled Pork von genau der richtigen Konsistenz, die man üblicherweise ja „im Normalfall“ über beispielsweise die Zugabe von BBQ-Sauce erreichen würde.

Testergebnis Tulip Pulled Pork

pulled pork wrap bbq sauceIch hatte mich dazu entschlossen das Fleisch als Pulled Pork Wrap in Weizentortillas mit frischer Chili, Krautsalat, Mayonnaise und Honey BBQ Sauce zu servieren . Bei Tisch werden also die Wraps komplettiert und gerollt. – Und wie schmeckt es nun?

Mein Urteil lautet: Naja. – Kann man essen, muss man aber nicht. Mir schmeckt es viel zu wenig rauchig und eher ein wenig wie Frühstücksfleisch und vor allem zu salzig. Auch die fehlende Kruste hat mir eher nicht gefallen. Ich denke bei Zubereitung auf dem Grill könnte das Ergebnis zwar besser werden, aber noch einmal kaufen würde ich das Fertig-Pulled-Pork nicht. Es bleibt also bei dem Versuch…