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Pulled Pork

Pulled Pork ist einer der Grilldisziplinen die den Hobby Griller vom Könner unterscheiden. Naja, Spaß beiseite – Pulled Pork ist schon etwas aufwändiger und schwieriger, sollte aber eigentlich von jedem, der mehr als nur Würstchen auf dem Grill grillt machbar sein.

Das Geheimnis beim Pulled Pork ist die Garmethode. Low and Slow ist das Motto. Hier wird das Grillgut bei Temperaturen um die 110° langsam auf die gewünschte Kerntemperatur gebracht. 2 Kilo reichen für 5-8 Köpfe.

Ausrüstung

  • Grill mit indirekter Hitze
  • Grillthermometer
  • Holzchips zum Smoken
  • Tropfschale
  • eine Decke von der Couch

Zutaten

  • Schweinenacken
  • Magic Dust als Rub
  • Marinade zum einspritzen
  • Honig
  • Apfelessig
  • Senf
  • Krautsalat oder Colesaw
  • Brötchen oder Fladen

Zubereitung

So, jetzt gehts los. Der Nacken sollte mindestens einen Tag vorher eingekauft werden. Dieser muss noch 12-24 Stunden mit dem Rub im Kühlschrank ruhen. Bevor es jedoch an den Rub geht hab ich diesmal das Fleisch noch mit Stubb’s Chipotle Butter Injectable Marinade injiziert  Die dazu nötige Spritze gab es vor einige Wochen bei Santos Grills in Köln zusammen mit der Marinade im Angebot. Nachdem im Fleisch 1-1,5 Spritzenladungen verschwunden sind, wird das Fleisch mit Senf eingerieben und anschließend mit Magic Dust gerubbt. In Frischhaltefolie fest eingepackt geht es wieder in den Kühlschrank. Pulled Pork braucht 10-14 Stunden auf dem Grill, richtig gelesen! Am Vormittag geht es mit dem Grillen los. Der Grill sollte eine Temperatur von 110° haben, unter der Grillfläche eine Auffangschale für das Fett sein. Fast alles Fett wird in den kommenden Stunden aus dem Nacken heraus schmelzen. Hier gehen schon mal bis zu 30% des Gewichtes verloren. In meinen Fall hab ich den Q120 mit einem Bunsenbrenner modifiziert und schaffe so gemütlich die niedrige Temperatur. Über dem Brenner ist bei mir eine Schale in der ich die Chips platziere für das Raucharoma. Wenn der Grill fröhlich vor sich hin raucht kommt das PP dazu. Deckel zu und ab jetzt heist es warten. Smoken nützt nur in der ersten Stunde etwas, danach nimmt das Fleisch kein Raucharoma mehr auf. Damit ich nicht ständig raus muss um die Temperatur zu kontrollieren habe ich mit einer Kartoffel als Halter das Funkthermometer auf höhe des Grillgutes positioniert. Wenn hier 110° anliegen zeigt das Thermometer im Deckel schon fast 120°. nach ca. 8 Stunden wandert das Thermostat in das Fleisch zum überwachen der Kerntemperatur. bei 75-80° fängt man mit dem Moppen an. Meine Soße besteht auch der Marinade die schon im Fleisch drin ist, etwas Apfelessig und Honig. Und weiter gehts. Nicht zu oft moppen, den jedes mal wenn der Deckel geöffnet wird dauert es am ende länger. Bei einer KT von 94° kommt das PP vom Grill und wird in Alufolie eingewickelt und so dann in die Decke gewickelt. Jetzt sollte das Fleisch mindesten 30 Minuten ruhen. Wenn sich die Gäste verspäten oder man doch schneller fertig war als geplant kann man die Ruhephase auch auf 2 Stunden verlängern. Während der Ruhephase können die Brötchen aufgebacken werden und die Schalen für das Fleisch vorgewärmt werden. Frisch ausgepackt wird das Fleisch mit zwei Gabeln gezupft (=pulled) und auf die Schalen verteilt. Auf das Brötchen kommt unten etwas Soße, bei mir die Reste vom Mopp mit etwas Ketchup gestreckt, das Pulled Pork, Salat und wieder Brötchen.

Guten Hunger!

 

Zeitbedarf

ca. 15 Minuten Vorbereitung, ca. 11 Stunden auf dem Grill und ca. 20 Minuten zum Servieren

Schwierigkeitsgrad

Southern Bacon Burger

Hier haben wir einen klassischen Burger im Stil der südlichen Staaten der USA.

Die Besonderheit beim Southern Bacon Burger ist, dass der Bacon nicht wie meist üblich separat in der Pfanne gebraten und dann wie beispielsweise Käse oder Salat einfach auf den Burger geschichtet wird, sondern in feine Streifen geschnitten in das Rindfleisch-Patty eingearbeitet wird und es dadurch saftig und würzig macht.

Ausrüstung

  • Grill oder
  • Pfanne und Feuerstelle

Zutaten (pro Burger)

  • 200 g Rinderhack
  • 75 g Bacon
  • 1/2 Zwiebel
  • Peffer und Salz (Vorsicht: An Salzgehalt des Bacon denken)
  • 1 Burger-Brötchen
  • 1-2 EL Olivenöl
  • 1-2 EL Alabama White Sauce
  • 1-2 EL Barbecue Sauce
  • 2 Scheiben Schmelzkäse (optional)

Zubereitung

Bacon in feine, ca. 5 mm breite Streifen schneiden. Zwiebel fein hacken. Das Rinderhack zusammen mit der Zwiebel, dem Bacon, Salz und Pfeffer zu einem Patty verarbeiten. Nun das Burgerbrötchen aufschneiden, die Schnittflächen mit Olivenöl einreiben und auf dem Grill oder in der Pfanne antoasten. Nach dem Brötchen wandern die Patties auf den Grill. – Bei einem 275 g schweren Burger-Patty sollten 5 bis 6 Minuten (verteilt auf 2x 2,5 bis 3 Minuten) pro Seite einen Gargrad zwischen medium und well-done ergeben.

Während die Patties bei mittelhoher Hitze vor sich hin brutzeln, werden die Alamaba White Sauce auf der unteren Brötchenhälfte und eine BBQ-Sauce auf der oberen Hälfte verteilt.

Während der letzten 2,5 bis 3 Minuten der letzten Seite, kann man wenn es ein Southern Bacon Cheeseburger werden soll, noch zwei Scheiben Schmelzkäse auf das Patty geben.

Wenn die Burger-Patties fertig gegart sind, diese auf die unteren Brötchenhälften setzen, Deckel drauf und fertig ist der Southern Bacon Burger. Guten Appetit.

Zeitbedarf

Ungefähr 30 Minuten.

Schwierigkeitsgrad

IKEA Spare Rib Halter

IKEA Spare Rib Halter Rezepte Weber TestWer sich an langsam gegarte Spare Ribs heran wagen möchte, gelangt schnell an den Punkt wo auffällt, dass selbst auf einem 57cm-Weber-Grill nicht wirklich viele Spare Ribs zur Zubereitung nach der 3-2-1-Methode oder der 6-0-0-Methode passen. – Also muss Abhilfe her und diese am besten in Form eines Rib-Halters. Hier fällt vielen wohl erstmal der Weber Spare Rib Halter ein, der allerdings mit etwas über 20€ schon nicht mehr als günstig zu bezeichnen ist.

Glücklicherweise hat IKEA Abhilfe geschaffen und einen Deckelhalter Rib-Halter im Angebot. Der Halter aus dem Programm „Rationell Variera“ hält bis zu sechs Spare Ribs und ist mit 4,99€ unschlagbar günstig. Der Rib Halter besteht aus senkrecht hoch stehenden Pins, die die Spare Ribs vom Umfallen abhalten und mit einem simplen Scherenmechanismus verbunden sind. – Perfekt, da man somit den Abstand zwischen den Pins verstellen kann, um entweder Platz auf dem Grill zu sparen oder sich auf dickeres Fleisch einstellen zu können.

Der Ribhalter wird in einigen Einzelteilen geliefert… um den Deckelhalter als Rib Halter in Betrieb nehmen zu können, sind nur zwei einfache Schritte nötig:

  1. Die hoch stehenden Pins auf die vorgesehenen Gewinde aufschrauben und
  2. Die auf der Unterseite des Scherenmechanismus angebrachten Gummifüße entfernen, denn SO EIN Smokearoma möchte glaube ich niemand an seinen Ribs.

Tipp: Man kann den Ribhalter auch als Abstandshalter für größere Braten verwenden… einfach mal ausprobieren, wie es passt.