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Pork-Burger mit Cranberry-Sauce

Da haben wir es mal wieder: Burger gehen immer! Auch wenn es dieses mal kein Beef-Burger ist, sondern – auf Grund des Gesamtkonzepts – ein Schweinefleisch-Patty auf dem Burger-Bun landet. Schwein und Crannberry sind nämlich zwei Geschmacksrichtungen, die wirklich gut zusammen funktionieren.

Inspiriert durch ein Jamie Oliver Rezept habe ich für euch einen Pork-Burger mit Cranberry-Sauce ausprobiert…

Pork-Burger mit Cranberry-Sauce

Zutaten Burger (je Burger)

  • Burgerbrötchen, beispielsweise unsere American Burger Buns (Ei ersetzt durch Chia-Gel, zusätzlich etwas Muskat in den Teig)
  • 150 g Schweinemett (gewürzt mit Salz & Pfeffer)
  • 1-2 TL Mayonnaise
  • etwas Salat (herbstliche Sorten)
  • gereifter Cheddar (gerieben)
  • grobes Salz, grob gemahlener schwarzer Pfeffer

Zutaten Sauce (je Burger)

  • 50 g Cranberries (frisch)
  • Abrieb von 1/2 Orange (oder 1 gehäufter Teelöffel getrocknete Orangenschale)
  • 1 EL Muscovado-Zucker
  • Saft von 1/4 Zitrone
  • etwas Wasser

Zubereitung

Die Burgerbrötchen werden nach Rezept (evtl. inklusive meiner Änderungsvorschläge) zubereitet. Ich habe morgens vor der Arbeit den Teig gemacht und diesen im Kühlschrank gehen lassen. Abends konnte ich dann die Burger-Buns backen.

Für die Cranberry-Sauce werden ganz einfach alle Zutaten in einem kleinen Topf zum Köcheln gebracht. Die Sauce dann bis zu einer sämigen Konsitenz einreduzieren.

Aus dem Schweinemett dicke Patties formen und pro Seite ca. 8 Minuten grillen/braten. Während die zweite Seite dran ist, die schon fertige Seite mit dem geriebenen Cheddar bestreuen.

In der Zwischenzeit die Buns aufschneiden. Die untere Hälfte wird mit der Mayonnaise bestrichen und mit etwas Herbstsalat belegt.

Pork-Burger mit Cranberry-Sauce

Die fertigen Patties kommen nun auf die unteren Bun-Hälften und werden mit Salz/Pfeffer gewürzt. Ein bis zwei Esslöffel Cranberry-Sauce darüber, Bun-Deckel drauf und fertig ist der Burger. – Guten Appetit.

IPA Craft Beer zum Burger

Zu einem guten Burger passt für mich fast immer ein gutes IPA. Dieses Mal gab es das Firestone Walker Double Jack aus dem Sortiment von Braufactum. Nicht weniger als 10 Gold- und Silber-Medaillen konnte dieses American Imperial IPA schon einheimsen.

Das Double Jack hat 9,5 Vol.% Alkohol und einen Wert von 85 auf der IBU-Skala. Ist also schon recht stark und moderat bitter. Das Double Jack ist sehr hopfig. Dabei kommen sehr fruchtige Sorten zum Einsatz. Man schmeckt Zitrus- und Grapefruitnoten. Ausgeprägte Malznoten balancieren die Bitterkeit aus und hinterlassen einen sehr runden Gesamteindruck.

Firestone Walker Double Jack IPA

Das Double Jack ist für mich eine perfekte Begleitempfehlung für einen guten, deftigen Burger.

Grillblog Christian

Bacon Bomb „Mac’n’Cheese“

Die Bacon Bomb (oder Bacon Explosion) ist wohl häufig eines der ersten Rezepte, die Smoker-Anfänger zubereiten. – Wen wundert es auch? Die Bacon Bomb ist zwar ein bisschen aufwändig in der Vorbereitung, aber das Smoken selbst ist mehr oder weniger Idiotensicher und das Ergebnis mehr als lecker. Insgesamt also einige Gründe, die dafür sprechen mit dem Grundrezept mal etwas zu experimentieren.

Inspiriert wurde ich dabei von einem Rezept auf MeMyself’s bbqPit und herausgekommen ist dabei eine Abwandlung von Thorstens Mac’n Cheese Bacon Bomb. Ich wollte dem ganzen einen eher mediterranen Touch geben anstatt wieder mal mit Magic Dust oder Hog Havoc zu würzen und so kamen unter anderem auch frische Kräuter zum Einsatz…

Rezept: Bacon Bomb „Mac’n’Cheese“

Zutaten

  • 1500 g Hackfleisch gemischt
  • 750 g Bacon
  • 250 g Makkaroni
  • 150 g Käse (würzig)
  • 2 Eier
  • frische Kräuter (Rosmarin, Thymian, Salbei, Oregano)
  • schwarzer Pfeffer
  • Salz
  • BBQ Sauce

Zubereitung

Den Smoker (idalerweise mit Obstholz) auf ca. 110 bis 120 °C vorheizen.

Das Hackfleisch wird mit den Eiern, Gewürzen und Kräutern vermischt und auf einem Backpapier ausgerollt. Dann die vorgekochten Makkaroni und den Käse auf das Hackfleisch geben und das ganze zu einer Rolle eindrehen.

Den Bacon zu einem Geflecht legen und die Hackfleischrolle darin eindrehen.

Die Bacon Bomb wird dann für ca. 3 bis 4 Stunden bis zu einer Kerntemperatur von 70 °C im Smoker geräuchert. In der letzten Stunde 1-2 mal mit BBQ-Sauce glasieren und vor dem Anschnitt 5 Minuten ruhen lassen.

Fertig. – Guten Appetit!

Und wie hat es geschmeckt?

bacon-bomb-mac-n-cheese-smokerDie Bacon Bomb „Mac’n’Cheese“ habe ich zum ersten mal auf meiner 33. Geburtstagsfeier gemacht. – Und sie ist super angekommen. Die mediterranen Kräuter passten (eigentlich schon erstaunlicherweise) sehr gut zum rauchigen BBQ-Aroma. Dazu gab es ein deftiges und sehr leckeres, selbst gebrautes Festbier von Braufässchen. – Was will man mehr…

St. Louis Cut Ribs aus dem Smoker

Spare Ribs sind zum einen wohl eines der am häufigsten „unsachgemäß“ gegrillten Fleischstücke, zum anderen aber auch häufig der erste Long Job an den sich ambitionierte Einsteiger und fortgeschrittene BBQer heran wagen. – Bei mir war es jedenfalls so. 2012 wurden die ersten Ribs nach der 6-0-0- oder 3-2-1-Methode auf einem 45 cm durchmessenden Billig-Kugelgrill aus dem Baumarkt gegrillt.

Heute gestaltet sich die Sache natürlich anders und die Rippchen kommen entweder aus der Weber-Kugel oder dem Smoker, die Temperaturkontrolle habe ich im Griff und das BBQ geht wesentlich entspannter von statten.

Aber wie grillt man nun Spare Ribs, Rippchen, Baby Backs, St. Louis Cut Ribs und wie sie alle heißen eigentlich richtig?

Das schnelle Grillen über direkter Hitze kann ich nicht empfehlen. Ribs sind ein BBQ-Gericht und unter drei Stunden auf dem Grill geht meiner Meinung nach garnichts. Die schnellste Zubereitung ist die 0-2-1-Methode, die 3-2-1-Methode garantiert Fleisch, dass von den Knochen fällt und die 6-0-0-Methode ist das ganz klassische „American BBQ“ und stellt wohl die Königsdisziplin dar.

Und was hat das jetzt mit den ganzen Zahlen auf sich?

Diese mysteriösen Zahlencodes geben drei Grillzeiten in Stunden an. Die erste Zahl steht für die Dauer der ersten Phase: Dem Smoken bei ca. 110 bis 120°C im Holzrauch. Die zweite Zahl gibt an, wie lange die Ribs danach in Alufolie bzw. abgedeckt gedämpft werden. Die dritte und letzte Zahl gibt in der Regel an, wie lange die Ribs nach dem Dämpfen bei leicht erhöhter Temperatur glasiert/angeröstet werden.

Die 3-2-1-Methode bedient sich also der so genannten Texas Crutch, dem Einwickeln der Ribs in Alufolie. Die 6-0-0-Methode beschreibt das ganz simple Smoken der Ribs über einen langen Zeitraum und liefert bei sauberer Temperaturkontrolle das beste Ergebnis: Saftiges und rauchiges Fleisch, das zwar sehr zart ist, aber noch nicht vom Knochen fällt.

Ein ganz besonderer Rib Cut sind die St. Louis Cut Ribs. Diese Rippchen stellen den mittleren Bereich der Schweinerippen dar, der von dem oberen knorpeligen Teil (Rib Tips) und dem sehr dünnen unteren Teil befreit wurde. Zusätzlich bleibt hierbei auch noch eine ca. 1-3 cm dicke Fleischauflage auf den Rippen erhalten, so dass ein Strang St. Louis Cut Ribs auf ca. 2 bis 3 kg kommt. Und wie man Diese am besten zubereitet, zeige ich euch hier…

St. Louis Cut Ribs nach der 6-0-0-Methode

Zutaten

Zubereitung

rub magic dust rezept butt glitter hog havoc schwein ribs pulled porkAls Erstes werden die Ribs von der Silberhaut bzw. inneren Membrane befreit. Diese Haut verhindert nämlich zum einen das Eindringen von Gewürz/Geschmack/Rauch und zum anderen gart diese nicht und bleibt zäh. Zum Entfernen geht man am besten mit einem Löffelstiel hinter die Haut um diese anzulösen und zieht diese, sobald man sie mit der Hand greifen kann, ab. – Hier noch ein gut gemeinter Hinweis: Dieser Schritt ist NICHT optional.

pulled pork rub magic dust rezept butt glitter hog havoc schwein ribsDas vorbereitete Fleisch wird dann dünn mit Senf eingepinselt bzw. eingerieben und mit dem bevorzugten BBQ-Rub gewürzt. – Wir bevorzugen hier unseren Hog Havoc!-Rub, aber auch Klassiker wie die Butt Glitter-Mischung vom Texaner oder auch Magic Dust sind eine gute Wahl. Wichtig ist hierbei, dass das Gewürz nicht trocken aufgetragen wird, sondern wie beschrieben mit Senf (oder vielleicht auch einem leckeren Öl) „aktiviert“ wird. Aktiviertes Rub kann einfach besser einziehen und der Geschmack klebt nicht nur am Fleisch.

smoker rezept grillblog anleitung 6-0-0 spare ribsAm Tag des BBQ wird der Smoker oder das Grillgerät der Wahl auf ca. 110 bis 120 °C Temperatur auf Rosthöhe eingeregelt. Hierbei ist sehr wichtig, dass man sich nicht auf das Deckelthermometer verlässt. Unser Smoker hat zum Beispiel eine Abweichung von ca. 50 °C zwischen Rosthöhe und Deckelthermometer. Man sollte also auf jeden Fall die Temperatur auch auf Rosthöhe messen. Dazu eignen sich Ofenthermometer ideal. Eine Empfehlung hierzu findet Ihr auch in unserer Grillthermometer-Übersicht. Wenn die Temperatur stabil auf den Zielwert eingeregelt ist, kann das Fleisch aufgelegt werden. Ich empfehle zusätzlich einen Behäter mit Wasser in den Grill zu stellen. Dieser stabilisiert die Temperatur und verhindert durch ein feuchteres Klima in der Garkammer ein Austrocknen der Rippchen.

Jetzt gilt es eigentlich nur noch ca. sechs Stunden lang die Temperatur konstant zu halten und nicht zu oft den Deckel zu öffnen. Ca. 30 Minuten vor Ende des Grillens kann man optional noch eine Glasur aus BBQ-Sauce und Cola auftragen und die Rippchen sind fertig.

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Guten Appetit! – Enjoy your Ribs…

Zeitbedarf

Ca. eine Stunde Vorbereitung und sechs Stunden im Smoker.