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Mujdei – Rumänische Knoblauchsauce

Den Grilltest zum FireQ, den ich in unserem Rumänien-Urlaub durchgeführt habe, habt Ihr ja bestimmt schon gelesen. Wir haben in Urlaub aber nicht ausschließlich gegrillt, sondern auch die Rumänische Küche genossen. – Und von einem Restaurantbesuch habe ich euch ein echt tolles Rezept mitbringen können:

Rumänische Knoblauchsauce: Mujdei

Mujdei (ausgesprochen  [muʒˈdej]) ist in Rumänien ein übergreifender Sammelbegriff für ein ganzes Spektrum von Knoblauchsaucen. Wir konnten eine sehr würzige aber eher dünnflüssige, wasserbasierte Variante probieren.

Mujdei wird in Rumänien traditionell zu Fleisch, Fisch, Brot oder Mămăligă (eine Art Cornbread) serviert und gegessen. Mir hat die Sauce jedenfalls so gut geschmeckt, dass ich euch die Sauce zu einem deftigen Schweinefleischgericht guten Gewissens empfehlen kann. Das passende Mujdei-Rezept zum selbst ausprobieren habe ich euch ebenfalls mitgebracht:

Mujdei-Rezept

Zutaten

  • 15 bis 20 Knoblauchzehen
  • 1 TL Meersalz
  • heißes Wasser

Zubereitung

Die Zubereitung einer Mujdei ist denkbar einfach. Zuerst schälst du die Knoblauchzehen. Dann kannst du diese mit einem Mörser oder Mixer zerkleinern und mit dem Salz würzen. Zu guter Letzt übergießt du das „Knoblauchmuß“ mit heißem Wasser. Dabei solltest du so viel Wasser zugeben, dass sich eine mit Milch vergleichbare Konsistenz ergibt. Nachdem die Sauce ein wenig durchgezogen und abgekühlt ist, ist deine selbst gemachte Rumänische Mujdei fertig. Guten Appetit!

mujdei rumänische knoblauchsauce rezept

Verkostung Zuhause

Auch zuhause angekommen, habe ich schon eine Mujdei gemacht. Am Sonntag gab es bei uns rustikal gegrilltes Schwein vom Schwenkgrill und dazu Brot und Mujdei. – Einfach aber lecker.

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Beim Essen kamen zum ersten mal auch unsere neuen Tramontina Churrasco Steakmesser zum Einsatz. Auf der spoga+gafa habe ich die neue Churrasco-Reihe von Tramontina entdeckt und war direkt von den robusten Polywood-Griffen begeistert.

Grillblog Christian

 

Slowakischer Brotaufstrich

Aus gegebenem Anlasse habe ich für euch mal nach einem slowakischen Rezept recherchiert, dass ihr beim nächsten Grillabend ausprobieren könnt: Einen pikanten Brotaufstrich bzw. Dip. Dieser schmeckt super zu frischem Brot aber auch zu osteuropäischen Grillgerichten wie Mititei oder Lammspießen. Das ich bei der Zubereitung endlich mal meinen neuen ESGE Zauberstab ausprobieren konnte kam mir dabei sehr gelegen…

Rezept: Slowakischer Brotaufstrich

Zutaten

  • 100 g Feta/Hirtenkäse
  • 175 g Frischkäse
  • 100 g Paprikapaste (z.B. Ajvar)
  • 1 Bund Petersilie
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • Meersalz
  • Schwarzer Pfeffer (grob)

Zubereitung

Die Petersilie und den Knoblauch in der Küchenmaschine, mit einem Pürierstab mit Zerkleinerer – wie zum Beispiel unserem ESGE Zauberstab – oder mit dem Messer fein hacken. Dann den Frischkäse und die Paprikapaste dazu gegeben und das Ganze wird glatt gerührt. Der Fetakäse wird sehr fein zerbröselt und unter die Masse gehoben. Mit Salz und Pfeffer den Dip abschmecken. – Fertig.

Guten Appetit!

Texas-Style Cocoa Chili – Scharf mit Schokolade

Letztes Wochenende galt es für mich die Geburtstagsgäste meiner Frau zu bekochen. Auf Grillen hatte ich ausnahmsweise mal keine Lust, da ich lieber mitfeiern wollte, als den Caterer zu geben. – Was liegt da also näher als den Dutch Oven anzufeuern?

Bei 20 Gästen fand natürlich der 12qt-Dutch Oven  Verwendung und auch der Einsatz an Zutaten durfte mal etwas üppiger ausfallen. Diverse Rezepte von Tex-Mex-Seiten haben mich dazu inspiriert ein Chili zu kochen, dass sich durch großzügige Zugabe von Bier und Kakao von der Masse absetzt.

Um 18:00h wurden die ersten Gäste erwartet. – Der erste Anzündkamin mit Grillbriketts wurde also um 12:00h angesetzt…

Zutaten (für 15 bis 20 Personen)

  • 2 kg Rinder-Beinscheibe (ca. 3 Scheiben)
  • 2,5 kg Rinderhackfleisch
  • 500 g Bacon (gewürfelt)
  • 1 bis 1,5 Liter Schwarzbier (Köstritzer, o.ä.)
  • 500 ml Rinderfond
  • 2,5 kg Kidneybohnen
  • 1 kg Mais
  • 1 kg gehackte Tomaten
  • 3 Jalapeno Chilischoten (sehr milde Schärfe, Menge ggf. anpassen)
  • 3 große Zwiebeln
  • 4 Knollen chinesischen Knoblauch
  • 6-8 gehäufte EL Kakaopulver (ungesüßt)
  • 4 EL Chilipulver
  • 2-4 Zweige frischen Rosmarin
  • 2-4 Zweige frischen Thymian
  • 2-4 Zweige frischen Koriander
  • etwas scharfen Oregano
  • viel Paprikapulver und Kreuzkümmel
  • optional etwas Piment
  • Salz
  • Zum Servieren: Creme Fraiche, Chili, Koriander

Zubereitung

opinel carbone kräuter camping garten taschenmesserFür mich begann die Zubereitung des leckeren Chili mit Kakao nach dem Entfachen des mit Grillbriketts bestückten Anzündkamins schon in der Mittagszeit. Im strahlendem Sonnenschein habe ich etwas Rosmarin, Thymian und scharfen Oregano (letzteres ist ein absoluter Geheimtipp für Chili) aus dem Garten geerntet. Eine solch rustikale Dutch Oven-Kochaktion im Garten ist übrigens mal wieder so eine Gelegenheit, bei dem mein Opinel No.8 Carbone einfach nicht fehlen darf. Da macht das Kräuterernten gleich doppelt so viel Spaß…

dutch oven chili tex-mexNachdem der große Dutch Oven mit einer ordentlichen Ladung Briketts von unten auf Temperatur gebracht war, wurden die drei – mittlerweile auf Raumtemperatur akklimatisierten – Beinscheiben (in unserem Fall deutsches Rindfleisch von der Färse) mit etwas Olivenöl von beiden Seiten scharf angebraten. Zwischenzeitlich habe ich dann, wie von Jamie Oliver gelernt, immer wieder mit ein paar Zweigen Thymian über das heiße Fleisch gepinselt. In dieser Phase darf der Deckel des DO ruhig noch geöffnet bleiben. – Zu viel Wasserdampf möchten wir zu Anfang der Zubereitung noch nicht einfangen, damit leckere Röstaromen erzeugt werden können. Als ich mit dem Anbratergebnis zufrieden war, wurden die Beinscheiben mit einer 0,5l-Flasche Köstritzer Schwarznier abgelöscht.

bacon zwiebeln dutch oven pfanne chili

In der Zwischenzeit wurde auch eine gusseiserne Pfanne mit dem Campinggaskocher auf Temperatur gebracht, um weitere Zutaten anzubraten. Bei einer so großen Menge an Chili (und vor allem Hackfleisch) ist es absolut nicht empfehlenswert dieses auf ein Mal in den DO zu geben… das würde nur in einer grauen wässrigen Pampe enden. Besser ist es Hackfleisch, Bacon, Zwiebeln und Knoblauch portionsweise anzubraten und in den bereits köchelnden DO zu geben. Bevor die angebratenen Zutaten dazu kamen, habe ich die Beinscheiben kurz aus dem DO genommen um sie von den ausgekochten Knochen zu befreien und in kleine Würfel zu schneiden.

köstritzer schwarzbier im chiliDie restlichen Zutaten wie Rinderfond, Bohnen, Mais, Chilis, Koriander, Tomaten, Chilipulver, Kräuter, Kakao und sonstige Gewürze kamen nach und nach dazu.  – Hier jetzt alles aufzulisten und das evtl. auch noch in einer Reihenfolge ist eher müßig. Wichtig ist, dass sich am Ende des Tages die oben genannten Zutaten im Dutch Oven befinden. ;-) Während der Zugabe der Zutaten habe ich immer wieder die Konsistenz durch die Zugabe von Schwarzbier eingestellt, bis ca. drei Flaschen im Chili waren und der Deckel aufgelegt werden konnte.

chili dutch oven rezeptDie angegebene Menge füllt einen 12qt fassenden Dutch Oven ziemlich genau bis zum Rand. Das war auf jeden Fall eine Punktlandung.

chili dutch ovenIn den letzten 1,5 Stunden habe ich zusätzlich ein paar Kohlen auf den Deckel gegeben, um auch von oben das Chili noch ein bisschen anzurösten bzw. leicht die Oberfläche zu karamellisieren. – Hat geklappt: Es bildete sich eine stärker gebräunte, aber nicht angebrannte Schicht, die ich ab und an untergerührt habe. Das Röstaroma des Chili hat sich in dieser Zeit nach und nach intensiviert.

Fertig sah das Chili einfach nur super aus und die Gäste haben sich wahrhaft darauf gestürzt. Ich empfehle das Chili mit einer Scheibe herzhaftem Brot, frisch gehackten Chili, eventuell etwas Koriander, ein wenig Hot Sauce und einem kräftigen Schlag Creme Fraiche zu servieren…

chili brot dutch oven

Guten Appetit und eine schöne Party!

Zeitbedarf

Ca. idealerweise ca. 5 bis 6 Stunden, damit das Fleisch der Beinscheibe die ideale, zerfallende Textur bekommt. Mit 3-4 Stunden kommt man aber bei etwas mehr Biss auch hin.