Schlagwort-Archive: Messer

Opinel Outdoormesser Nr. 8

ocb-7227Wild Boys brauchen Messer! Deshalb gibt es jetzt bei mir das Opinel Outdoormesser Nr. 8.

OK – ob man wirklich ein Taschenmesser braucht sei dahin gestellt. Ich finde es auf jeden Fall praktisch immer eins dabei zu haben. Ob jetzt beim Radfahren, Urlaub oder beim Outdoor Cooking. Opinel Messer haben einen legendären Ruf und haben uns auch so schon als Allzweckmesser überzeugt. Die Outdoormesser sind noch nicht so lange erhältlich und unterschieden sich zu den klassischen Messern im Material der Griffschale. Und hier geht es auch direkt los: Mein Model hab ich mir in Blau geordert. Der Griff ist aus einem Polyamid-/Fiberglas-Material und hat eine Signalpfeife mit 110 dB integriert. Für mich ein wichtiges Feature wenn man im Wald unterwegs ist. Weiter zur Klinge. Diese hat im unterem Teil einen 3,5 cm langen Wellenschliff um einfacher Gurte und Seile zu kappen. Die Klinge ist aus modifiziertem, rostfreiem Sandvik Stahl 12C27 und lässt sich gut schärfen. Der Ausbruch ermöglicht es Schäkel mit 4-10 mm Durchmesser zu öffnen. Natürlich darf das Virobloc System nicht fehlen. Abgerundet wird alles mit einer kurzen Kordel am Griff. Hiermit hängt das Messer auch immer an meinem Schlüsselbund – wie gesagt, ein immer dabei Messer!

Burgvogel Werksbesichtigung

grill blog burgvogel messerGestern Nachmittag ging es mit Martin und Christian nach Solingen zur Firma Burgvogel. Eine Werks-besichtigung stand an. Viel zu früh stehen wir vor der Manufaktur und so warten wir noch etwas im Auto. Kurz vor Zwei geht es rein und Herr Bahns nimmt uns in Empfang. Nach einer kurzen Begrüßung geht’s dann auch direkt los mit dem Rundgang. Anhand zweier Beispielklingen, einer gestanzten und einer geschmiedeten, wird die Fertigung erklärt. Zusätzlich erfahren wir noch einige grundlegende Unterschiede dieser verschiedenen Messerarten. Nachdem der Rohling gefertigt ist, geht es weiter mit dem Schleifen der Grundform. Hierbei wird nur der Rücken der Klingen geschliffen, das allerdings von bis zu ca. 30 Stück auf ein mal.

Danach folgt der Erstschliff. Hier wird die Grundform in die Klinge geschliffen sowie die Grundschärfe erzeugt. Bei diesen beiden Produktionsschritten sind für jede Klingenform unterschiedliche Halter notwendig und die Maschinen müssen jedesmal neu eingestellt werden. Logisch das immer eine größere Zahl an Klingen gefertigt wird und teilweise in ein Zwischenlager kommt. Bis jetzt wurden die Klingen nur in Maschinen gespannt und bearbeitet. Doch jetzt kommt die Handarbeit. Die Griffschalen werden genietet, bzw. der einteilige Holzgriff wird geklebt. Nachdem die Griffschalen angepasst sind, geht es an den Feinschliff. An der Lamellen-Schleifscheibe wird geschliffen bis ein durchgängiger Grat an der Klinge ensteht. Dieser wird im nächsten Arbeitsschritt an der Polierscheibe weg poliert. Jetzt ist die Endschärfe erreicht. Nachdem das Logo aufgeätzt ist, gehen die Messer durch die Endkontrolle in den Verkauf.

Soweit so gut. Jetzt nachdem wir etwas schlauer sind was die Herstellung betrift geht es weiter zum Vertrieb. In unserem Fall passiert das über den kürzesten möglichen Auslieferungweg, auch bekannt als Werksverkauf. Tja, was soll man hier sagen, Messer über Messer, über Messer, große Exemplare, kleinere Versionen dieser, Beile,… ich denke ihr wisst was ich meine. Wir stöbern also etwas durch das Angebot, wobei Christian und ich es sowieso auf die Santokuklinge aus Carbonstahl abgesehen haben. In diversen Foren wird diese sehr gelobt. Am Ende gehen wir mit eben dieser Klinge aus dem Laden. In der Tasche war dann aber noch das Chefkochmesser und eine Fleischgabel. Alle drei Messer aus der neuen Oliva Line von Burgvogel, die wie der Name schon vermuten lässt mit Griffen aus Olivenholz auftrumpft. Martin hat sich mit einer Winkelpalette und der Fleischgabel begnügt.

Ein kurzer Test zuhause bestätigt unsere Entscheidung. Die Messer liegen gut in der Hand und überzeugen auch in der Schärfe. Nachdem wir die Messer ein paar mal ausgiebig benutzt haben, wird es noch ein kurzes Review geben.

 

Test Opinel Messer N°9 Carbone und N°7 Inox

Opinel Messer Taschenmesser Carbone InoxOpinel Messer haben mir immer schon sehr gut gefallen. Als auf der diesjährigen Abenteuer&Allrad-Messe Bastian’s Liebste mit einem Opinel N°7 inox in einer schönen Farbe im Camp auftauchte und dieses in Richtung von Judith mit einem „Die haben da auch eine Farbe, bei der ich  an dich denken musste.“ kommentierte, war meine Frau nach einem kurzen Schärfetest auch überzeugt. Sprich: Ich wurde ausgesandt meine Geldbörse zu holen um danach mit Ihr den Verkäufer der Opinel Messer zwecks käuflichen Erwerbens aufzusuchen. Als Judith dann aber ihr N°7 mit Klinge aus rostfreiem Stahl in der Farbe „Plum“ in den Händen hielt wurde ich doch etwas neidisch und so musste auch ein N°9 „carbone“ also mit rostender Klinge und Buchenholzgriff mit.

Opinel Messer N°7 inox

Opinel Messer Taschenmesser Größe 7Die größe N°7 ist mit 8 cm Klingen- und 10 cm Grifflänge ein bisschen größer als die „typischen“ kleinen Schweizer Taschenmesser. Also schon recht gut als Brotzeit-, Obst- oder Gemüsemesser zu gebrauchen. Der Griff kommt für große Männerhände schon etwas zierlich daher, so dass ich hier eher zu einem der größeren Modelle raten würde.

Die Inox (= rostfreie) Klinge besteht aus einer sehr hellen, glänzenden Stahllegierung, hat also nicht die typische gräuliche Färbung, die man von günstigem Tafelbesteck oder Küchenmessern kennt. – Wie nicht anders von Opinel zu erwarten, handelt es sich hierbei natürlich um einen rostfreien Klingenstahl. Das Inox-Messer schneidet alles was wir bisher an Lebensmitteln ausprobiert haben absolut ohne Probleme, so benötigen sogar Tomatenschalen nur leichten Druck.

Das Virobloc-System (Verriegelung der Klinge in offenem oder geschlossenen Zustand) sichert die Klinge zuverlässig und bei unserem Exemplar geht das Öffnen und Schließen leicht von der Hand. – Von Bastian haben wir allerdings gehört, dass dies anscheinend nicht bei allen Messern so ist.

Opinel Messer N°9 carbone

Opinel Messer Taschenmesser Größe 9Mein Messer, also das Modell mit rostender Klinge in Größe N°9, passt für mich von der Größe her wesentlich besser in die Hand. Die Klinge ist ca. 9 cm lang und der Griff 12 cm.

Die Klinge hat sich bisher als ziemlich schnitthaltig erwiesen. Wie auch für die rostfreie Klinge stellen Tomatenschalen keinerlei Problem dar. Auch durch ein Steak schneidet das Messer sowohl in rohem als auch gegrilltem Zustand gut. Auf eine angemessene Behandlung und Pflege ist bei diesem Messer allerdings zu achten. – Ganz besonders nach dem Kontakt mit sauren oder salzigen Speisen. Die rostende Klinge meines Messers hat sich mittlerweile recht schön Richtung Schwarz verfärbt, nach der Benutzung putze ich das Messer aber auch immer sorgfältig ab und gönne Ihm alle paar Wochen mal einen Ölfilm aus Speiseöl.

Rückblickend auf Schnitteigenschaften und Größe würde ich nach eingehender Diskussion mit Bastian dieses Messer als „Outdoor- und Camping-Steakmesser“ empfehlen. – Eine passende Gabel haben wir aber leider noch nicht gefunden.

Gesamtfazit

Also ich bin von den Opinel Messern echt begeistert: Schneiden gut, halten die Schärfe und haben ein elegantes, klassisches Aussehen ohne zu protziges Outdoor-Gehabe. Die nächsten auf meinem Wunschzettel sind die Opinel N°119 Santoku-Messer und das Küchenmesserset N°112 bis N°115. Ich finde, dass die Messer auch mit den günstigen Buchenholzgriffen einiges her machen und das Preis-/Leistungsverhältnis erscheint mir über jeden Zweifel erhaben. Ich denke, dass diese Messer sehr gut für Leute geignet sind, die gerne mal ein richtig scharfes Messer haben wollen, sich aber weder wirklich mit Messern auseinander setzen wollen, noch Unmengen von Geld für ein prestigeträchtiges Exemplar auszugeben bereit sind.

Zu viel Lob? Entschuldigung… die Messer sind halt gut. Außerdem bin ich ein Fan. ;-)