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Familientag

weber grill BBQ RindVatertag am Donnerstag und Muttertag am Sonntag, was soll man schenken, Blumen, Pralinen, Cognac oder doch was anderes? Oder man lädt seine Eltern einfach zu einem gemütlichen Essen ein. Für das Letzte habe ich mich dann entschieden. Nur was soll ich zubereiten? Es soll was leckeres Gegrilltes geben, also wurde das 2 KG Stück Roastbeef, welches ich noch im Tiefkühler hatte aufgetaut. Als Beilage wird es zwei Sorten Gemüse geben Grünen Spargel mit Bacon und Fenchel. Im Vorfeld hatte ich schon überlegt, wann ich zuletzt Fenchel gegessen hatte, als meine Eltern dann da waren sind wir zum Schluss gekommen, dass es sehr lange her ist, 17-23 Jahre mindestens. Mein Plan fürs Roastbeef war es indirekt schön langsam zuzubereiten, mit einer Rosmarin-Marinade. Um den Kugelgrill auf Temperatur zubekommen wurde Kohle von Jack Daniels genommen, diese war überraschend schnell durch geglüht, nach ca. 20 Minuten konnte gegrillt werden. Pünktlich um 17 Uhr waren meine Eltern da und ca. 30 min später konnten wir essen. Beim Grillen und Servieren wurden die Holzgrillzangen Greta und Gretchen, aus Buchenholz, von OZ-Goods verwendet. Das Fleisch und der Spargel waren ein Traum. Der Fenchel war nicht unser Fall, hat aber Potential und wird noch mal anders zubereitet. Als Nachtisch gab es dann Honigmelone mit Jamón de pata negra, Schinken von Eichelmastschwein. Es war einfach ein schöner Abend mit der Familie und mit gutem Essen, was will man mehr?

Pizza Grillabend

AbendPizzaThumbSchon länger habe ich das Rezept für einen Pizzateig hier rumliegen und nun sollte es in die Tat umgesetzt werden. Also erst einmal etwas einlesen und feststellen, dass man für ne schöne Pizza über 400°C schaffen sollte. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, wurde als Kohle die Weber Steak House ausgewählt. Diese sollte Unterstützung von Olivenholz bekommen, mal schauen ob der Plan aufgeht. Beim Einkaufen bin ich dann auf ein weiteres Problem gestoßen: Laut Rezept braucht man Mehl der Qualität „Tipo 00“. Ich konnte es in keinem Supermarkt finden, aber zum Glück führt die Metro dieses Mehl, genauso wie das Olivenholz. Die Gäste sollten zwischen 17 und 18 Uhr kommen. Laut Pizza Teig Rezept muss der Teig min. 6 Stunden ruhen und ca. 40 Minuten bearbeitet werden, also heißt es gegen 11 Uhr anzufangen den Teig vorzubereiten. Als der Teig seine letzte Ruhepause hatte, konnte man ihn beim Wachsen zusehen. Oh Mann geht der gut auf. – So gut, dass meine Schale fast zu klein wurde. In dieser Zeit wurde der Feldsalat gezupft und das Dressing vorbereitet.

Als gegen 17:30 Uhr die Gäste kamen, war der Pizza Teig bereit zum Vergrillen. Aber bevor wir damit starten konnten, mussten wir den Grill anwerfen. Zur Überraschung von Christian drückte ich ihm kein Feuerzeug oder Streichhölzer in die Hand, sondern eine Blechdose gefüllt mit einem Feuerstein und Zunderwolle. Nach ca. einer Minute brannte der Zunder und somit auch die Weber Grillanzünder. Nach dem die Steakhouse-Kohle gut durchgeglüht war, wurde sie in den Grill überführt und der Pizzastein für ca. 10 Minuten vorgeheizt. Nach den 10 Minuten legten wir ein großes und ein kleines Stück Olivenholz auf die Glut und bereiteten die Pizzen vor. Als wir zum Grill zurück kamen und den Deckel öffneten schlugen uns schon Flammen entgegen, genau so wie wir es haben wollten. Das Grilldeckelthermometer zeigt 50°C an… Ne, das kann nicht sein! Es sei den… Na logisch: Es ist einmal rum und steht somit auf ca. 400°C. Yes, der Plan ist aufgegangen und die Pizzen konnten auf den Grill. Nach weniger als 10 Minuten kamen die ersten zwei Pizzen auf den Tisch und sie waren Klasse. Kross, nicht verbrannt und einfach nur lecker! Bei der zweiten Fuhre Pizzen ist mir dann aufgefallen, dass der Feldsalat ja noch in der Küche steht. Das war knapp und der Salat nach ca. 10 Minuten leer… Muss der lecker gewesen sein. Zwischen zwei Blechen wurde immer etwas Olivenholz nachgelegt um die Temperatur oben und die Flammen in Gang zu halten. Nach dem dritten Blech Pizzen, also nach der sechsten Pizza waren wir alle gut gesättigt. Noch schnell den restlichen Teig als Pizzabrot gegrillt und dann ging es an den Nachtisch.

Als Nachtisch gab es Birnenspieße mit Karamellsauce an Eis. Auch diese Spieße wurde natürlich gegrillt und die Karamellsauce wurde in der Küche zubereitet. Dieser Nachtisch rundete den Abend perfekt ab… Noch genüsslich das Bier austrinken und den Abend ausklingen lassen.

Wenn ihr mich jetzt fragt, ob es meine beste Pizza war, muss ich wohl mit NEIN antworten. Warum? Ganz einfach: Sie gehört zu meinen Top 3 Pizzen. – Ob nun Platz 1, 2 oder 3 wüsste ich selbst nicht. Die anderen beiden habe ich in Nizza und New York City gegessen. Wie auch immer… Ich werde jetzt meine Pizza öfters selbst machen, denn selbst gemacht mit frischen Zutaten schmeckt es allemal besser als gekaufte Tiefkühlware.

 

Lustigerweise passt unsere Pizza genau zum Blog-Event von der Zorra, vom Blog 1x umrühren bitte aka Kochtopf, denn das Thema ist… PIZZA. Dieses Blog-Event wird zusammen mit Luna’s Philosophy ausgerichtet.
Und wir lieben PIZZA!
Blog-Event LXXXVI - We ♥ Pizza (Einsendeschluss 15. April 2013)

Pizza aus dem Grill

Pizza: Jeder kennt sie, die meisten mögen sie, einige lieben sie und nur wenige hasse sie. Meine besten Pizzen hatte ich bisher in Nizza und New York, die hier in Deutschland konnten mich bis jetzt nicht überzeugen. Darum folgte nun die Entscheidung sie selbst zu machen und dieses Rezept. .- Eins noch schnell vorweg: Haltet eure Hände, Schüsseln und das Arbeitsgerät immer gut gemehlt.

Zutaten für den Pizzateig: (für ca. 4-5 Personen)

  • 0,6 L kaltes Wasser
  • 1000 g Mehl Tipo 00
  • 10 g Salz
  • 4 g frische Hefe

Zutaten für den Belag:

  • 1 Dose Tomaten
  • etwas Salz
  • etwas Pfeffer
  • etwas frischen Oregano
  • frisches Basilikum
  • 300g Büffelmozzarella

Utensilien:

  • 2 große Schüsseln
  • Holzbrett groß
  • Teigspatel
  • Frischhaltefolie
  • tiefes Backblech oder ähnliches
  • Grill mit Pizzastein

Zubereitung:

  1. Das Wasser in eine Schüssel geben und die Hefe dazu bröseln. Unter gelegentlichem Rühren abwarten bis sich die Hefe gelöst hat. Dies dauert ca. 20 Minuten. Danach kann unter stetigem Kneten langsam das Mehl dazu gegeben werden. Es muss solange geknetet werden bis der Teig glatt ist. Jetzt kann das Salz dazu gegeben werden und noch fünf Minuten weiter geknetet werden um das Salz optimal zu verteilen. 
  2. Den Teig nun auf das Holzbrett geben. Unter Zuhilfenahme der Fäuste wird der Teig flach gedrückt, dann hochgehoben, gefaltet und wieder flach gedrückt. Diese schweißtreibende Prozedur wird 25 Minuten lang wiederholt. Danach wird der Teig zu einer Kugel geformt und in einer großen verschlossenen Schüssel bei ca. 25° C  60 Minuten lang ruhen gelassen.
    Pizzakugel
  3. Nach diesen 60 Minuten kommt die Kugel zurück auf das Holzbrett. Jetzt wird die Kugel in 6-8 kleinere Kugeln zerteilt. Diese Kugeln kommen, mit genügend Platz zwischen ihnen, auf das Backblech. Das Backblech wird nun luftdicht mit der Frischhaltefolie abgedeckt und bei ca. 25° C. für 5-10 Stunden ruhen gelassen.
    Hier seht ihr die Kugeln vor dem ruhen.Hier seht ihr die Kugeln nach 6 Stunden.
  4. Kurz vor Ende der Ruhzeit kann man schon mal den Grill anheizen unsere Lösung dazu findet ihr im Bericht zum Pizza AbendDesweiteren ist es nun an der Zeit die Tomatensauce zuzubereiten: Man schüttet den Inhalt der Dose in eine Schüssel und gibt das Salz, den Pfeffer und das Oregano dazu.
  5. Wenn die Zeit um ist oder die Gäste da sind, wird der Teig ausgepackt und einzeln und behutsam ohne ihn zu viel zu berühren auf das Holzbrett gelegt. Die Kugeln werden mit viel Gefühl flach gedrückt und die Gärgase zum Rand hin gedrückt. KEIN Nudelholz nutzen und den Teig nicht mehr kneten, sondern ihn behutsam zur Pizza formen.
  6. Nun wird der Pizza-Rohling mit etwa einem Esslöffel Tomatensauce dünn bestrichen, auf den vorgeheizten Grill gelegt und der Deckel geschlossen. Nach ca. 3-5 Minuten kann der Deckel geöffnet werden und die Pizza mit dem Rest belegt werden. Bei uns war es Büffelmozzarella und Basilikum. Nach weiteren 3-5 Minuten ist die Pizza fertig.
  7. Buon appetito!
    Lasst es euch schmecken!

Tipps:

  • Nutze keine Maschinen 
  • Nie das Salz im Hefewasser lösen! Immer zuerst das Mehl dazu geben, sonst arbeitet die Hefe nicht richtig.
  • In den Ruhephasen nicht spinxen, sonst fällt alles in sich zusammen.
  • Der Teig muss mindestens fünf Stunden ruhen, am besten ist er wenn er 8-10 Stunden ruhen durfte. Aber nach 15 Stunden ist er nur noch was für die Mülltonne!
  • Eine Runde Pizza schmeckt genau so gut wie eine ovale oder fast Runde Pizza.
  • Eine richtiger Pizzaofen arbeitet mit fast 500° C!

Fazit:

Ja es hört sich nach viel Arbeit an. Aber es lohnt sich auf jeden Fall.

Zeitbedarf:

ca. 50 Minuten Arbeit und 6-10 Stunden Ruhen lassen.

Schwierigkeitsgrad: