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Steinzeiternährung, Paleo Diet, 30 Tage Test

Einige von euch werden schon von der neuen „Diät“ gehört haben, die Paleo „Diät“. Eins vorweg, es handelt sich nicht um eine Diät, sondern um eine Ernährungsform, wie zum Beispiel vegetarisch oder vegan.

Die Steinzeiternährung orientiert sich an der Ernährung der Altsteinzeit, der Sammler und Jäger. Auch heute leben noch einige Naturvölker so, z.B. die Inuit, Pygmäen oder San nach diesem Prinzip

Grundlage von Paleo:

Bei dieser Art der Ernährung sind Obst, Gemüse, Fette, Fleisch, Eier, Fisch, Meeresfrüchte, Nüsse, Kräuter und Gewürze erlaubt. Als Getränke sind Wasser, ungesüßter Tee und Kokoswasser erlaubt. Der Kaffeekonsum sollte minimiert werden *HEUL*

Verboten sind Milchprodukte, Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Zucker, künstliche Süßstoffe, Süßigkeiten, raffinierte Pflanzenfette/-öle, künstliche Zusatzstoffe und Lebensmittel in diesen so was enthalten ist. Also Softdrinks, verarbeitetes Fleisch und Ähnliches.

Aber es gibt auch einige Ausnahmen wie Honig, Ahornsirup, Ghee (geklärte Butter), grüne Bohnen, Zuckerschoten, Essig und Gläser oder Konserven mit Oliven, Tomaten oder Kokosmilch, solange keine Zusatzstoffe enthalten sind.

Anhand der verbotenen Liste lässt sich schon mal sagen, dass die Paleo- Ernährung Gluten- und Laktosefrei ist. Sie ist aber keine klassische Low Carb Ernährung.

Der Paleo Selbstversuch

Wir, das bin ich, Martin und meine Freundin, werden uns dem 30 Tage Test stellen. Wir werden 30 Tage lang nach den „Regeln“ leben und sind jetzt dabei alles was nicht passt aus der Küche und der Wohnung zu verbannen. Aber wegwerfen werden wir keine Lebensmittel. Um uns ein wenig in die Materie einzulesen haben wir uns das Buch Paleo Power for Life gekauft.
Paleo Power for fit
Nach dem einlesen war uns klar, dass viele neue Zutaten in die Küche müssen. Es fehlten unter anderem Kokosmehl, Mandelmilch, Kokoswasser, Kokoscreme, Kokosfett/-öl, Ghee, Chia Samen und so weiter. Einige der Zutaten haben wir im Hollandurlaub dort im Supermarkt bekommen.Bei uns muss man wohl ins Reformhaus oder auf das Internet zurückgreifen.

Der Essensplan für die erste Woche steht auch schon, sodass wir heute mit unserem 30 Tage Test starten können. Ich werden euch einige Rezepte vorstellen und unsere Erfahrungen berichten.

Zum Glück ist ein gutes Steak erlaubt ;-)

Ein Rezept für „etwas“ andere Burgerbrötchen: Oopsie Buns

Mein OCB-Kollege Bastian hat irgendwann mal das FZRV™ als Messgröße für Burger eingeführt. – Das „Fleisch zu Rest“-Verhältnis gibt an, wie viel Fleisch ein Burger im Verhältnis zum Beiwerk wie Brötchen, Salat, Käse, Sauce und sonstigen Bestandteilen hat.

Natürlich kommt es bei einem Burger nicht nur auf das Fleisch, sondern auf ein rundes geschmackliches Gesamtbild an… sonst könnte man ja auch eine Frikadelle essen. ;-) Manchmal, insbesondere wenn man sehr hochwertiges und interessantes Fleisch für die Burger Patties verwendet hat, möchte man aber doch, dass das Fleisch sehr gut herauszuschmecken ist.

Hier die Lösung: Das Oopsie Burger Bun!

Die Oopsie Buns sind so dünn, dass man für einen Burger zwei Stück benötigt. Und nicht nur das, sie sind auch noch glutenfrei bzw. absolut mehlfrei und bestehen im Prinzip nur aus Ei und Frischkäse… Schräge Sache, oder? – Die Buns schmecken aber absolut klasse und sind zusammen mit Patties vom Black Angus Rind bei unseren Gästen super angekommen.

Zutaten (für 8 Oopsies = 4 Burger)

  • 4 Eier (Größe L)
  • 140 g Frischkäse
  • etwas Salz
  • etwas Sesam
  • Kreativität

Zubereitung

burgerbrötchen glutenfrei rezept low carb diät fitnessDie Eier werden getrennt und das Eiweiß zusammen mit einer Prise Salz sehr steif geschlagen. Die Eigelb werden mit dem Frischkäse verquirlt und dann das Eiweiß vorsichtig untergehoben. Bei der Eigelbmasse kann man übrigens richtig kreativ werden: Zerstoßene Senfkörner, Kräuter,  Bacon-Krümel, gehackte Nüsse… egal: Mixt rein was euch schmeckt und zum Konzept des Burgers passt. Ich habe mich beim letzten Mal für etwas Hanfkern-Salz entschieden… keine schlechte Wahl.

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Der Teig wird dann mit einem Löffel auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche verteilt. Wichtig ist hierbei, dass die „Teigflecken“ schon ca. den passenden Durchmesser haben, denn beim Backen ändert sich das Volumen kaum. Nach 20 bis 25 Minuten im auf 150 °C vorgeheizten Backofen sind die Buns fertig gebacken und sollten am besten auf einem Rost auskühlen.

Viel Spaß beim Komplettieren eurer außergewöhnlichen Burger!

Zeitbedarf

Ca. 30 Minuten inklusive Backzeit

Hummus

Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn und andere verwenden ihn zum pflanzen, Hummus. Nein ich meine hier nicht die gute Erde, welche jeder Hobbygärtner liebt. Ich meine hier Kichererbesenmus, der aus dem Nahen Osten kommt.

Utensilien:

  • Mixer
  • Kochtopf
  • Herd, oder ähnliches ;-) ja ein Gaskocher geht auch

Zutaten (für ca. 2 Portionen):

  • 120g Kichererbsen
  • 1 Zehe Asiatischer Knoblauch
  • Olivenöl
  • 1,5 EL Sesampaste (Tahin)
  • 1-2 Zitronen
  • etwas Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Pul Biber, Chili Flocken
  • 1/2 TL Paprika Pulver süß
  • 1/2 Bund Petersilie
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Die Kichererbsen werden 12-16 Stunden eingeweicht, in Wasser.
Dann müssen sie ca. 45 min weich gekocht werden, das Wasser wird abgegossen, Wasser auffangen, und die Kichererbsen werden zusammen mit allem, bis auf den Zitronen und dem Tahin, im Mixer püriert. Die Masse wird mit dem Kochwasser cremig gemixt. Danach werden die Zitronen ausgepresst und der Saft zusammen mit dem Tahin untergerührt. Noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann ab in den Kühlschrank damit.

Zum Hummus wird dünnes Fladenbrot gereicht.