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Slow Food Messe in Stuttgart: Markt des guten Geschmacks

slow food messe olivenol essig fleisch grillblog jordanVom 11. bis zum 14.04.2013 fand in Stuttgart die Slow Food Messe unter dem Motto „Markt des guten Geschmacks“ statt.

Da meine beiden Blogger-Kollegen Bastian und Martin verhindert waren, habe ich mich am letzten Freitag leider allein unter Verwendung eines Urlaubstages um ca. 5:40h morgens auf den Weg nach Stuttgart gemacht, um über dieses Event berichten zu können. Vier Stunden Fahrt und zwei Kaffeepausen später trudelte ich dann auch im Messe-Parkhaus ein und machte mich erstmal auf den Weg meine Akkreditierung zu bekommen.

messe slow food essen genuss grill blog otto gourmet jordan olivenolIn den Messehallen angekommen wurde ich direkt vom Stand des Slow Food Deutschland e.V. empfangen, hinter dem sich dann die ganzen Stände mit den leckeren Sachen aufreihten.

Wenn man mich jetzt nach einem Schwerpunkt der Messe fragen würde, wäre meine Antwort: „Öl, Essig und Gewürze“. – Schön, denn das sind allesamt für unser Blog sehr interessante Themen. Es gab auch viele Aussteller von Schinken und Wurstwaren, die zwar alle sehr lecker waren, aber aus der OCB-Perspektive eher weniger relevant.

Leckere Gewürze

gewurze grillen verand ceylon spice corporation grillblogIn Sachen Gewürze hat mich ganz besonders das Sortiment der Ceylon Spice Corporation angesprochen. Shamara Perera hat mir hier einige Gewürze gezeigt, die ich bisher noch nie verwendet oder sogar noch nie davon gehört habe. – Tipps zur Verwendung inklusive. Mein Highlight: Pandanusblätter… ein Geruch bzw. Geschmack, den ich als eher unterschwellige Note aus der asiatischen Gastronomie kenne, aber bisher nicht wusste um was es sich handelt. Auch die „Black Curry“-Gewürzmischung hat mir sehr gut gefallen.

hennes finest köln pfeffer kampot edel grillblogHochwertigen Pfeffer konnte ich bei Hennes‘ Finest probieren. – Drei Varietäten hat Hennes‘ Finest im Angebot: Je einen schwarzen, roten und weißen Kampot Pfeffer. Besonders gut gefallen hat mir hier der rote Kampot Peffer. Das Aroma dieses außergewöhnlichen Pfeffers passt gut zu Fisch, Schwein, Wild und besonders auch als Dessert-Pfeffer. An diesem Stand hatte ich auch das erste mal die Gelegenheit den praktischen Skeppshult Mörser in Aktion zu erleben (und gedanklich auf meine Wunschliste zu setzen).

pepperworldhotshop scharf hot chili gewurze grillen rub bbq blogUnserer grill-affinen Leserschaft bestimmt schon ein Begriff ist die Firma PepperPark bzw. deren Online-Auftritt Pepperworld Hot Shop. Hier gab es ein wirklich breites Sortiment an Hot Sauces, Rubs, Chili-Produkten und sonstigen heißen Gewürzen zu bestaunen und auch zu verkosten.

Essig und Öl

jordan olivenöl slow food grillen open bbq grillblogOk, wenn man einen Blick in die Seitenleiste unseres Blogs wirft, sieht man, dass mir Jordan Olivenöl auch vor der Messe schon ein Begriff war, denn wenn es um Olivenöl geht, kann ich persönlich die Produkte der Firma Jordan nur empfehlen. – Ich kenne kein anderes Öl mit einem derart guten Preis-/Leistungsverhältnis. Wir haben im letzten Monate eine große Querverkostung verschiedener Olivenöle gemacht und selbst deutlich teurere Öle kamen nicht an den feinen, frischen Geschmack des Jordan Olivenöls heran.

essig verkostung balsamico grillenViele kleine Stände, die (zum Teil sehr) hochwertigen Essig im Angebot hatten, waren natürlich auch im Programm. Vom ganz klassischen Balsamico über guten Frucht- und Obstessig bis hin zu gewagteren Produkten war so einiges zu bewundern und verkosten. Ich habe mir von der Messe einen Erdbeer-Essig mitgenommen und vom Verkäufer ein paar interessante Rezept-Tipps dazubekommen… unter anderem einen sehr lecker klingenden fruchtig-herzhaften Erdbeersalat, den ich bei einem sommerlichen Grillevent unbedingt ausprobieren möchte.

Und sonst so?

limpburger weideochse grillen steak blogEin tolles Event auf der Messe war die Versteigerung eines ca. 24 kg schweren Rinderrückens vom Limpburger Weideochsen. – Natürlich trockengereift. Daraus ließen sich mit Sicherheit ein paar sehr nette Steaks schneiden… als ich am Freitag vor Ort war, stand das Gebot bei 430€. Da die Steaks (dry-aged Rib Eye vom Irish Hereford) für das sonntägliche Grillen schon beschafft waren, habe ich bei der Versteigerung aber lieber gepasst. ;-)

slow food seltenes altes gemüseSehr interessant fand ich auch die diversen Messestände, die seltene, ungewöhnliche und/oder „alte“ Gemüse- oder Getreidesorten vorgestellt haben. – Wie die auf dem Foto zu sehende violette Kartoffel, die wieder stark in Mode kommenden Bamberger Hörnchen, fast schon in  Vergessenheit geratene heimische Wurzelgemüse oder auch einfach sehr hochwertige und außergewöhnliche Reissorten, wie zum Beispiel bei Lotao.

brennerei rabel whisky deutschGetränke und Spiritousen wurden ebenfalls zahlreich angeboten. – Von Bio-Limonaden über Fair Trade Kaffee und Wein bis hin zu Whisky. Bei Letzterem hat mich bei der Verkostung vor allem der „Owen – Alb-Dinkel„, ein aus schwäbischem Dinkel hergestellter und sechs Jahre lang gereifter Whisky der Brennerei Rabel überzeugt.

Kurz nach 17:00h habe ich mit vielen neuen Eindrücken, ziemlich angestrengt und wohl gesättigt den langen Rückweg ins Rheinland angetreten. Dabei haben dann allerdings zuerst im Stau meine Nerven und später bei schnellerer Fahrt die Frontscheibe meines Autos das Zeitliche gesegnet. ;-) Ich hoffe meine kleine Foto-Strecke hat euch gefallen und kann einen kleinen Eindruck von der Slow Food Messe in Stuttgart vermitteln.

War jemand von euch ebenfalls auf der Messe? – Wie hat es euch gefallen?

Grillblog Christian

FOOD-O-GRAFIE #1 | ein kurzer Blick hinter die Kulissen

food-o-grafie 2013 - #1 Kamera Ausrüstung (Einsendeschluss 28.02.2013)Zorra vom „kochtopf“ ruft mit dem Event FOOD-O-GRAFIE auf ihrem Blog dazu auf, einen Blick auf unser Kameraequipment preis zu geben. Die Idee gefällt mir und so sitze ich jetzt hier und verfasse für euch diese Zusammenfassung. – Womit wir vom Oudoor-Cooking-Blog unsere Kocherlebnisse in digitaler Form festhalten, um sie später hier zu präsentieren. Warum nur eine Zusammenfassung? Eigentlich ist die Fotografie ja recht einfach, man nimmt seine Kamera und macht sein Foto, beachtet dabei den Bildausschnitt und die Komposition der Objekte und sorgt für gutes Licht. Klingt ja so recht einfach und für den geübten Fotografen ist es das auch. Allerdings gibt es auf dem Weg dahin viele, stellenweise winzige Dinge zu beachten. Und selbst ein ausgelernter Fotograf der seit 25 Jahren nix anderes macht, lernt jeden Tag etwas dazu. An dieser Stelle möchte ich denjenigen, die mehr als nur ihr Essen knipsen wollen, empfehlen sich ein Buch zum Thema Foodfotografie anzuschaffen. Aber in diesem Artikel zu dem Zorra aufgerufen hat, soll es um die Kamera gehen.

Was besonders interessiert:

  • Welches Modell ist im Einsatz?
  • Wurde es speziell für Food-Fotografie zugelegt?
  • Welches sind die Vor- und Nachteile des Modells?
  • Entspricht es euren Anforderungen?
  • Würdet ihr das Modell wieder kaufen?
  • Welche ist eure Traumkamera?
  • Technische Daten, wie Sensor-Grösse, Megapixel, ISO, Video, WLAN etc. sind ebenfalls interessant.

DSLR- und Kompakt-Systemkamera-Besitzer:

  • Welche Objektive besitzt ihr?
  • Falls mehrere welches ist euer liebstes Objektiv für Foodfotos und warum?

Ok, gehen wir mal ein paar Jahre zurück, als ich eine DSLR haben wollte. Ich hatte im Studium alles Geld zusammen gekratzt, um mir eine Canon 10D zu kaufen und ein EF 24-85mm f3.5-4.5 usm Objektiv. Im Laufe der Zeit folgte dann eine Canon 30D und zu guter letzt dann vor ein paar Jahren die Canon 5D. Natürlich hat sich bis zu diesem Zeitpunkt auch der Objektivpark geändert. Ein 16mm Fisheye, EF 16-35mm f2.8, EF 50mm f1.8, EF 28-75mm f2.8 und ein EF 70-200mm f2.8. Dazu noch dies und das an Equipment wie Kompaktblitze, Studioblitze, Stative, Taschen, Koffer, etc. – Normalerweise fotografiere ich im People-Bereich und meine Ausrüstung ist auch für mich dahingehend optimiert.

Warum die 5D mit den Folgen der ganzen „teureren“ EF Objektive die man braucht ? Nun ja, seit der Ausbildung liebe ich den großen vollformatigen Sensor und möchte mit nichts kleinerem mehr Arbeiten. Die Farben, Schärfe und vor allen die geringe Tiefenschärfe haben es mir angetan. Diese Investition habe ich nie bereut. Als nächstes wird vermutlich eine Canon 5DmkIII ins Haus kommen. Ein Traum wäre die 1Dx! Das Objektiv, was am meisten zum Einsatz kommt, ist das Tamron 28-75mm. Es hat den Zusatz-Makro, was bei diesem Objektiv allerdings nur bedeutet, dass es eine geringere Naheinstellgrenze hat und es mir ermöglicht näher an mein Motiv/Objekt zu kommen. Richtige Makroobjektive sind nur für den Nahbereich berechnet und nur als Festbrennweiten zu bekommen. Vermutlich wird da auch noch die ein oder andere Festbrennweite ins Haus flattern, die lassen sich ja auch gut für ein Portrait nutzen.

Eigentlich würde ich jetzt gerne noch etwas über Licht und Bildaufbau reden, aber Zora lässt durchblicken das es wohl noch mehrere Teile geben soll, in denen dann auf genau diese Themen eingegangen wird. Also braucht ihr hier etwas Geduld.

Allerdings sind nicht alle Bilder hier auf dem Blog mit meiner Canon 5D entstanden. Martin arbeitet mit einer 600D und Christian noch mit einer Panasonic Kompaktkamera. Einge der Bilder hier sind auch mit dem iPhone bzw. Handy entstanden. Das passiert immer dann, wenn wir eigentlich nur etwas gemütlich grillen wollen, es aber dann doch wieder ausufert. Die beste Kamera ist halt die, die man dabei hat – in diesem Sinne benutzt was ihr zur Verfügung habt und zeigt der Welt, dass es nicht die Ausrüstung ist die ein gutes Bild macht!

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Canon 5D | ISO800 | 1/125sec | 75mm | f2.8 | Blitz indirekt an die Decke | AV Modus

Das Essen ist so vom Grill gekommen und auf den Tisch gewandert. Klar achtet man schon etwas auf die Anordnung, aber man will ja auch noch warm essen.

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Canon 5D | ISO800 | 1/125sec | 75mm | f2.8 | Blitz indirekt an die Hauswand | AV Modus

Fokusiert auf den hinteren Rand vom Fleisch. Schöner Verlauf der Unschärfe, aber dennoch genug um das Grillrost und die Kartoffeln zu erkennen. Dank dem Blitzlicht als Aufheller kann man die Glut gut erkennen.

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Canon 5D | ISO1600 | 1/100sec | 200mm | f4.5 | Blitz indirekt über Decke | AV Modus

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Canon 5D | ISO800 | 1/100sec | 75mm | f2.8 |  AV Modus | +1/3 EV | Licht wie in der Küche vorhanden plus Aufheller von Links

Für mich entstehen die Bilder unserer Gerichte die wir hier zeigen eher aus einer Reportage heraus. Wir haben dabei immer einen gemütlichen Abend und die Fotos sind eher ein Beiwerk. Dabei drücke ich bei einigen Sachen schon mal ein Auge zu. Kein Stativ, hohe ISO Werte nur mal so als Beispiel. Wenn man viel Zeit mitbringt und nicht unbedingt wert darauf legt warm zu essen, kann man bei der Bildkomposition genauer arbeiten und holt dann wirklich das beste aus seiner Kamera und dem Motiv heraus.

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Canon 5D | ISO50 | 1/160sec | 100mm | f20 | Blitzanlage im Studio | M Modus | Stativ

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Canon 5D | ISO50 | 1/120sec | 100mm | f20 | Blitzanlage im Studio | M Modus | Stativ

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Canon 5D | ISO100 | 1/160sec | 100mm | f22 | Blitzanlage im Studio | M Modus | Stativ

Wie oben schon angesprochen nützt einem die beste Ausrüstung nichts wenn man sie nicht dabei hat. So entsteht auch schon mal das ein oder andere Foto mit dem Handy, das hat ja fast jeder immer dabei. Ich bearbeite fast alle Foodbilder vom iPhone, die auf das Blog kommen, mit Instagram.

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Natürlich kann man mit seiner Kamera auch andere Motive festhalten. Darauf will ich hier, es geht ja ums Essen, nicht weiter eingehen. Unter Fotograf-Leverkusen könnt ihr euch dazu noch passendes Bildmaterial anschauen. Was bleibt jetzt noch zu sagen? Schnappt euch ein paar Zeitungen oder Bücher, schaut euch die Aufnahmen dort an, studiert Licht und Bildmotiv und ihr werdet merken das eure Bilder mit der Zeit immer besser werden…

Burgvogel Werksbesichtigung

grill blog burgvogel messerGestern Nachmittag ging es mit Martin und Christian nach Solingen zur Firma Burgvogel. Eine Werks-besichtigung stand an. Viel zu früh stehen wir vor der Manufaktur und so warten wir noch etwas im Auto. Kurz vor Zwei geht es rein und Herr Bahns nimmt uns in Empfang. Nach einer kurzen Begrüßung geht’s dann auch direkt los mit dem Rundgang. Anhand zweier Beispielklingen, einer gestanzten und einer geschmiedeten, wird die Fertigung erklärt. Zusätzlich erfahren wir noch einige grundlegende Unterschiede dieser verschiedenen Messerarten. Nachdem der Rohling gefertigt ist, geht es weiter mit dem Schleifen der Grundform. Hierbei wird nur der Rücken der Klingen geschliffen, das allerdings von bis zu ca. 30 Stück auf ein mal.

Danach folgt der Erstschliff. Hier wird die Grundform in die Klinge geschliffen sowie die Grundschärfe erzeugt. Bei diesen beiden Produktionsschritten sind für jede Klingenform unterschiedliche Halter notwendig und die Maschinen müssen jedesmal neu eingestellt werden. Logisch das immer eine größere Zahl an Klingen gefertigt wird und teilweise in ein Zwischenlager kommt. Bis jetzt wurden die Klingen nur in Maschinen gespannt und bearbeitet. Doch jetzt kommt die Handarbeit. Die Griffschalen werden genietet, bzw. der einteilige Holzgriff wird geklebt. Nachdem die Griffschalen angepasst sind, geht es an den Feinschliff. An der Lamellen-Schleifscheibe wird geschliffen bis ein durchgängiger Grat an der Klinge ensteht. Dieser wird im nächsten Arbeitsschritt an der Polierscheibe weg poliert. Jetzt ist die Endschärfe erreicht. Nachdem das Logo aufgeätzt ist, gehen die Messer durch die Endkontrolle in den Verkauf.

Soweit so gut. Jetzt nachdem wir etwas schlauer sind was die Herstellung betrift geht es weiter zum Vertrieb. In unserem Fall passiert das über den kürzesten möglichen Auslieferungweg, auch bekannt als Werksverkauf. Tja, was soll man hier sagen, Messer über Messer, über Messer, große Exemplare, kleinere Versionen dieser, Beile,… ich denke ihr wisst was ich meine. Wir stöbern also etwas durch das Angebot, wobei Christian und ich es sowieso auf die Santokuklinge aus Carbonstahl abgesehen haben. In diversen Foren wird diese sehr gelobt. Am Ende gehen wir mit eben dieser Klinge aus dem Laden. In der Tasche war dann aber noch das Chefkochmesser und eine Fleischgabel. Alle drei Messer aus der neuen Oliva Line von Burgvogel, die wie der Name schon vermuten lässt mit Griffen aus Olivenholz auftrumpft. Martin hat sich mit einer Winkelpalette und der Fleischgabel begnügt.

Ein kurzer Test zuhause bestätigt unsere Entscheidung. Die Messer liegen gut in der Hand und überzeugen auch in der Schärfe. Nachdem wir die Messer ein paar mal ausgiebig benutzt haben, wird es noch ein kurzes Review geben.