Schlagwort-Archive: Dutch Oven

Winterzeit ist „Dutch Oven“-Zeit

Das Wetter wird draußen ja zusehens nasser, kälter, windiger und ungemütlicher… nichts was das Outdoor-Cooking-Blog-Team davon abhalten würde außerhalb von beheizten und geschlossenen Räumen zu kochen. – Wir überdenken höchstens unsere Methoden und Rezepte: So kommt zum Beispiel an kalten Wintertagen auch mal so etwas wie ein Bratapfel in Frage.

Eine tolle Alternative zum Grillen ist, vor allem wenn es langsam zugig wird, der Dutch Oven. Dieses Gerät wird auch Camp Oven oder Chuck Wagon Oven genannt und ist ein dreibeiniges Gefäß aus Gusseisen, das unter diesen Namen in den USA und in Australien seit dem 18. Jahrhundert zum Kochen, Braten und Backen über offenem Feuer verwendet wurde, weil es in diesen Ländern lange Zeit weder geschlossene Herdstellen noch Backöfen gab. Wildwest- oder Outback-Romantik pur.

Der Dutch Oven kann ganz einfach als Koch- oder Schmortopf eingesetzt werden, ist aber auch ein idealer Backofen-Ersatz für die Outdoor-Küche. – Betrieben wird der Dutch Oven entweder einfach am/im Lagerfeuer oder aber mit Grillbriketts, die unter den Topf und auf den Deckel gelegt werden. Diese Variante ist vor allem, wenn man den Dutch Oven als Backofen verwenden möchte, die erste Wahl.

Dutch Oven gibt es aktuell in Deutschland unproblematisch in Größen zwischen 0,7 l und 12 l Inhalt zu erwerben. Das bekannteste Modell ist wohl der sogenannte 12er (also ein Dutch Oven mit einem Durchmesser von 12″ = 30cm) und 6 Litern Inhalt. Ebenfalls sehr beliebt ist der kleinste erhältliche Dutch Oven mit 0,7 l Inhalt.

Zu klassischen Gerichten, die man gut im Dutch Oven zubereiten kann, gehören Schichtfleisch, Kartoffelgratin, Chili con carne, Eintöpfe, Brot und Gebäck. Im kleinen 0,7er-Dutch Oven bieten sich vor allem leckere Bratäpfel mit Rosinen und Mandeln an: Einfach Kerngehäuse entfernen, ein paar leckere Zutaten wie Butter, Rosinen, Mandeln und Zimt dazu… für insgesamt 40 Minuten in den Dutch Oven und fertig ist der süße Snack.

Aktuell befindet sich in unserem Fundus noch kein Dutch Oven, aber zumindest ich habe es läuten gehört, dass evtl. etwas in der Richtung unter dem Weihnachtsbaum liegen könnte. – Ideal, denn direkt am zweiten Weihnachtstag geht es in die Abgelegenheit der Schwedischen Winterwälder: Die perfekte Gelegenheit euch mit ein paar Berichten Lust aufs DOpfen (wie man das Kochen im Dutch Oven auch nennt) zu machen.