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OCB goes camping: Keine Party – again

IMG_0873Wer gerne reist oder viel Zeit draußen verbringt, den zieht es unwillkürlich immer wieder raus in die Welt. Bei mir ist es aktuell Fernweh, doch der nächste planmäßige Urlaub steht erst nächstes Jahr an. Was also tun? Richtig, jede Chance nutzen um dem Alltag zu entfliehen. Ein paar SMS später ist alles geklärt. Martin und Marco haben Zeit und kommen mit.ocb camping-0834

Wir treffen uns um 12:00 am örtlichem Mc Donalds und bei einem Kaffee besprechen wir wie wir am besten in die Eifel fahren. Autobahn bis Frechen und von da gemütlich über Land zum Rursee. Das Wetter verspricht zwar keinen Sonnenschein, aber regnen solls auch nicht. Dort angekommen wandern wir ans Ufer runter und gönnen uns einen weiteren Kaffee. Gegen halb Vier schlagen wir am Lagerplatz auf und machen uns dort breit. Der Toyota ist schnell aufgebaut und so helfe ich Martin noch etwas bei seinem Dachzelt.ocb camping-0841

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Zügig mache ich mich an mein Brot. Ich versuche es heute mit der Umluftmethode im Dutch Oven. Dabei wird ein weiterer Kessel mit Abstandhaltern in den DO gesetzt und der wandert dann ganz regulär auf dem Kocher. Vorteil ist das man nicht mit Kohle hantieren muss. Durch die Isolation wird der innere Topf nur mit warmer Luft umgeben. Bis auf die Tatsache das meine Teig nicht auf gegangen ist hat es wunderbar geklappt.Dies lag jedoch an dr vorherigen nicht so warmen Lagerung desselbigen.

ocb camping-0847Wir haben als Snack noch Milchreis mit Erdbeeren geplant. Im Kelly Kettle kochen wir CO2 neutral mit Holz  das Wasser. Zum Kelly Kettle folgt noch ein ausführlicher Bericht. Daher jetzt nur soviel – ich liebe diesen Wasserkocher! Im Primus Gourmet 2,9 Liter Edelstahltopf rühren wir den Milchreis an. Wasser zum Milchreis? Die Frage ist berechtig. Wir haben zusätzlich zum Zehn-Minuten-Reis Milchpulver gerührt und kommen deswegen mit Wasser aus. Nach zehn Minuten, oder waren es zwölf, lassen wir uns den Milchreis mit frischen Erdbeeren schmecken.

ocb camping-8883ocb camping-8888Bis zum Abend haben wir insgesamt drei Liter Wasser gekocht. Die anderen zwei haben wir für den Kaffee gebraucht. Dieser Tütenkaffee ist schon ganz nett ;-)

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Zum Abend hin gab es dann Würstchen vom Grill mit Kartoffelsalat. Gegrillt wird auf einem runtergebrannten Lagerfeuer auf dem Grilliput Grill. Für mich ist das eine sehr entspannende Art und Weise zu Grillen. Es ist nicht so direkt vorherzusagen das die Kohle in 25 Minuten durchgezogen ist und das Essen in weiteren zehn MInuten dann fertig. So sitzt man erstmal am Feuer rum, quatscht und trinkt und wenn das Essen dann fertig ist freut man sich irgendwie mehr. Auch ,dass das Grillergebniss nicht immer zu 100% perfekt und reproduzierbar ist, ja dieses Ungewisse macht für mich viel aus. Der Abend endet am Lagerfeuer mit Eierlikör und Rum mit Cola gegen 01:00 Uhr.

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Am Vormittag geht es wieder gemütlich zurück nach Hause. Die meiste Zeit haben wir jetzt Regen. Aber was solls, es war wieder ein toller kurzer Trip mit Freunden!

Backen im Dutch Oven

BBQ Bull campen grillen Der Dutch Oven ist so eine Art universal Waffe wenn es ums kochen geht. Wir haben hier das 10″ Modell von BBQ Bull im Einsatzt. Für den letzten Ausflug habe ich mir diesen von Christian geliehen.

Aber wie klappt das mit dem Backen? Nun, dazu muss man sich vorher etwas mit der ganze Sache beschäftigen. Durch die schwere Bauart ist viel Material vorhanden. Dieses ermöglicht eine recht gleichmäßige Abgabe von Hitze an den Innenraum. Dadurch das wir zusätzlich Kohlen auf den Deckel legen kommt nicht nur Hitze von unten sondern auch von oben. Durch das Verhältnis von Kohlen auf dem Deckel und unter dem Topf kann man nun wunderbar Ober und Unterhitze regulieren. Als Faustformel gilt – Durchmesser des Topfes, hier also zehn, mal zwei, ergibt die Anzahl an Kohlen die für ca. 180° benötigt werden. Davon kommen 1/3 unter den Dutch Oven und 2/3 auf den Deckel. Fertig ist der kleine Backofen für unterwegs.Dutch_Oven_Brot9233

Doch warum der ganze Aufwand, Brot bekommt man ja schließlich überall? Yvonne und ich haben beide eine Glutenunverträglichkeit, Brot frisch beim Bäcker kaufen fällt für uns zu 99% der Zeit flach. Wir haben zwar immer etwas auf Vorrat dabei, aber so ein frisches warmes Brot ist einfach toll! Deswegen und weil es mir auch viel Spaß macht, backe ich öfters im Dutch Oven.Dutch_Oven_Brot9235

Wir kaufen uns meistens fertige Teigmischungen die man nur noch mit Wasser und etwas Hefe mischen muss. Je nach Lust und Laune kommen noch Kerne, Olive, Zwiebeln oder Knoblauch dazu. Ich brauchte etwas zum Frühstücken und hatte mir extra noch Käse eingepackt. Besser kann man doch nicht in den Tag starten!

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Buchreview: outdoor Küche

Outdoor Küche – draußen Kochen leichtgemacht 

kochen freier himmer outdoor survival krieseAlexander Glück hat mit „Outdoor Küche – draußen Kochen leicht gemacht“ ein Buch verfasst in dem es um, na wen wundert es, um das Kochen außerhalb der vier Wände, sprich Outdoor, geht. Glücklicherweise ist das auch eines unserer Hauptinteressen und so landete das Buch bei mir Zuhause im Briefkasten. Der Pietsch Verlag hat dieses Buch 2013 herausgebracht. Auf insgesamt 176 Seiten wird sehr schön mit diesem Thema umgegangen.

Ok, soweit die Fakten – worum geht es in diesem Buch und lohnt es sich? Zugegeben, ich hab es nur angelesen und überflogen, kann jetzt aber schon mal vorweg sagen, ja es lohnt sich. Ich beschäftige mich schon seit 2-3 Jahren etwas mehr mit dem Thema Reisen und Kochen unterwegs und habe mich auch schon viel durch diversen Foren gelesen. Und für mich habe ich auch schon ein gutes System gefunden was bis jetzt für uns auf 4 Wochen langen Reisen oder nur dem Ausflug an den Rhein funktioniert. Das jetzt genau zu erläutern ist ein anderes Thema und kommt später…

Alexander Glück schreibt mit viel Leidenschaft und voller Überzeugung. So fällt einen das Lesen schon mal nicht schwer. Ich glaube sofort das er sich viel und ausreichend mit diesem Thema beschäftigt hat. Neben obligatorischen Teilen wie Vorwort und Einleitung werden die Themen was Kochen?, worauf Kochen?, ein Feuer machen, Kochgeräte, worin Kochen?, Kochen mit Spezialgeräten, sinnvolles Zubehör, Wasserversorgung Unterwegs, Aufbewahrung der Ausstattung, das passende Licht, Kochen unter besonderen Bedingungen und Bezugsquellen besprochen.

Was Kochen? in diesem Abschnitt wird über Fleisch, Gemüse, Suppen, … gesprochen und welchen Nutzwert sie für einen haben. Auch Fertiggerichte wie Trek’n Eat werden erläutert.

Worauf Kochen? Gemeint sind hier nicht Töpfe und Pfannen, sondern die Befeuerungsart. Sprich, Holz, Kohle, Spiritus, Benzin, … Sehr übersichtlich mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen.

Ein Feuer machen – was nützt einen die beste Vorbereitung wenn das Wichtigste, das Feuer fehlt? Egal welcher Brennstoff vorhanden ist und benutzt wird, ohne Feuer oder einem Funken bleibt die Küche kalt. Ich persönlich habe immer 2-3 verschiedene Lösungen dabei für den Fall das eine mal kaputt, leer oder verloren geht…

Kochgeräte – mit 42 Seiten das längste und vermutlich wichtigste Kapitel im Buch. Von Benzin, über Spiritus zu Multifuel und den verschiedensten Holzkochstellen, wie zB: ein Hobo Kocher oder Rocket Stove wird hier alles besprochen. Wie immer mit schönen Auflistungen der Vor- und Nachteile. Für Leute die noch gar kein Equipment haben ist das hier sehr sehr informativ.

Worin Kochen? Ok, das Feuer ist jetzt an, für genügen Brennstoff ist auch gesorgt und das Essen liegt bereit. Jetzt brauchen wir noch Töpfe und Pfannen. Unterschiedliche Materialien werden besprochen, sowie deren Eigenschaften. Eisen, Aluminium, Kupfer, Edelstahl und Titan. Auf Geräte aus Eisen wird besonders eingegangen mit Themen wie Einbrennen und Ausglühen. Dazu gesellen sich dann Gusspfannen, Muurikkas, Potjies und Dutch Oven. Letzterer ist auch einer unserer Lieblinge wie man ihr sicher schon mitbekommen habt.

Kochen mit Spezialgeräten – Cobb-Grill, Bellmann Herdkocher, Sandwich- und Waffeleisen, Tatarenhut, Reflektorofen, Knoblauchröster, Raclette und Käsefondue und der Kelly Kettle werden hier vorgestellt. Bis auf letzteren – auch dazu später mehr hier – waren mir alle fremd. Leider ist der „haben wollen“ Effekt bei einigen Geräten aufgetreten. So ist das wohl als begeisterter Outdoorkoch!

Sinnvolles Zubehör – Kurz gesagt, alles Wichtige was man so drumherum noch braucht.

Wasserversorgung unterwegs – ist bestimmt für die wenigsten unserer Leser wichtig, hier in Europa ist zum Glück überall sauberes Trinkwasser verfügbar. Interessant ist es aber trotzdem. Ich selber habe z.B. einen Wasserfilter von Katadyn, den wir zwar noch nicht benötigt haben, aber er nimmt im Auto keinen Platz weg und ist ein nice to have Utensil.

Aufbewahren der Ausstattung – Ordnung muss sein. Vor allem im Urlaub habe ich gemerkt wie schön es ist, wenn alles seinen festen Platz hat und dort auch immer wieder an zu treffen ist. Seit Christian die OCB Boxen hat ist dort immer das komplette Grillzubehör zu finden. Hier wird jeder seine eigene Lösung finden müssen, ein paar Tipps helfen einem da ungemein weiter.

Das Passende Licht – LED-Laternen, Fackeln und Kerzen, Benzin-,Petroleum- und Gaslaternen sowie Starklichtlampen wie die Petromax werden beschrieben. Mich bestärkt diese Kapitel was meine Ausrüstungsliste betrifft noch mehr zur Anschaffung einer Petromax HK150.

Kochen unter besonderen Bedingungen – Speziell Kochen im Winter und wenn es sehr warm ist und Waldbrandgefahr besteht werden hier besprochen. Draußenkochen im Notfall ist ein zusätzliches Thema in diesem Kapitel und beschäftigt sich mehr mit Notsituationen wie Wasser und Stromausfall bedingt durch Unwetter und Co. Abschließend gibt es noch Checklisten für Tagesausflüge, Mehrtageswanderungen, Fernreise und zur Krisenvorsorge.

So, das war der kurze Überblick zum Inhalt. Sehr gut hat mir gefallen das sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit der Produkte gelegt wird und auch gezeigt wird das Kinder schon früh den Umgang mit Feuer lernen können und sollen. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen der einen Überblick und Leitfaden sucht.