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Outdoor-Cooking-Trip in die Ardennen

Anfang des Monats hatten wir die tolle Gelegenheit mit einem nagelneuen Jeep Wrangler Rubicon X eine Outdoor-Cooking-Tour zu starten. Jeep Deutschland hat uns den Wagen freundlicherweise zur Verfügung gestellt, um einmal auszuprobieren wie sich diese Geländewagenikone als Fahrzeug für Outdooraktivitäten aller Art (in unserem Fall natürlich Kochen und Genießen) macht.

jeep wrangler outdoor

Damit sich die ganze Aktion etwas interessanter gestaltet als einfach in den nächsten Wald zum Picknick zu fahren, haben wir uns überlegt in die Französischen Ardennen zu fahren. Wir bedeutet in diesem Fall: Die OCB-Teammitglieder Martin und ich, meine Frau Judith und unser OCB-zertifizierter Testesser Marco. Bis unter das Dach beladen ging es für uns in Leverkusen los…

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Vier Personen inkl. Gepäck, Schlafsäcken, einem portablen Gasgrill, Gaskocher, Küchenkisten, DSLR-Fotoausrüstung und zwei Actioncams mit Zubehör waren dabei für den Wrangler Unlimited kein Problem.

Einquartiert haben wir uns für eine paar Tage in einem Mobilheim direkt am Lac des Vieilles Forges in der Nähe von Les Mazures. Die Anreise im Jeep gestaltete sich für mich als Fahrer sehr entspannt. Der Rubicon X ist mit äußerst bequemen Ledersitzen ausgestattet, der unaufgeregte Dieselmotor und die Geschwindigkeitsregelanlage taten ihr übriges dazu.

Nach dem Bezug unseres Domizils galt es natürlich erstmal die Grundlage für unsere kulinarischen Pläne zu schaffen: Einkaufen. Lebensmittel nimmt man nach Frankreich natürlich nicht aus Deutschland mit sondern kauft vor Ort ein. Wir haben uns also ein Carrefour Supercenter in der Nähe gesucht, um uns für den Aufenthalt mit Lebensmitteln einzudecken… Dabei musste der Jeep den ersten Outdoor-Cooking-Praxistest bestehen: Lebensmitteltransport.

kofferraum wrangler unlimited

Unser vollgestopfter Carrefour-Rieseneinkaufswagen passte wunderbar hinein. – Check.

Am ersten Abend haben wir uns dafür entschieden den Grill anzuheizen. Wir hatten dazu unseren O-Grill 3000 vom Gasprofi dabei. Der O-Grill soll ja perfekt für Camping und Outdoor-Trips geeignet sein, bisher hatten wir es leider nur noch nie geschafft diesen mal sinnvoll in eine Tour zu integrieren. Um so besser: Noch ein erster Praxistest.

Und ja, der Kleine macht sich für solche Aktionen super. Ließ sich prima im Kofferraum des Jeeps verstauen und ist bei Betrieb mit einer Gaskartusche wirklich kompakt und einfach zu handlen. Die tadellose Funktion hatte er ja schon zuvor bewiesen. Ach ja, geschmeckt haben die französischen Grillspezialitäten übrigens vorzüglich und der Abend klang mit Rotwein und Mondschein auf der Mobilheimterrasse aus…

o-grill-3000-test-jeep-tour-campingplatz

Am nächsten Tag stand für uns neben einem Spaziergang am See noch ein kleines Besichtigungsprogramm in Rocroi auf dem Programm. Über kleine Straßen und Feldwege haben wir uns auf den Weg gemacht. – Wir waren ja nicht ohne Grund in einem Jeep unterwegs!

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Schon interessant, was man in Frankreich so als legal befahrbare und im Navi eingezeichnete Straße entdecken kann. Nach einer souverän gemeisterten Wasserdurchfahrt mit dem Rubicon war für mich als passionierter Geländewagenfahrer der Tag erstmal gerettet.

In Rocroi angekommen wurde, nach einem Kaffee bzw. Kakao und der Besichtigung des Marktplatzes, aus einem „lass mal kurz die Stadtmauer ansehen“ eine Komplettumrundung der kleinen Stadt mit Besichtigung der Festungsanlagen.

Das kam uns aber recht gelegen. Wir wollten nämlich abends so richtig hungrig sein. Hatten wir doch ein deftiges Chili mit Hack, Chorizo, Bohnen und Mais eingeplant. – Flugs wurde die Kochkiste aus dem Jeep geladen und das Outdoor-Cooking konnte beginnen.

Am nächsten Tag war für uns ein weiterer Programmpunkt die Besichtigung der Chimay-Brauerei kurz hinter der Belgischen Grenze.

Über die Besichtigung der Brauerei und die Bierverkostung wird Martin dann in Kürze noch detailierter berichten.

Zurück haben wir das Navi auf „kürzeste Route“ programmiert und die Fahrt über Feldwege im Wrangler durch die wunderschöne Landschaft der Ardennen genossen. Zwischendurch noch einen Kaffee mit Kaffeewasser aus dem Kelly Kettle und die Outdoor-Welt ist in Ordnung.

Eines unserer Abendessen war etwas ganz neues für uns. Inspiriert durch ein Pastarezept von Saschas Foodblog Lecker muss es sein haben wir uns auch einmal an das Konzept „One Pot Pasta“ gewagt. Für Outdooraktivitäten und Campingküche eine tolle Sache. Wie der Name sagt braucht man nur einen Topf in dem alles zusammen zubereitet wird…

one pot pasta rezept camping outdoor grillblog

Unseren letzten ganzen Tag in Frankreich haben wir dann noch mit einer Wanderung um den Lac des Vieilles Forges verbracht.

Die 13 km lange Wanderung hat uns in diesem Fall allerdings so hungrig gemacht, dass wir ganz vergessen haben unseren mit Hack gefüllten und mit Paprikasalami und Tomaten gewrappten Rollbraten vom Grill zu dokumentierten. ;-) Lecker war es aber auf jeden Fall.

Resümee

Unser Outdoor-Cooking-Trip nach Frankreich war echt ein großer Spaß. In so einem tollen Fahrzeug wie dem Wrangler Rubicon X zu reisen war dabei natürlich die Krönung.

Obwohl wir zu viert unterwegs waren, war es niemals beengt oder unentspannt. Der Verbrauch hielt sich – Dieselmotor sei dank – für ein so großes Fahrzeug in sehr angenehmen Grenzen.

Am Urlaubsort war für uns als Outdoor-Menschen das Fahren mit offenem Verdeck ein besonderes Highlight, das alle sehr genossen haben.

Die schönste Sache dabei mit einem Geländewagen auf Reisen zu sein ist aber, dass Abzweigungen vom geplanten Weg sehr dazu einladen von diesem abzuweichen. So folgt man auch mal kleinen Feldwegen, die einen zu Sehenswürdigkeiten führen, die man sonst nie gesehen hätte. – In unserem Fall Bunkeranlagen, befestigte Bauernhöfe und Festungskirchen oder auch einfach mal ein wunderschönes Panorama.

Das Kofferraumvolumen war sowohl für An- und Heimreise als auch für den Transport unserer Outdoor-Kochausrüstung ein großes Plus. Den fünftürigen Wrangler könnte ich mir sehr gut als OCB-Dienstfahrzeug vorstellen. – Ein bisschen traurig, dass ich ihn wieder abgeben musste bin ich schon. Ok… streicht das „ein bisschen“.

Relags Emaille Kaffeekanne

Bei der Relags Emaille Kaffeekanne handelt es sich auch um einen Kaffeezubereiter nach dem Perkolatorprinzip, genauso wie bei der Petromax Perkomax.

Outdoortauglichkeit

Die Kaffeekanne ist aus Eisen gefertigt und mit Emaille überzogen. Der Deckel ist fest mit der Kanne verbunden, sodass dieser nicht verloren gehen kann. Das Innenleben, bestehend aus dem Steigrohr, dem Kaffeesieb und dem Siebdeckel, ist aus Aluminium gefertigt. Von der Verarbeitung her wirkt sie etwas günstiger als die Kanne von Petromax. Die 1L Variante wiegt ca. 420 g. Auf Grund vom Gewicht und den Ausmaßen ist auch diese Kanne nicht wirklich fürs Backpacking oder für eine Fahrradtour geeignet. Auf Grund der Bauform des Bodens ist die nicht dazu geeignet auf einem Herd verwendet zu werden. Fürs Campen oder für eine Offroadtour, mit dem Auto, ist sie der richtige Begleiter.
Kaffeekanne Relags

Fazit

Die Relags Emaille Kaffeekanne braucht etwas länger als die Petromax, ca 12-14 min Zeit sollte man ihr geben. Dadurch wird ggf. mehr Gas oder Spiritus benötigt. Wichtig ist auch hier, das man nicht zu viel Kaffee nimmt, denn sonst geht der Siebdeckel auf und das Kaffeepulver landet in der Kanne und somit in den Tassen. Da sie etwas günstiger wirkt und etwas mehr Brennstoff benötigt erhält sie das Prädikat Outdoortauglich mit Einschränkungen, dies aber auch nur, solange man nicht zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist.

Und wie schmeckt der Kaffee?

Getestet wurde die Relags Emaille Kaffeekanne mit dem Lelisa Hara-Kaffee vom Coffee Circle. Auch hier braucht er recht lange bis er eine anständige Stärke erreicht hat. Danach hat man einen Kaffee, welcher sehr gut schmeckt und eine leichte Nougat Note entwickelt.

Auspit Drehspieß

Was Offroad-Touren und Camping angeht macht den Australiern keiner was vor. – Ein tolles Beispiel dafür ist der Auspit Drehspieß. Seit ein paar Wochen wartete mein Exemplar der Edelstahl-Version nun schon auf seinen ersten Einsatz… Am Pfingstwochenende sollte es dann endlich so weit sein.

Review: Auspit Drehspieß

Der Auspit ist ein Drehspieß für Outdoor-Aktivitäten. Man kann ihn über dem Lagerfeuer, einer Feuerschale oder auch mit einer optionalen integrierten Feuerwanne betreiben. Der Auspit ist im Prinzip ein batteriebetriebener Drehspieß, der höhenverstellbar und drehbar an einer massiven in den Boden gerammten Edelstahl-Stange zu befestigen ist. Klingt simpel und das ist es auch.

auspit in deutschland kaufen erfahrungen test lagerfeuer camping grillblog

Daheim kann man den Auspit super über einer Feuerschale, wie unserem Weber Fireplace, betreiben. Unterwegs kann das Lagerfeuer, im Prinzip jede beliebige Feuerstelle oder auch die im Goldset von Auspit enthaltene Feuerwanne herhalten. Für den Einsatz unterwegs ist die mitgelieferte Tasche sehr praktisch. Es passt alles ohne zu quetschen hinein und die Grillausrüstung ist sauber verstaut.

Ich habe den Auspit Drehspieß bisher mit einem Hähnchen und einem Schweinenacken-Braten von ca. 2 kg (der Hersteller gibt die Belastbarkeit übrigens mit 9 kg an) ausprobiert. Beides habe ich schön low & slow über dem Lagerfeuer geröstet und beide Gerichte haben ca. drei Stunden gebraucht. Etwas näher am Feuer könnte man die Garzeit natürlich noch beschleunigen.

Sehr praktisch finde ich, dass man den Drehspieß um die Achse des im Boden steckenden Stabs rotieren kann. Somit kann man das Fleisch sehr einfach kurz vom Feuer nehmen oder auch bei geschickter Platzierung von Feuer und Drehspieß die Entfernung zur Glut regulieren.

Fazit

Das Grillen mit einem solchen Drehspieß macht wirklich Spaß! Unser Auspit Drehspieß wird ein fester Bestandteil der OCB-Camping-Ausrüstung werden.