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Iberico aus der Weber Kugel

iberico grillen weber grill blogLetzte Woche konnten wir beim Einkauf im Supermark an der Fleischtheke nicht widerstehen…

Es befanden sich Iberico French Racks im Angebot, die wir eher zufällig entdeckt und ganz spontan mitgenommen haben, um sie am Wochenende einem glühend heißen Gussrost vorzustellen. Als Beilage zum gegrillten Iberico Schwein sollte es frische Artischocken mit Aioli und selbst gemachtes Naan-Brot geben.

Am Sonntag war es dann auch so weit… Der Naan-Teig wurde zum Gehen angesetzt, das Iberico mit Sun Salt Murray River Salz und ein wenig Zucker eingerieben und der Grill mit 2 kg Weber Long-Lasting Briketts (Der Inhalt des Weber Grillkamin Sets) angeheizt.

Die Briketts waren nach ca. 25 Minuten schon einsatzbereit… Ich war auf jeden Fall positiv überrascht, da die Long-Lasting doch in Teilen der Szene als „Löschkohle“ verschrien sind. Nachdem die Kohle in den Grill wanderte, um diesen auf Temperatur zu bringen, habe ich zuerst das Naanbrot gebacken. – Ganz einfach in dünnen Fladen auf dem Grillrost.

iberico grillen weber gussrostNach dem Brot durfte dann auch das Schwein auf den Grill. – Gleichzeitig verfrachtete Judith die Artischocken in den Kochtopf… die brauchen nämlich ca. 45 Minuten, bis sie gar sind.

Der Gussrost von Barbequer machte in meinem Weber 57er Kugelgrill mal wieder eine super Figur. Sprich: Super Brandings. Nachdem das Iberico French Rack auf vier Seiten kurz angegrillt war, durfte es dann auf der indirekten Seite platz nehmen. Der Grill wurde auf ca. 150 bis 160 °C herunter geregelt und das Fleisch durfte auf eine Kerntemperatur von ca. 65°C durchziehen.

Im Anschnitt sah das Fleisch auf jeden Fall schon mal sehr appetitlich aus… was sich bei der Verkostung auch bestätigte. Es war nicht umwerfend gut… aber gut. Wesentlich weniger nussig als die Qualität, die Otto Gourmet liefert, aber für den Preis und die Tatsache, dass es nicht als Bellota-Qualität ausgewiesen war, stimmte das Gesamtpaket. Besser als das übliche Metzger- oder Supermarkt-Schwein war es auf jeden Fall. Auch die Zusammenstellung Brot, Artischocke und Iberico hat für mich gepasst. – Zur Nachahmung empfohlen!

Grillblog Christian

Burger Grillen zum Abendessen – Die experimentelle Variante

Burger Steak Grillen Tatar Blog RezepteNach der Arbeit war heute erstmal Heimwerken angesagt… und danach ist man ja bekanntermaßen ziemlich hungrig. Da meine Liebste heute mal wieder auf ihrer Weiterbildung ist, musste ich mich allein verpflegen. – Das schreit natürlich nach einem Experiment für unseren Grill Blog.

Seit einiger Zeit schon liegt uns das Thema „Burger Patties aus selbst gemachtem Hackfleisch“ im Magen, bzw. eben noch nicht im Magen. ;-) Auf der Perfect Meat Academy: Dry Aged bei Otto Gourmet kam dann noch die Inspiration mit dem selbst geschnittenen Tatar aus Rinderhüfte dazu. Verquickt man diese Ideen mit ein bisschen kürzlich angelesenem Hintergrundwissen über den Fettgehalt von Burgern und der dringenden Notwendigkeit meine neuen Burgvogel-Messer auszuprobieren, verdichtet sich ein Plan:

steak burger grillen blogEin Steak beschaffen (in diesem Fall günstiges Roastbeef), sich mit einem der schönen neuen Messer daran auslassen, ca. 20% zusätzliches Rinderfett (in diesem Fall Blanc de Boeuf) dazu geben, das alles zu einem angemessen riesigen Burgerpatty formen und gegrillt als Abendessen verzehren. Schon ist ein neues, sehr interessantes Rezept für unseren Grill Blog geboren: Der Burger – Tartare Style. Man könnte ganz frei nach Nathan Myhrvolds Modernist Cuisine ja schon fast von einem „constructed patty“ sprechen. Die Möglichkeiten, die diese Methode nach oben hin offen lässt, sind enorm: Mir kommt gerade schon die eine oder andere Kombination in den Sinn. 

burgerbrötchen selber backen grill blog rezepteDa aber so ein schönes Patty von einem leckeren Brötchen umgeben werden muss und ich ein solches nicht vorrätig und auch nicht zuvor eingekauft (wo auch?) hatte, habe ich noch ein weiteres neues Rezept erdacht: Das Artisan Burger Bun. – Ein Rezept für ein etwas rustikaleres und aromatischeres Burgerbrötchen mit Mengenangaben für ein einzelnes Brötchen.

Burger Gussrost Grill Blog BrandingDas Brötchen ist gebacken, das Patty geformt. In der Zwischenzeit habe ich den Weber Rapidfire Anzündkamin ausprobiert. – Aber erstmal mit proFagus Buchen-Holzkohle und nicht mit den mitgelieferten Long Lasting Premium Briquettes. – Das wäre für ein einziges Patty dann doch eher Verschwendung gewesen. Der erste Eindruck war aber auf jeden Fall sehr gut… der Rapidfire ist deutlich größer als die üblichen Baumarkt-Kamine und die hohe Füllmenge reicht somit auch sehr gut für eine Direkt-/Indirekt-Glut im 57er Weber One Touch Premium aus. Nach 30 Minuten ist die Kohle durchgeglüht und es kann gegrillt werden. Das Patty wandert auf den zuvor einige Minuten vorgeheizten Gussrost. Das Fett schmilzt sehr gut aus und der Burger haftet nicht im geringsten an. Super! So muss das laufen.

Fertig gegrillt, wird der Burger noch mit Stokes Ketchup, Mayo, etwas Chinakohl und Knoblauchsprossen als Salat  komplettiert. – Lecker!

Mein Fazit

Das Brötchen war ein voller Erfolg, durch das Buchweizenmehl (siehe Rezept) kam eine wunderbar rustikale Note durch und das Patty war einfach der Knaller. – Die nächsten Burger die ich mache, werden aus Simmentaler Rind mit hinzugefügtem Wagyu-Fett bestehen. Ich stelle mir vor, dass diese Mischung echt ein Knaller sein könnte.

Grillblog Christian

Artisan Burger Buns – Burgerbrötchen selber backen

Gute fertige Burgerbrötchen könnte man in Deutschland fast als „nicht verfügbar“ einstufen. – Eine Ausnahme, die ich kenne sind die Buns von Otto Gourmet, aber die habe ich leider nicht immer vorrätig.

Ein nicht zu unterschätzendes zweites Problem ist die „Dosierung“ bzw. Verpackungseinheit selbiger. Meistens brauche ich nur ein oder zwei Buns. Für mich allein oder für mich und meine Liebste. – Zu kaufen gibt es aber immer vier oder sechs Burgerbrötchen in einer Packung. Da ich es aber nicht gut heißen kann andauernd Burgerbrötchen wegzuwerfen, habe ich ein Rezept ersonnen, das erlaubt ein oder zwei Brötchen zu backen und dabei höchstens ein wenig Rest-Ei wegwerfen zu müssen.

Ausrüstung

  • Holzbackofen, Dutch Oven oder Backofen

Zutaten (pro Burgerbrötchen)

  • 5 EL Weizenmehl
  • 2 EL Buchweizenmehl (wenn nicht vorhanden, durch Weizenmehl ersetzen)
  • 2 TL Magermilchpulver
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Trockenhefe
  • 1/4 Ei
  • 40 ml Wasser
  • etwas Salz
  • Sesamöl und Sesamkörner zum Bestreuen

Zubereitung

Alle Zutaten außer dem Salz zusammen geben. Das Kniffligste dabei ist das 1/4 bis 3/4 Ei, wenn weniger als vier Brötchen gemacht werden sollen. Die Zutaten von Hand sehr gewissenhaft (mindestens 2 bis 5 Minuten lang) verkneten. Dann das Salz dazu geben und noch 1 Minute weiter kneten. – Die Hefe kann so besser ihre Arbeit verrichten.

Den Teig abgedeckt ca. eine Stunde gehen lassen und danach zu Burgerbrötchen formen.

Im vorgeheizten Ofen ca. 15 – 25 Minuten bei 180°C backen. Im Dutch Oven jedoch entsprechend länger, da er in der Regel nicht vorgeheizt ist.

Direkt nach dem Backen mit Sesamöl einpinseln und Sesamkörner aufstreuen. Vor dem Aufschneiden und Verzehr gut auskühlen lassen.

 

Zeitbedarf

Inklusive Back- und Gehzeit 105 Minuten. Davon 15 Minuten Zubereitungszeit.

Schwierigkeitsgrad