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OCB goes Bergisch BBQ

OCB_bergosch_BBQ-0954 Frei nach dem Motto „try everything“ zog die OCB Pitmaster Crew – sprich Christian, Martin und ich, am 14.7.2013 zur 6. Bergische BBQ Meisterschaft los. Als wir im Februar beschlossen haben dort teil zu nehmen war mir noch nicht klar wann es am Sonntag los geht. So stand ich um 06:15 bei Martin vor der Tür und kurz darauf bei Christian, der uns zum Glück mit einen Kaffee, bzw für mich einen Latte Macchiato Caramell, die Tür öffnete. Bei strahlendem Sonnenschein ging es dann weiter nach Odenthal – genauer gesagt auf den Parkplatz vom dortigem Rewe, einem der Hauptsponsoren des Events.

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Dort angekommen war schon ein reges Treiben der anderen Teilnehmer zu sehen. Ich war immer noch nicht so ganz wach. Mein Navi wohl auch nicht, hatte es uns auf dem Weg doch durch etliche kleine Straßen geführt. Mir war das ganz recht, Christian mit der B-Klasse und dem Anhänger eher nicht. Er übernahm dann auch irgendwann die Führung unseres Konvois. Alles ausgepackt und ich hatte das Gefühl wir haben das totale Chaos am Stand. Zum Glück legt sich das noch.

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Nachdem wir um 09:30 das erste Essen ausgeteilt bekommen hatten, sprich das Hackfleisch, ging es sofort los. Dieser Zustand ist auch bis 14:00 geblieben. Lediglich eine Kaffeepause sorgte kurzfristig für Erholung am Stand. Das Wasser kommt dabei stilecht aus dem Kelly Kettle.

OCB_bergisch_BBQ-3    OCB_bergisch_BBQ-4Wir hatten im Vorfeld eine Zeitplan erstellt in dem festgelegt war, wann wer wo was macht. So ganz haben wir uns nicht daran gehalten, aber als Orientierung war er sehr nützlich. Ohne wäre es wohl bedeutend hektischer geworden. Am Vormittag sind noch Yvonne und Judith, samt Familie und Freunden vorbei gekommen. Martins Eltern ließen es sich ebenso nicht nehmen vorbei zu schauen, Marco, unser stiller Verkoster war auch dabei und auch Sascha von Gasprofi24 ist ebenfalls aufgeschlagen. Aber zurück zum Wettbewerb…

Als erstes mussten die Hamburger abgegeben werden. Punkt 12:00 und auch nur wenige Minuten vorher. Die Buns hatte Martin am Samstag schon gemacht. Da wir die männlichen 250gr Patties rückwärts garen wollten hatten wir auch nicht so wirklich viel Zeit und zack zack waren diese dann auf dem Napoleon LE3.

OCB_bergosch_BBQ-0957 Wir mussten drei Burger in Foodcontainer packen und einen vierten am Stand präsentieren. Bei den Containern hatten wir anfangs Angst, dass der Deckel nicht geschlossen werden kann. Es stellte sich aber raus das dieser recht dehnbar ist. Christian hat alles vorbereitet so das die frisch von der Sizzle Zone kommenden Patties ohne Umwege in den Burger wandern konnten. 11:58 und 45 Sekunden – die Burger sind am Jurorenfestzelt.

OCB_bergosch_BBQ-0959Für 13:00 waren die Schweinefilets geplant. Diese sind auch seit der Ausgabe eingelegt und kommen um 11:30 auf den Grill. Leider dauert es etwas länger als geplant und so kommt um 12:45 Hektik auf weil wir noch nicht bei der gewünschten Kerntemperatur angekommen sind. Ich versuche mein bestes um in kurzer Zeit die Temperatur auf 64° zu bekommen, Martin und Christian kümmern sich um die Süßkartoffelbeilage und Schalotten sowie die Dekoration im Foodcontainer. Ich schaffe es noch pünktlich das Tequila Schwein und den Bacon Mantel zu verteilen. 12:59 und 30 Sekunden – die drei Gerichte sind am Jurorenpartyzelt.

OCB_bergosch_BBQ-0963Zum Schluss noch der Naschtisch. Dieser musste um 14:00 fertig sein. Christian hatte schon früh angefangen den ungarischen Baumkuchen auf dem Gasgrill zu backen. Deswegen war dieser auch zum Finale der Schweinefilets schon belegt. Lustigerweise hatte das Team neben uns die gleiche Idee für die Nachspeise, sowie noch ein weiteres Team. Und wir dachten wir machen was Außergewöhnliches! Recht entspannt waren die Foodcontainer um 13:55 am Juroreneventzelt.

OCB_bergosch_BBQ-0968Jetzt ging das Warten los. Um 15:00 sollte die Preisverleihung starten. Wir nutzen die Zeit um schon mal alles soweit zusammen zu packen was in Kisten konnte. Auch ein Rundgang als Team um zu schauen was die Anderen so produziert haben musste sein. Auch die Juroren waren jetzt unterwegs und sprachen das ein oder andere Lob aus. Besonders der Nachtisch ist bei vielen sehr gut angekommen und auch das Filet war super. Beim Burger haben sich viele recht schwer getan, aufgrund der recht dunklen Zwiebeln. Um 15:30 ging es dann endlich los mit dem Preisen. Unter die Top 3 haben wir es nicht geschafft, dafür ist unser Grillstil wohl noch zu sehr auf ehrliche Grillkost ausgelegt, aber immerhin sind wir auch nicht die letzten geworden. Mit Platz 13 von 15 können wir gut leben. Wir hatten Spaß dabei und das ist die Hauptsache!

Und was macht die OCB Crew nach einem Wochenende voller Grillen? Richtig, daheim angekommen, den Anhänger leer geräumt geht es in den Garten den Grill anschmeißen! Es gibt schon schlimmeres als mit Freunden den Abend zu genießen …

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Backen im Dutch Oven

BBQ Bull campen grillen Der Dutch Oven ist so eine Art universal Waffe wenn es ums kochen geht. Wir haben hier das 10″ Modell von BBQ Bull im Einsatzt. Für den letzten Ausflug habe ich mir diesen von Christian geliehen.

Aber wie klappt das mit dem Backen? Nun, dazu muss man sich vorher etwas mit der ganze Sache beschäftigen. Durch die schwere Bauart ist viel Material vorhanden. Dieses ermöglicht eine recht gleichmäßige Abgabe von Hitze an den Innenraum. Dadurch das wir zusätzlich Kohlen auf den Deckel legen kommt nicht nur Hitze von unten sondern auch von oben. Durch das Verhältnis von Kohlen auf dem Deckel und unter dem Topf kann man nun wunderbar Ober und Unterhitze regulieren. Als Faustformel gilt – Durchmesser des Topfes, hier also zehn, mal zwei, ergibt die Anzahl an Kohlen die für ca. 180° benötigt werden. Davon kommen 1/3 unter den Dutch Oven und 2/3 auf den Deckel. Fertig ist der kleine Backofen für unterwegs.Dutch_Oven_Brot9233

Doch warum der ganze Aufwand, Brot bekommt man ja schließlich überall? Yvonne und ich haben beide eine Glutenunverträglichkeit, Brot frisch beim Bäcker kaufen fällt für uns zu 99% der Zeit flach. Wir haben zwar immer etwas auf Vorrat dabei, aber so ein frisches warmes Brot ist einfach toll! Deswegen und weil es mir auch viel Spaß macht, backe ich öfters im Dutch Oven.Dutch_Oven_Brot9235

Wir kaufen uns meistens fertige Teigmischungen die man nur noch mit Wasser und etwas Hefe mischen muss. Je nach Lust und Laune kommen noch Kerne, Olive, Zwiebeln oder Knoblauch dazu. Ich brauchte etwas zum Frühstücken und hatte mir extra noch Käse eingepackt. Besser kann man doch nicht in den Tag starten!

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Pizza aus dem Grill

Pizza: Jeder kennt sie, die meisten mögen sie, einige lieben sie und nur wenige hasse sie. Meine besten Pizzen hatte ich bisher in Nizza und New York, die hier in Deutschland konnten mich bis jetzt nicht überzeugen. Darum folgte nun die Entscheidung sie selbst zu machen und dieses Rezept. .- Eins noch schnell vorweg: Haltet eure Hände, Schüsseln und das Arbeitsgerät immer gut gemehlt.

Zutaten für den Pizzateig: (für ca. 4-5 Personen)

  • 0,6 L kaltes Wasser
  • 1000 g Mehl Tipo 00
  • 10 g Salz
  • 4 g frische Hefe

Zutaten für den Belag:

  • 1 Dose Tomaten
  • etwas Salz
  • etwas Pfeffer
  • etwas frischen Oregano
  • frisches Basilikum
  • 300g Büffelmozzarella

Utensilien:

  • 2 große Schüsseln
  • Holzbrett groß
  • Teigspatel
  • Frischhaltefolie
  • tiefes Backblech oder ähnliches
  • Grill mit Pizzastein

Zubereitung:

  1. Das Wasser in eine Schüssel geben und die Hefe dazu bröseln. Unter gelegentlichem Rühren abwarten bis sich die Hefe gelöst hat. Dies dauert ca. 20 Minuten. Danach kann unter stetigem Kneten langsam das Mehl dazu gegeben werden. Es muss solange geknetet werden bis der Teig glatt ist. Jetzt kann das Salz dazu gegeben werden und noch fünf Minuten weiter geknetet werden um das Salz optimal zu verteilen. 
  2. Den Teig nun auf das Holzbrett geben. Unter Zuhilfenahme der Fäuste wird der Teig flach gedrückt, dann hochgehoben, gefaltet und wieder flach gedrückt. Diese schweißtreibende Prozedur wird 25 Minuten lang wiederholt. Danach wird der Teig zu einer Kugel geformt und in einer großen verschlossenen Schüssel bei ca. 25° C  60 Minuten lang ruhen gelassen.
    Pizzakugel
  3. Nach diesen 60 Minuten kommt die Kugel zurück auf das Holzbrett. Jetzt wird die Kugel in 6-8 kleinere Kugeln zerteilt. Diese Kugeln kommen, mit genügend Platz zwischen ihnen, auf das Backblech. Das Backblech wird nun luftdicht mit der Frischhaltefolie abgedeckt und bei ca. 25° C. für 5-10 Stunden ruhen gelassen.
    Hier seht ihr die Kugeln vor dem ruhen.Hier seht ihr die Kugeln nach 6 Stunden.
  4. Kurz vor Ende der Ruhzeit kann man schon mal den Grill anheizen unsere Lösung dazu findet ihr im Bericht zum Pizza AbendDesweiteren ist es nun an der Zeit die Tomatensauce zuzubereiten: Man schüttet den Inhalt der Dose in eine Schüssel und gibt das Salz, den Pfeffer und das Oregano dazu.
  5. Wenn die Zeit um ist oder die Gäste da sind, wird der Teig ausgepackt und einzeln und behutsam ohne ihn zu viel zu berühren auf das Holzbrett gelegt. Die Kugeln werden mit viel Gefühl flach gedrückt und die Gärgase zum Rand hin gedrückt. KEIN Nudelholz nutzen und den Teig nicht mehr kneten, sondern ihn behutsam zur Pizza formen.
  6. Nun wird der Pizza-Rohling mit etwa einem Esslöffel Tomatensauce dünn bestrichen, auf den vorgeheizten Grill gelegt und der Deckel geschlossen. Nach ca. 3-5 Minuten kann der Deckel geöffnet werden und die Pizza mit dem Rest belegt werden. Bei uns war es Büffelmozzarella und Basilikum. Nach weiteren 3-5 Minuten ist die Pizza fertig.
  7. Buon appetito!
    Lasst es euch schmecken!

Tipps:

  • Nutze keine Maschinen 
  • Nie das Salz im Hefewasser lösen! Immer zuerst das Mehl dazu geben, sonst arbeitet die Hefe nicht richtig.
  • In den Ruhephasen nicht spinxen, sonst fällt alles in sich zusammen.
  • Der Teig muss mindestens fünf Stunden ruhen, am besten ist er wenn er 8-10 Stunden ruhen durfte. Aber nach 15 Stunden ist er nur noch was für die Mülltonne!
  • Eine Runde Pizza schmeckt genau so gut wie eine ovale oder fast Runde Pizza.
  • Eine richtiger Pizzaofen arbeitet mit fast 500° C!

Fazit:

Ja es hört sich nach viel Arbeit an. Aber es lohnt sich auf jeden Fall.

Zeitbedarf:

ca. 50 Minuten Arbeit und 6-10 Stunden Ruhen lassen.

Schwierigkeitsgrad: