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Pizza aus dem Grill

Pizza: Jeder kennt sie, die meisten mögen sie, einige lieben sie und nur wenige hasse sie. Meine besten Pizzen hatte ich bisher in Nizza und New York, die hier in Deutschland konnten mich bis jetzt nicht überzeugen. Darum folgte nun die Entscheidung sie selbst zu machen und dieses Rezept. .- Eins noch schnell vorweg: Haltet eure Hände, Schüsseln und das Arbeitsgerät immer gut gemehlt.

Zutaten für den Pizzateig: (für ca. 4-5 Personen)

  • 0,6 L kaltes Wasser
  • 1000 g Mehl Tipo 00
  • 10 g Salz
  • 4 g frische Hefe

Zutaten für den Belag:

  • 1 Dose Tomaten
  • etwas Salz
  • etwas Pfeffer
  • etwas frischen Oregano
  • frisches Basilikum
  • 300g Büffelmozzarella

Utensilien:

  • 2 große Schüsseln
  • Holzbrett groß
  • Teigspatel
  • Frischhaltefolie
  • tiefes Backblech oder ähnliches
  • Grill mit Pizzastein

Zubereitung:

  1. Das Wasser in eine Schüssel geben und die Hefe dazu bröseln. Unter gelegentlichem Rühren abwarten bis sich die Hefe gelöst hat. Dies dauert ca. 20 Minuten. Danach kann unter stetigem Kneten langsam das Mehl dazu gegeben werden. Es muss solange geknetet werden bis der Teig glatt ist. Jetzt kann das Salz dazu gegeben werden und noch fünf Minuten weiter geknetet werden um das Salz optimal zu verteilen. 
  2. Den Teig nun auf das Holzbrett geben. Unter Zuhilfenahme der Fäuste wird der Teig flach gedrückt, dann hochgehoben, gefaltet und wieder flach gedrückt. Diese schweißtreibende Prozedur wird 25 Minuten lang wiederholt. Danach wird der Teig zu einer Kugel geformt und in einer großen verschlossenen Schüssel bei ca. 25° C  60 Minuten lang ruhen gelassen.
    Pizzakugel
  3. Nach diesen 60 Minuten kommt die Kugel zurück auf das Holzbrett. Jetzt wird die Kugel in 6-8 kleinere Kugeln zerteilt. Diese Kugeln kommen, mit genügend Platz zwischen ihnen, auf das Backblech. Das Backblech wird nun luftdicht mit der Frischhaltefolie abgedeckt und bei ca. 25° C. für 5-10 Stunden ruhen gelassen.
    Hier seht ihr die Kugeln vor dem ruhen.Hier seht ihr die Kugeln nach 6 Stunden.
  4. Kurz vor Ende der Ruhzeit kann man schon mal den Grill anheizen unsere Lösung dazu findet ihr im Bericht zum Pizza AbendDesweiteren ist es nun an der Zeit die Tomatensauce zuzubereiten: Man schüttet den Inhalt der Dose in eine Schüssel und gibt das Salz, den Pfeffer und das Oregano dazu.
  5. Wenn die Zeit um ist oder die Gäste da sind, wird der Teig ausgepackt und einzeln und behutsam ohne ihn zu viel zu berühren auf das Holzbrett gelegt. Die Kugeln werden mit viel Gefühl flach gedrückt und die Gärgase zum Rand hin gedrückt. KEIN Nudelholz nutzen und den Teig nicht mehr kneten, sondern ihn behutsam zur Pizza formen.
  6. Nun wird der Pizza-Rohling mit etwa einem Esslöffel Tomatensauce dünn bestrichen, auf den vorgeheizten Grill gelegt und der Deckel geschlossen. Nach ca. 3-5 Minuten kann der Deckel geöffnet werden und die Pizza mit dem Rest belegt werden. Bei uns war es Büffelmozzarella und Basilikum. Nach weiteren 3-5 Minuten ist die Pizza fertig.
  7. Buon appetito!
    Lasst es euch schmecken!

Tipps:

  • Nutze keine Maschinen 
  • Nie das Salz im Hefewasser lösen! Immer zuerst das Mehl dazu geben, sonst arbeitet die Hefe nicht richtig.
  • In den Ruhephasen nicht spinxen, sonst fällt alles in sich zusammen.
  • Der Teig muss mindestens fünf Stunden ruhen, am besten ist er wenn er 8-10 Stunden ruhen durfte. Aber nach 15 Stunden ist er nur noch was für die Mülltonne!
  • Eine Runde Pizza schmeckt genau so gut wie eine ovale oder fast Runde Pizza.
  • Eine richtiger Pizzaofen arbeitet mit fast 500° C!

Fazit:

Ja es hört sich nach viel Arbeit an. Aber es lohnt sich auf jeden Fall.

Zeitbedarf:

ca. 50 Minuten Arbeit und 6-10 Stunden Ruhen lassen.

Schwierigkeitsgrad:

Artisan Burger Buns – Burgerbrötchen selber backen

Gute fertige Burgerbrötchen könnte man in Deutschland fast als „nicht verfügbar“ einstufen. – Eine Ausnahme, die ich kenne sind die Buns von Otto Gourmet, aber die habe ich leider nicht immer vorrätig.

Ein nicht zu unterschätzendes zweites Problem ist die „Dosierung“ bzw. Verpackungseinheit selbiger. Meistens brauche ich nur ein oder zwei Buns. Für mich allein oder für mich und meine Liebste. – Zu kaufen gibt es aber immer vier oder sechs Burgerbrötchen in einer Packung. Da ich es aber nicht gut heißen kann andauernd Burgerbrötchen wegzuwerfen, habe ich ein Rezept ersonnen, das erlaubt ein oder zwei Brötchen zu backen und dabei höchstens ein wenig Rest-Ei wegwerfen zu müssen.

Ausrüstung

  • Holzbackofen, Dutch Oven oder Backofen

Zutaten (pro Burgerbrötchen)

  • 5 EL Weizenmehl
  • 2 EL Buchweizenmehl (wenn nicht vorhanden, durch Weizenmehl ersetzen)
  • 2 TL Magermilchpulver
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Trockenhefe
  • 1/4 Ei
  • 40 ml Wasser
  • etwas Salz
  • Sesamöl und Sesamkörner zum Bestreuen

Zubereitung

Alle Zutaten außer dem Salz zusammen geben. Das Kniffligste dabei ist das 1/4 bis 3/4 Ei, wenn weniger als vier Brötchen gemacht werden sollen. Die Zutaten von Hand sehr gewissenhaft (mindestens 2 bis 5 Minuten lang) verkneten. Dann das Salz dazu geben und noch 1 Minute weiter kneten. – Die Hefe kann so besser ihre Arbeit verrichten.

Den Teig abgedeckt ca. eine Stunde gehen lassen und danach zu Burgerbrötchen formen.

Im vorgeheizten Ofen ca. 15 – 25 Minuten bei 180°C backen. Im Dutch Oven jedoch entsprechend länger, da er in der Regel nicht vorgeheizt ist.

Direkt nach dem Backen mit Sesamöl einpinseln und Sesamkörner aufstreuen. Vor dem Aufschneiden und Verzehr gut auskühlen lassen.

 

Zeitbedarf

Inklusive Back- und Gehzeit 105 Minuten. Davon 15 Minuten Zubereitungszeit.

Schwierigkeitsgrad

CK’s Quick Naan Bread

Häufig bedenke ich vor lauter Begeisterung für tolles Rindfleisch nicht, dass ich auch Beilagen beschaffen sollte. – Vor allem wenn ich für mich alleine grille oder koche.

Abhilfe schafft hier häufig mein, nach einigem Rumprobieren entworfene, „Quick Naan Bread“. Die Zutaten sind immer im Haus und es ist einfach zubereitet. Ach ja, sehr lecker ist es auch. Je nach dem, wie stark man würzt erhält man eine neutrale Beilage, die einem das leckere Steak nicht überdeckt oder auch ein exotisches Geschmacksfeuerwerk, dass perfekt zu indischen oder Thai-Gerichten passt. Die im folgenden genannten Gewürze sind für die neutralere Variante. Für andere Geschmacksrichtungen müsst ihr selbst kreativ werden.

Ausrüstung

  • Grill, Pfanne, Grillplatte oder ähnliches
  • Schüssel

Zutaten (pro Fladen)

  • 2-3 TL Joghurt
  • 1 TL Olivenöl
  • 3-4 TL Mehl (oder mehr)
  • 1 TL Trockenhefe
  • Oregano
  • Schwarzer Pfeffer
  • Meersalz
  • optional Knoblauch

Zubereitung

Joghurt, Olivenöl und die Gewürze gut vermischen. Das mit der Trockenhefe vermischte Mehl hinzugeben und zu einem festen Brotteig verarbeiten, der sich von der Schüssel löst. Ggf. mehr Mehl hinzu geben. Den Teig flach drücken, wieder zusammenfalten und dies mehrfach wiederholen. Dann zu einer Kugel formen und an einem warmen Ort gehen lassen.

Nach mindestens 20 Minuten ist der Teig soweit. Die Kugel(n) zu flachen Fladen auseinander ziehen und leicht einölen. Nun können die Fladen gebraten werden. – Ja richtig: Gebraten. Idealerweise in einer Gusspfanne oder auf einer Gussplatte.

Gewendet wird wie ein Steak, damit sich schöne Brandings bilden. 2x 2,5 Minuten pro Seite.

Zeitbedarf

ca. 5 Minuten Vorbereitung, 20-60 Minuten Gehen, ca. 10 Minuten Braten

Schwierigkeitsgrad