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Bacon Bomb „Mac’n’Cheese“

Die Bacon Bomb (oder Bacon Explosion) ist wohl häufig eines der ersten Rezepte, die Smoker-Anfänger zubereiten. – Wen wundert es auch? Die Bacon Bomb ist zwar ein bisschen aufwändig in der Vorbereitung, aber das Smoken selbst ist mehr oder weniger Idiotensicher und das Ergebnis mehr als lecker. Insgesamt also einige Gründe, die dafür sprechen mit dem Grundrezept mal etwas zu experimentieren.

Inspiriert wurde ich dabei von einem Rezept auf MeMyself’s bbqPit und herausgekommen ist dabei eine Abwandlung von Thorstens Mac’n Cheese Bacon Bomb. Ich wollte dem ganzen einen eher mediterranen Touch geben anstatt wieder mal mit Magic Dust oder Hog Havoc zu würzen und so kamen unter anderem auch frische Kräuter zum Einsatz…

Rezept: Bacon Bomb „Mac’n’Cheese“

Zutaten

  • 1500 g Hackfleisch gemischt
  • 750 g Bacon
  • 250 g Makkaroni
  • 150 g Käse (würzig)
  • 2 Eier
  • frische Kräuter (Rosmarin, Thymian, Salbei, Oregano)
  • schwarzer Pfeffer
  • Salz
  • BBQ Sauce

Zubereitung

Den Smoker (idalerweise mit Obstholz) auf ca. 110 bis 120 °C vorheizen.

Das Hackfleisch wird mit den Eiern, Gewürzen und Kräutern vermischt und auf einem Backpapier ausgerollt. Dann die vorgekochten Makkaroni und den Käse auf das Hackfleisch geben und das ganze zu einer Rolle eindrehen.

Den Bacon zu einem Geflecht legen und die Hackfleischrolle darin eindrehen.

Die Bacon Bomb wird dann für ca. 3 bis 4 Stunden bis zu einer Kerntemperatur von 70 °C im Smoker geräuchert. In der letzten Stunde 1-2 mal mit BBQ-Sauce glasieren und vor dem Anschnitt 5 Minuten ruhen lassen.

Fertig. – Guten Appetit!

Und wie hat es geschmeckt?

bacon-bomb-mac-n-cheese-smokerDie Bacon Bomb „Mac’n’Cheese“ habe ich zum ersten mal auf meiner 33. Geburtstagsfeier gemacht. – Und sie ist super angekommen. Die mediterranen Kräuter passten (eigentlich schon erstaunlicherweise) sehr gut zum rauchigen BBQ-Aroma. Dazu gab es ein deftiges und sehr leckeres, selbst gebrautes Festbier von Braufässchen. – Was will man mehr…

St. Louis Cut Ribs aus dem Smoker

Spare Ribs sind zum einen wohl eines der am häufigsten „unsachgemäß“ gegrillten Fleischstücke, zum anderen aber auch häufig der erste Long Job an den sich ambitionierte Einsteiger und fortgeschrittene BBQer heran wagen. – Bei mir war es jedenfalls so. 2012 wurden die ersten Ribs nach der 6-0-0- oder 3-2-1-Methode auf einem 45 cm durchmessenden Billig-Kugelgrill aus dem Baumarkt gegrillt.

Heute gestaltet sich die Sache natürlich anders und die Rippchen kommen entweder aus der Weber-Kugel oder dem Smoker, die Temperaturkontrolle habe ich im Griff und das BBQ geht wesentlich entspannter von statten.

Aber wie grillt man nun Spare Ribs, Rippchen, Baby Backs, St. Louis Cut Ribs und wie sie alle heißen eigentlich richtig?

Das schnelle Grillen über direkter Hitze kann ich nicht empfehlen. Ribs sind ein BBQ-Gericht und unter drei Stunden auf dem Grill geht meiner Meinung nach garnichts. Die schnellste Zubereitung ist die 0-2-1-Methode, die 3-2-1-Methode garantiert Fleisch, dass von den Knochen fällt und die 6-0-0-Methode ist das ganz klassische „American BBQ“ und stellt wohl die Königsdisziplin dar.

Und was hat das jetzt mit den ganzen Zahlen auf sich?

Diese mysteriösen Zahlencodes geben drei Grillzeiten in Stunden an. Die erste Zahl steht für die Dauer der ersten Phase: Dem Smoken bei ca. 110 bis 120°C im Holzrauch. Die zweite Zahl gibt an, wie lange die Ribs danach in Alufolie bzw. abgedeckt gedämpft werden. Die dritte und letzte Zahl gibt in der Regel an, wie lange die Ribs nach dem Dämpfen bei leicht erhöhter Temperatur glasiert/angeröstet werden.

Die 3-2-1-Methode bedient sich also der so genannten Texas Crutch, dem Einwickeln der Ribs in Alufolie. Die 6-0-0-Methode beschreibt das ganz simple Smoken der Ribs über einen langen Zeitraum und liefert bei sauberer Temperaturkontrolle das beste Ergebnis: Saftiges und rauchiges Fleisch, das zwar sehr zart ist, aber noch nicht vom Knochen fällt.

Ein ganz besonderer Rib Cut sind die St. Louis Cut Ribs. Diese Rippchen stellen den mittleren Bereich der Schweinerippen dar, der von dem oberen knorpeligen Teil (Rib Tips) und dem sehr dünnen unteren Teil befreit wurde. Zusätzlich bleibt hierbei auch noch eine ca. 1-3 cm dicke Fleischauflage auf den Rippen erhalten, so dass ein Strang St. Louis Cut Ribs auf ca. 2 bis 3 kg kommt. Und wie man Diese am besten zubereitet, zeige ich euch hier…

St. Louis Cut Ribs nach der 6-0-0-Methode

Zutaten

Zubereitung

rub magic dust rezept butt glitter hog havoc schwein ribs pulled porkAls Erstes werden die Ribs von der Silberhaut bzw. inneren Membrane befreit. Diese Haut verhindert nämlich zum einen das Eindringen von Gewürz/Geschmack/Rauch und zum anderen gart diese nicht und bleibt zäh. Zum Entfernen geht man am besten mit einem Löffelstiel hinter die Haut um diese anzulösen und zieht diese, sobald man sie mit der Hand greifen kann, ab. – Hier noch ein gut gemeinter Hinweis: Dieser Schritt ist NICHT optional.

pulled pork rub magic dust rezept butt glitter hog havoc schwein ribsDas vorbereitete Fleisch wird dann dünn mit Senf eingepinselt bzw. eingerieben und mit dem bevorzugten BBQ-Rub gewürzt. – Wir bevorzugen hier unseren Hog Havoc!-Rub, aber auch Klassiker wie die Butt Glitter-Mischung vom Texaner oder auch Magic Dust sind eine gute Wahl. Wichtig ist hierbei, dass das Gewürz nicht trocken aufgetragen wird, sondern wie beschrieben mit Senf (oder vielleicht auch einem leckeren Öl) „aktiviert“ wird. Aktiviertes Rub kann einfach besser einziehen und der Geschmack klebt nicht nur am Fleisch.

smoker rezept grillblog anleitung 6-0-0 spare ribsAm Tag des BBQ wird der Smoker oder das Grillgerät der Wahl auf ca. 110 bis 120 °C Temperatur auf Rosthöhe eingeregelt. Hierbei ist sehr wichtig, dass man sich nicht auf das Deckelthermometer verlässt. Unser Smoker hat zum Beispiel eine Abweichung von ca. 50 °C zwischen Rosthöhe und Deckelthermometer. Man sollte also auf jeden Fall die Temperatur auch auf Rosthöhe messen. Dazu eignen sich Ofenthermometer ideal. Eine Empfehlung hierzu findet Ihr auch in unserer Grillthermometer-Übersicht. Wenn die Temperatur stabil auf den Zielwert eingeregelt ist, kann das Fleisch aufgelegt werden. Ich empfehle zusätzlich einen Behäter mit Wasser in den Grill zu stellen. Dieser stabilisiert die Temperatur und verhindert durch ein feuchteres Klima in der Garkammer ein Austrocknen der Rippchen.

Jetzt gilt es eigentlich nur noch ca. sechs Stunden lang die Temperatur konstant zu halten und nicht zu oft den Deckel zu öffnen. Ca. 30 Minuten vor Ende des Grillens kann man optional noch eine Glasur aus BBQ-Sauce und Cola auftragen und die Rippchen sind fertig.

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Guten Appetit! – Enjoy your Ribs…

Zeitbedarf

Ca. eine Stunde Vorbereitung und sechs Stunden im Smoker.

Ein Cut für Männer: Das Tomahawk Steak

Gestern hatten wir einen Nachbarn zum Grillen zu Gast und ich hatte mir vorgenommen richtig edel aufzutischen.

tomahawk steak grillen beefer rezept temperatur medium beeferIm Kühlschrank wartete noch ein Irisches 28 Tage dry aged Tomahawk Steak aus der Metro auf einen heißes Erlebnis. Als Beilage wollte ich ebenfalls etwas extravagantes reichen… In der BEEF! (Ausgabe 2/2014) hatte ich ein sehr interessantes Rezept für ein Focaccia mit Pecannüssen, Blauschimmelkäse und Birnen entdeckt, dass im Dutch Oven gebacken werden sollte. – Passt.

Das Steak habe ich wie immer schon am Vortag ausgepackt und auf dem Rost der IKEA-Ofenform im Kühlschrank lüften lassen. Ein nettes Stück Rind, oder? Ja, es ist die große Koncis-Form. ;-)

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Vor dem Grillen des Tomahawks ging es dann gestern aber erst mal mit der Vorbereitung des Focaccia aus der BEEF! los. Die interessante Kombination aus Brot, Blauschimmelkäse, Pecannüssen, Birnen, Honig, Olivenöl, Rosmarin und Murray River Saltflakes klingt wirklich, wirklich ungewohnt aber absolut sinnvoll. – Die Spannung auf das Ergebnis war nicht nur bei mir riesig.

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Als der Teig im Dutch Oven auf Hitze wartete, habe ich dann gleich zwei Anzündkamine angesetzt. Einer mit Jack Daniels Whiskey Barrel Charcoal für den Weber Kugelgrill, der andere mit normalen Grillbriketts für den Dutch Oven. Nachdem der Dutch Oven mit Briketts bestückt war, ging es dann endlich auch ans…

Tomahawk Steak grillen

Das Grillen eines sehr großen Steaks, wie dem Tomahawk (unseres hatte 1,3 kg), einem T-Bone, Rib Eye bone-in oder Porterhouse ist im Großen und Ganzen eigentlich ziemlich einfach. – In so fern man ein Grillthermometer besitzt.

Die Fakten

  • Grill für zwei Zonen vorbereitet: Extrem hohe direkte Hitze und mittlere bis niedrige indirekte Hitze.
  • Steak-Temperatur für Medium Rare: 54-56 °C
  • Grillvorgang: Von beiden Seiten angrillen, indirekt auf Kerntemperatur ziehen und dann etwas ruhen lassen

tomahawk steak grillen beefer rezept temperatur medium beeferUnd das ist eigentlich schon alles was man wissen und beachten muss… Das Steak kam bei extrem hoher Hitze auf den gut vorgeheizten Gussrost des Weber Kugelgrills und wurde von beiden Seiten jeweils drei Minuten lang scharf angegrillt. Danach habe ich das Steak mit einem Grillthermometer versehen und in die Zone mit indirekter Hitze gelegt und die Temperatur im Grill reduziert.  Das Steak habe ich dann bei 52°C Kerntemperatur vom Grill genommen und noch ca. 5 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit stieg die Kerntemperatur weiter um ca. 2-4 °C an und beim Anschnitt präsentierte sich das Fleisch perfekt auf den Punkt medium rare gegart. Das Irische Dry-Aged-Beef war wirklich klasse. – Insgesamt sehr intensiv im Geschmack mit leicht nussigen Noten und  dabei butterzart und schön mürbe. Top!

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In der Zeit in der das Steak indirekt im Kugelgrill gar gezogen wurde, war auch das…

Focaccia aus der BEEF!

…fertig und wurde aus dem Dutch Oven genommen. Der Duft beim Öffnen des Deckels war einfach nur der Wahnsinn!

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Das Brot schmeckte einfach super! Die Kombination süß-salzig-herzhaft war wirklich ein kulinarisches Erlebnis. Das Brot haben wir dann heute auch direkt noch einmal in einer Abwandlung mit etwas Vollkornmehl, Cashews und Oregano gebacken.

Viel Spaß beim Nachgrillen und -backen!