Archiv der Kategorie: Fleisch

kaufnekuh.de – Ein kleiner Erfahrungsbericht

Vor einiger Zeit bin ich auf kaufnekuh.de aufmerksam und natürlich sofort neugierig geworden.

ISS WENIGER FLEISCH – UND WENN, NUR
GUTES UND ZURÜCKVERFOLGBARES

So springt es einem gerade beim Besuch der Homepage direkt entgegen. Und dieses Motto kann ich absolut unterschreiben. Die Idee hinter kaufnekuh.de ist der Verkauf von Rindfleischpaketen. Mehr ist weniger ist mehr ist bei der Zusammenstellung des Pakets Programm: Das Paket enthält erfreulich „alltagstaugliche“, angemessene Fleischportionen zwischen 120 und 300 g pro Person. Eine Lieferung von kaufnekuh.de kostet 99,95 € für ungefähr 7,2 kg Fleisch. Dies entspricht bei der „vorgeschlagenen Dosierung“ 28 Mahlzeiten zu je 3,56 € pro Mahlzeit.

Gutes, zurückverfolgbares Rindfleisch muss also nicht teuer sein. Der günstige Preis wird dabei anscheinend dadurch ermöglicht, dass zum einen immer mit der Herstellung der Pakete gewartet wird, bis eine ganze Kuh ge- bzw. verkauft wurde und dadurch, dass die Pakete sich nicht nur auf die Premium-Stücke des Rinds fokussieren. Toll: Finde ich zum einen sehr nachhaltig und wenig verschwenderisch gedacht und zum anderen regt die Tatsache so etwas wie Rinderbrust oder Suppenfleisch im Haus zu haben dazu an sich auch mal an traditionellen Gerichten zu versuchen.

Und wie hat es geschmeckt?

Sehr gut… So einige klassische Grill- und BBQ-Gerichte, sowie das eine oder andere traditionelle Sonntagsessen habe ich für uns aus dem Paket gekocht.

Die Fleischqualität hebt sich deutlich vom Supermarkt-Durchschnitt ab. Vergessen darf man bei der Sache natürlich nicht, dass es sich nicht um Wagyu oder dry-aged Hereford handelt. Was man bekommt ist ehrliche Qualität und einen nachhaltig gedachten Ansatz zu einem fairen Preis.

Grillblog Christian

 

Pork-Burger mit Cranberry-Sauce

Da haben wir es mal wieder: Burger gehen immer! Auch wenn es dieses mal kein Beef-Burger ist, sondern – auf Grund des Gesamtkonzepts – ein Schweinefleisch-Patty auf dem Burger-Bun landet. Schwein und Crannberry sind nämlich zwei Geschmacksrichtungen, die wirklich gut zusammen funktionieren.

Inspiriert durch ein Jamie Oliver Rezept habe ich für euch einen Pork-Burger mit Cranberry-Sauce ausprobiert…

Pork-Burger mit Cranberry-Sauce

Zutaten Burger (je Burger)

  • Burgerbrötchen, beispielsweise unsere American Burger Buns (Ei ersetzt durch Chia-Gel, zusätzlich etwas Muskat in den Teig)
  • 150 g Schweinemett (gewürzt mit Salz & Pfeffer)
  • 1-2 TL Mayonnaise
  • etwas Salat (herbstliche Sorten)
  • gereifter Cheddar (gerieben)
  • grobes Salz, grob gemahlener schwarzer Pfeffer

Zutaten Sauce (je Burger)

  • 50 g Cranberries (frisch)
  • Abrieb von 1/2 Orange (oder 1 gehäufter Teelöffel getrocknete Orangenschale)
  • 1 EL Muscovado-Zucker
  • Saft von 1/4 Zitrone
  • etwas Wasser

Zubereitung

Die Burgerbrötchen werden nach Rezept (evtl. inklusive meiner Änderungsvorschläge) zubereitet. Ich habe morgens vor der Arbeit den Teig gemacht und diesen im Kühlschrank gehen lassen. Abends konnte ich dann die Burger-Buns backen.

Für die Cranberry-Sauce werden ganz einfach alle Zutaten in einem kleinen Topf zum Köcheln gebracht. Die Sauce dann bis zu einer sämigen Konsitenz einreduzieren.

Aus dem Schweinemett dicke Patties formen und pro Seite ca. 8 Minuten grillen/braten. Während die zweite Seite dran ist, die schon fertige Seite mit dem geriebenen Cheddar bestreuen.

In der Zwischenzeit die Buns aufschneiden. Die untere Hälfte wird mit der Mayonnaise bestrichen und mit etwas Herbstsalat belegt.

Pork-Burger mit Cranberry-Sauce

Die fertigen Patties kommen nun auf die unteren Bun-Hälften und werden mit Salz/Pfeffer gewürzt. Ein bis zwei Esslöffel Cranberry-Sauce darüber, Bun-Deckel drauf und fertig ist der Burger. – Guten Appetit.

IPA Craft Beer zum Burger

Zu einem guten Burger passt für mich fast immer ein gutes IPA. Dieses Mal gab es das Firestone Walker Double Jack aus dem Sortiment von Braufactum. Nicht weniger als 10 Gold- und Silber-Medaillen konnte dieses American Imperial IPA schon einheimsen.

Das Double Jack hat 9,5 Vol.% Alkohol und einen Wert von 85 auf der IBU-Skala. Ist also schon recht stark und moderat bitter. Das Double Jack ist sehr hopfig. Dabei kommen sehr fruchtige Sorten zum Einsatz. Man schmeckt Zitrus- und Grapefruitnoten. Ausgeprägte Malznoten balancieren die Bitterkeit aus und hinterlassen einen sehr runden Gesamteindruck.

Firestone Walker Double Jack IPA

Das Double Jack ist für mich eine perfekte Begleitempfehlung für einen guten, deftigen Burger.

Grillblog Christian

Southern Style Brisket aus dem Smoker

Das Brisket ist ein Klassiker in der in der amerikanischen und ganz besonders texanischen BBQ-Küche. Wer einen Smoker, Watersmoker oder zumindest die Möglichkeit im Kugelgrill zu smoken hat, sollte sich ein gutes Brisket nicht entgehen lassen.

Brisket ist in Deutschland mitunter nicht ganz einfach zu bekommen… Das hört man immer wieder. Das größte Problem dabei ist aber, dass viele Kunden und Verkäufer eigentlich garnicht wissen, was das Brisket eigentlich ist. Das Brisket ist der Brustkern vom Rind. Das Brisket besteht dabei aus dem Pectoralismuskel (Flat) und dem Supraspinatusmuskel (Point). Diese Muskeln werden von einer Fettschicht (Fat Cap) geteilt. Bei guten Metzgern kann man sich einen entsprechenden Brustkern in der Regel bestellen… Aber gute Metzger sind leider nicht überall und für jeden leicht erreichbar. Zum Glück gibt es mittlerweile aber auch Online-Versender wie zum Beispiel AllyouneedFresh, bei denen man ein Brisket bestellen kann.

Southern Style Briket

Zutaten:

  • Beef Brisket (Brustkern vom Rind)
  • BBQ Rub
  • BBQ-Sauce (8 Teile)
  • Süßer Senf (1 Teil)
  • Rübenkraut (1 Teil)

Zubereitung:

Am Vortag wird die Fettauflage (wenn nicht schon so geliefert oder vom Metzger erledigt) bis auf eine ganz dünne Schicht abgetrennt und das Brisket großzügig (!) mit einem BBQ-Rub der eigenen Wahl eingerieben. Dabei kann ich nur empfehlen ein nicht zu süßes Rub zu wählen… Zu viel Süße passt nicht zu Rind und durch den Mopp kommt noch genug Zucker ins Spiel. Das gerubbte Brisket wird dann straff in Frischhaltefolie gewickelt und über Nacht im Kühlschrank aufbewahrt.

Am Tag X geht es dann los. Ungefähr acht bis zehn Stunden sollte man für das Brisket im Smoker einplanen. Der Smoker wird auf ca. 115°C (min. 100°C, max. 130°C) eingeregelt und das Brisket aufgelegt. Als Smokeholz ist (in unseren Regionen) Buche oder Kirsche zu empfehlen.

Jetzt braucht erstmal nur der Smoker Aufmerksamkeit und möchte auf Temperatur gehalten werden.

smoker thermometer

Wenn eine Kerntemperatur von 85°C erreicht ist, wird das Brisket mit einem aus BBQ-Sauce, Süßem Senf und Rübenkraut angemischten Mopp eingepinselt. Weitere 30 Minuten sollte man dann für das Brisket im Smoker einplanen. Höher als 90°C sollte die Kerntemperatur dabei aber nicht steigen… dann lieber früher servieren. Guten Appetit!

Tipps

Zu einem Brisket passen ganz besonders gut Refried Beans, Maisbrot, Coleslaw, Mashed Potatoes, Mac’n’Cheese und/oder Süßkartoffelpüree.

Grillblog Christian