Archiv der Kategorie: Experimente

Burgerwochen: Selbst gebackene Burger Buns

Burgerbrötchen Buns Burger Rezept Backen GrillenGestern haben wir uns am Abend zu einem Meeting im Rahmen der Burgerwochen zusammen gefunden. – Auf dem Programm standen die OCB-California-Burger: Martin wird noch darüber berichten.

Ich habe zu dem Projekt die Idee und das Rezept für selbst gebackene Burger Buns zugesteuert und möchte somit kurz ein paar Worte dazu verlieren.

Gute Burgerbrötchen zu bekommen ist nicht leicht… im Supermarkt gibt es zwar abgepackte Ware, die nach Burgerbrötchen aussieht und wenn noch lange haltbar, auch irgendwie so schmeckt, aber doch irgendwie ein bisschen trocken, fade und von seltsamer Konsistenz ist. – Der am logischsten erscheinende Ausweg ist also: Selber machen!

Ich habe also das Netz noch passenden Rezepten durchsucht und aus diesen unser eigenes Burgerbrötchen-Rezept extrahiert. Das Ergebnis war – nicht nur für den ersten Versuch – absolut überzeugend und das Rezept konnte fast genau so wie gebacken in unsere Datenbank aufgenommen werden. Lediglich die Menge an Salz habe ich ein wenig nach oben korrigiert (bereits im Rezept berücksichtigt).

Das Nachbacken kann ich absolut empfehlen. – Selbst gebackene Buns bringen deine Burger auf ein ganz neues, höheres Level. Wenn man sich mit Themen wie Wagyu- oder Bison-Burgern beschäftigt, würde ich nichts anderes mehr verwenden wollen.

 

Die vielleicht komplizierteste BBQ-Sauce östlich des Rheins

Barbecue BBQ SauceHeute Abend soll es Spare-Ribs geben… Die OCB-Crew hat beschlossen, da mal diverse Zubereitungsmöglichkeiten zu testen und heute machen wir den Anfang. Zu einem schönen Spare-Ribs-Essen gehört aber auch auf jeden Fall eine gute Barbecue-Soße. – Und da ich mir für den heutigen Brückentag frei genommen habe, werde ich mich einfach mal selbst daran versuchen.

Im Netz habe ich diverse Rezepte für interessante Saucen gefunden… das Problem war nur, dass mir meistens ein paar Zutaten nicht zugesagt haben oder irgendwie der richtige Kick fehlte. Also habe ich auf Basis einiger Rezepte eine eigene Zutatenliste generiert, die nun ausprobiert werden musste.

Hofladen SchmidtHausZuerst mussten die Zutaten beschafft werden… wie gut, dass es 500 m weiter einen tollen Hofladen gibt. Tomaten, Chillies und Paprika wanderten in meinen Korb. Weiter zum Edeka, eine Flasche Jack und Apfelessig gesellte sich dazu. Der Knoblauch und sonstige Zutaten waren noch vorrätig und die Äpfel stammen vom Baum aus unseres Nachbars Garten.

Zurück daheim wurde erstmal der Anzündkamin angeworfen und während die Briketts durchglühten, habe ich die Zutaten auf unsere Brainstream FireWire aufgefädelt. Danach ging es dann auch direkt auf den Grill. – Ich muss sagen, wenn man viel Kleinkram auf den Grill werfen möchte, sind diese flexiblen Grillspieße gar nicht schlecht!

Während das leckere Gemüse dann auf dem Grill über den Tabasco Woodsmoke Chips vor sich hin räucherten, wurde im Topf die Cola mit dem Whiskey einreduziert. Als eine sirupartige Konsistenz erreicht war, war auch das Räuchern abgeschlossen und alles durft im Topf zu einer homogenen Masse püriert werden. Noch einen Schuss Whiskey dazu… fertig. Und liebe Leser… ich sage euch: Die genialste fruchtige BBQ-Sauce, die ich bisher probiert habe. Der Rauchgeschmack kommt ganz anders rüber als bei fertigen Saucen… Ich denke unsere amerikanischen Freunde würden was von „rich smoke flavour“ erzählen. ;-) Unbedingt ausprobieren!

Hier findet Ihr das genaue Rezept für diese BBQ-Sauce.

 

Abendliche Rub Experimente

BBQ Rub selber machen RezeptHeute Abend haben wir uns mit Martin zu einer abendlichen Rub-Verkostung zusammen gefunden.

Im Vorfeld haben wir uns drei interessante Rubs ausgesucht, die wir schon länger mal ausprobieren wollten… Das afghanische Hawayej, ein amerikanisches BBQ-Rub und das ganz neu erdachte Coffee Surprise Rub, dass Martin basierend auf einem im Netz kursierenden Jawa-Rub kreiert hat.

Heute, kurz nach 17:00h schlug Martin mit den im türkischen Supermarkt gemachten Einkäufen bei uns auf. Kardamom, Piment, Cumin, granulierten Knoblauch und mehr bekommt man dort einfach wesentlich (!!!) günstiger als im Supermarkt. Nach dem obligatorischen Ankunfts-Kaffee machten wir uns auch direkt an die Zubereitung der Rubs. Vorab: Den Versuch schwarze Pfefferkörner zusammen mit schon gemahlenen Gewürzen zu zerstoßen werden wir nicht wiederholen. ;-) Von dieser körperlichen Anstrengung abgesehen ist die Zubereitung von Rubs natürlich nicht wirklich eine Herausforderung und wir hatten relativ schnell drei Tupper-Dosen voll von lecker riechenden Gewürzmischungen fertig gestellt.

Das afghanische Hawayej riecht von den Dreien eindeutig am intensivsten und exotischsten. Erstaunlich zurückhaltend hat sich die Kaffee-Überraschung gegeben.

Mit dem BBQ-Rub und dem Hawayej – das übrigens angeblich ein langes Leben verleihen soll – haben wir Schweinemedaillons vom Filetstück gerubbt. Das Coffee Surprise Rub haben wir an Hähnchenunterkeulen ausprobiert. Als Beilagen sollte es Patatas Bravas und gebratene Paprika und Tomaten mit Sesam geben.

Nachdem die Hähnchenkeulen angegrillt waren, wanderten die Medaillons auf den Grill und nachdem diese durchgegrillt waren, durften die Hähnchenteile noch weiter indirekt grillen.

Und wie schmecken die Rubs?

Das Hawayej schmeckt auf jeden Fall sehr interessant. Kräftiges Nachsalzen bei Tisch ist natürlich erforderlich, da das Rub selbst ja kein Salz enthält. Für Schwein ist es denke ich – entgegen der im Netz vertretenen Meinung – nicht die erste Wahl: Ich möchte es sehr gern mal mit Thunfisch ausprobieren.

Das BBQ-Rub trifft meinen Geschmack für ein unauffälliges Rub… aber auch hier: Schwein ist für mich nicht die erste Wahl. Ich denke dieses Rub würde sich auf einem ordentlichen T-Bone-Steak wesentlich besser machen.

Nachdem diese beiden Rubs auf Schweinefilet verkostet waren, ging es an das dritte und letzte Rub: Die Offenbarung des Abends. Das leicht fernöstlich angehauchte Rub mit superscharfem Thai-Chilipulver und einem echt hohen Anteil Kaffeepulver war weder wirklich scharf, noch schmeckte es wirklich nach Kaffee. – Es war einfach lecker. Sogar Judith, die eigentlich um jede Form von Kaffee einen riesen Bogen macht, hat eine der Keulen verspeist und für lecker befunden.

Auf den Punkt gebracht: Super Abend, interessante Gewürze ausprobiert und viel Spaß gehabt. Aktionen wie diese werden wir auf jeden Fall wiederholen. – Zur Nachahmung empfohlen.