Archiv der Kategorie: Experimente

Sansibar BBQ Steak von Otto Gourmet

flat iron steak us beef otto gourmet sansibarGestern Abend kam bei uns etwas hochaktuelles auf den Grill: Das ganz neue „Sansibar BBQ Steak“ von Otto Gourmet.

Das Sansibar BBQ Steak war bisher Gästen der gleichnamigen Bar auf Sylt vorbehalten, an die es von Otto Gourmet exklusiv geliefert wurde. Seit einigen Tagen ist das Steak nun auch direkt über den Online-Shop von Otto Gourmet zu beziehen. Das besagte Steak ist ein amerikanischer Schnitt aus der Rinderschulter, der in den USA als Flat Iron bekannt is. Der offizielle deutsche Name dieses Special Cuts wäre wohl „Schulterscherzel“… aha! Die Sansibar BBQ Steaks stammen vom Angus/Hereford und werden im 2er-Set zu jeweils ca. 300g (ca. 3cm dick) geliefert. Als kleine Zugabe gibt es ein wenig Wagyu-Fett zum braten und ein paar Murray River Salt Flakes. – Perfekt.

otto gourmet sansibar bbq steak us beef grill blogDie Steaks waren die erste „fresh frozen“-Lieferung, die ich von Otto Gourmet erhalten habe und bin echt begeistert. Die Versandverpackung mit Styropor-Box und Trockeneis-Kühlung war noch super kalt.

Die Steaks selbst waren in einer kleinen Papp-Box mit Sansibar-Design verpackt, die neben den Sansibar BBQ Steaks auch ein Infoblatt inklusive Zubereitungsanleitung, die Murray River Salt Flakes und das Wagyu-Fett enthielt. Die Steaks waren herrlich marmoriert, die Vorfreude auf das freitägliche Grillen stieg. Nachdem die Steaks nun angekommen und begutachtet waren, durften sie für einen Tag in den Kühlschrank zum schonenden Auftauen. Wie wir schon in der Perfect Meat Academy gelernt haben: So schnell wie möglich gefrieren, so schonend wie möglich auftauen, damit der Einfluss dieses Prozesses auf das Fleisch so gering wie möglich bleibt.

Da diese Steaks natürlich so perfekt wie möglich zubereitet werden sollten, wurde der Grill mit meinem Barbequer-Gussrost und der Griddle Plate ausgestattet und mit Weber Steakhouse Premium Restaurant Coal angeheizt. Diese Kohle hat in unserem großen Brennmaterialtest  für Steaks eindeutig die Nase vorn. Eine sehr hohe, aber dennoch gut zu kontrollierende Hitze. Die Ergebnisse des Brennmaterialtests werden wir übrigens im Laufe des Aprils für euch zusammenfassen.

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Nachdem mein Weber One-Touch Grill auf Temperatur gebracht und die Griddle Plate ordentlich durchgeglüht war, kamen die Steaks zusammen mit dem Wagyu-Fett darauf. – Wie bei Steaks dieser Dicke üblich für vier mal 90 Sekunden plus fünf Minuten Ruhezeit. Macht dann in Summe 52°C Kerntemperatur. Zum Schluß noch einmal für ein paar Sekunden über die Flammen und ab damit auf’s Schneidebrett. Und nach dem Anschnitt sah das dann so aus:

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Auf dem Teller wurde dann noch mit etwas schwarzem Kerala-Pfeffer und ein paar Murray River Salt Flakes gewürzt und probiert. Dazu gab es Rosmarinkartoffeln, glasierte Karotten und einen schönen Salat. Ich hatte ja schon ein, zwei mal das Vergnügen Fleisch von Otto Gourmet zu verkosten, meine Liebste und unsere zwei Gäste hingegen nicht… Man war sich aber einig: Das ist eine ganz andere Fleischdimension als das, was der Supermarkt, ein örtlicher Metzger oder auch die Metro so anbieten. Wir fühlen uns wieder mal bestätigt in unserem Ansatz „seltener Fleisch essen, aber wenn dann von guter Qualität“.

Grillblog Christian

Burger Grillen zum Abendessen – Die experimentelle Variante

Burger Steak Grillen Tatar Blog RezepteNach der Arbeit war heute erstmal Heimwerken angesagt… und danach ist man ja bekanntermaßen ziemlich hungrig. Da meine Liebste heute mal wieder auf ihrer Weiterbildung ist, musste ich mich allein verpflegen. – Das schreit natürlich nach einem Experiment für unseren Grill Blog.

Seit einiger Zeit schon liegt uns das Thema „Burger Patties aus selbst gemachtem Hackfleisch“ im Magen, bzw. eben noch nicht im Magen. ;-) Auf der Perfect Meat Academy: Dry Aged bei Otto Gourmet kam dann noch die Inspiration mit dem selbst geschnittenen Tatar aus Rinderhüfte dazu. Verquickt man diese Ideen mit ein bisschen kürzlich angelesenem Hintergrundwissen über den Fettgehalt von Burgern und der dringenden Notwendigkeit meine neuen Burgvogel-Messer auszuprobieren, verdichtet sich ein Plan:

steak burger grillen blogEin Steak beschaffen (in diesem Fall günstiges Roastbeef), sich mit einem der schönen neuen Messer daran auslassen, ca. 20% zusätzliches Rinderfett (in diesem Fall Blanc de Boeuf) dazu geben, das alles zu einem angemessen riesigen Burgerpatty formen und gegrillt als Abendessen verzehren. Schon ist ein neues, sehr interessantes Rezept für unseren Grill Blog geboren: Der Burger – Tartare Style. Man könnte ganz frei nach Nathan Myhrvolds Modernist Cuisine ja schon fast von einem „constructed patty“ sprechen. Die Möglichkeiten, die diese Methode nach oben hin offen lässt, sind enorm: Mir kommt gerade schon die eine oder andere Kombination in den Sinn. 

burgerbrötchen selber backen grill blog rezepteDa aber so ein schönes Patty von einem leckeren Brötchen umgeben werden muss und ich ein solches nicht vorrätig und auch nicht zuvor eingekauft (wo auch?) hatte, habe ich noch ein weiteres neues Rezept erdacht: Das Artisan Burger Bun. – Ein Rezept für ein etwas rustikaleres und aromatischeres Burgerbrötchen mit Mengenangaben für ein einzelnes Brötchen.

Burger Gussrost Grill Blog BrandingDas Brötchen ist gebacken, das Patty geformt. In der Zwischenzeit habe ich den Weber Rapidfire Anzündkamin ausprobiert. – Aber erstmal mit proFagus Buchen-Holzkohle und nicht mit den mitgelieferten Long Lasting Premium Briquettes. – Das wäre für ein einziges Patty dann doch eher Verschwendung gewesen. Der erste Eindruck war aber auf jeden Fall sehr gut… der Rapidfire ist deutlich größer als die üblichen Baumarkt-Kamine und die hohe Füllmenge reicht somit auch sehr gut für eine Direkt-/Indirekt-Glut im 57er Weber One Touch Premium aus. Nach 30 Minuten ist die Kohle durchgeglüht und es kann gegrillt werden. Das Patty wandert auf den zuvor einige Minuten vorgeheizten Gussrost. Das Fett schmilzt sehr gut aus und der Burger haftet nicht im geringsten an. Super! So muss das laufen.

Fertig gegrillt, wird der Burger noch mit Stokes Ketchup, Mayo, etwas Chinakohl und Knoblauchsprossen als Salat  komplettiert. – Lecker!

Mein Fazit

Das Brötchen war ein voller Erfolg, durch das Buchweizenmehl (siehe Rezept) kam eine wunderbar rustikale Note durch und das Patty war einfach der Knaller. – Die nächsten Burger die ich mache, werden aus Simmentaler Rind mit hinzugefügtem Wagyu-Fett bestehen. Ich stelle mir vor, dass diese Mischung echt ein Knaller sein könnte.

Grillblog Christian

Ein schnelles Abendessen: Simmentaler Roastbeef

Simmentaler Rind Roastbeef Metro Steak grillen RezeptSame procedure as sometimes: Meine Liebste kommt erst spät nach Hause und ich muss allein essen. Kommt recht selten vor, aber auch wenn ich alleine esse, nehme ich mir trotzdem die Zeit etwas Schönes zuzubereiten… Sprich, ein Steak. ;-)

Heute musste ich nach dem Büro noch kurz nach Leverkusen um im Baustoffhandel ein bisschen Material für’s Haus einzukaufen… da lag es doch nahe, kurz einen Abstecher in die Metro zu machen, um fürs Abendessen, die geplante Dutch Oven-Nutzung am Sonntag und evtl. noch etwas auf Vorrat einzukaufen. Letztendlich liegen ein Schweinenacken für Sonntag, ein US Beef Flanksteak auf Vorrat und zwei Deutsche Simmentaler Roastbeefs im Einkaufswagen.

Deutsches Simmentaler Rind interessiert mich schon länger, denn man hört ja doch viel Gutes darüber. Um so erfreuter war ich heute in der Metro, denn das Simmentaler Fleisch wurde gerade sehr günstig verkauft. Zwei Steaks von zusammen knapp 450 g für nur etwas über neun Euro. – Der Preis ist schonmal Top! Und das Fleisch?

Aus der Vakuumverpackung befreit, sieht das Fleisch schonmal sehr gut aus. Schön kräftig rot und gleichmäßig marmoriert. Die Steaks dürften zwar etwas dicker sein, aber was solls. Ich trockne die Steaks ab und lasse sie erstmal noch ein wenig bei Raumtemperatur akklimatisieren. In der Zwischenzeit bereite ich mir als Beilage mein Quick Naan Bread zu. Währen das Brot und die Steaks noch vor sich hin „reifen“, kümmere ich mich um die

Hardware…

Ich habe nämlich sowohl Brot als auch die Steaks auf der Gusseisengrillplatte aus dem BBQ Bull Dutch Oven Set gebraten. Da am Sonntag ja auch der Dutch Oven angeworfen werden soll und mir die Idee gekommen ist unseren uralten Supermarkt-Grill als Dutch Oven Tisch zu verwenden, habe ich diesen auch direkt für die Gussplatte genutzt. Einfach ein kleines Holzfeuer darin entfacht und die Platte flugs auf Temperatur gebracht. Es ist Zeit zum

Steaks grillen…

Schnell wird aus dem Brotteig noch ein Fladen geformt und dieser wie auch die Steaks leicht mit Öl eingerieben und schon geht es ab auf die Grillplatte. Herrlich, wie die Steaks beim Drauflegen zischen… die Temperatur passt und mir steigt der Geruch, den wir alle lieben entgegen. Zwei mal eine Minute pro Seite und fünf Minuten ruhen. – Fertig sind die Steaks. Die Gussplatte gibt sich unproblematisch, weder Steaks noch Brot backen an.

Auf der Steakplatte kommt noch ein wenig Butter auf die Steaks und meine neuen Lieblingsgewürze: Schwarzer Kerala-Pfeffer vom „Alten Gewürzamt“ und Murray River Salz Flocken. Mehr braucht kein gutes Steak.

Und wie schmeckt das Simmentaler?

Super! Es ist nicht ganz so zart, wie die Marmorierung mich hat erwarten lassen, aber weit davon entfernt zäh zu sein. Der Geschmack hebt sich deutlich von deutscher oder argentinischer Standardware ab, ich schmecke leicht butterig-nussige Noten. Der typische Rindgeschmack kommt angenehm durch. Ich hoffe die Metro behält dieses gute Fleisch zu so erschwinglichen Preisen im Programm.

Grillblog Christian