FOOD-O-GRAFIE #1 | ein kurzer Blick hinter die Kulissen

food-o-grafie 2013 - #1 Kamera Ausrüstung (Einsendeschluss 28.02.2013)Zorra vom „kochtopf“ ruft mit dem Event FOOD-O-GRAFIE auf ihrem Blog dazu auf, einen Blick auf unser Kameraequipment preis zu geben. Die Idee gefällt mir und so sitze ich jetzt hier und verfasse für euch diese Zusammenfassung. – Womit wir vom Oudoor-Cooking-Blog unsere Kocherlebnisse in digitaler Form festhalten, um sie später hier zu präsentieren. Warum nur eine Zusammenfassung? Eigentlich ist die Fotografie ja recht einfach, man nimmt seine Kamera und macht sein Foto, beachtet dabei den Bildausschnitt und die Komposition der Objekte und sorgt für gutes Licht. Klingt ja so recht einfach und für den geübten Fotografen ist es das auch. Allerdings gibt es auf dem Weg dahin viele, stellenweise winzige Dinge zu beachten. Und selbst ein ausgelernter Fotograf der seit 25 Jahren nix anderes macht, lernt jeden Tag etwas dazu. An dieser Stelle möchte ich denjenigen, die mehr als nur ihr Essen knipsen wollen, empfehlen sich ein Buch zum Thema Foodfotografie anzuschaffen. Aber in diesem Artikel zu dem Zorra aufgerufen hat, soll es um die Kamera gehen.

Was besonders interessiert:

  • Welches Modell ist im Einsatz?
  • Wurde es speziell für Food-Fotografie zugelegt?
  • Welches sind die Vor- und Nachteile des Modells?
  • Entspricht es euren Anforderungen?
  • Würdet ihr das Modell wieder kaufen?
  • Welche ist eure Traumkamera?
  • Technische Daten, wie Sensor-Grösse, Megapixel, ISO, Video, WLAN etc. sind ebenfalls interessant.

DSLR- und Kompakt-Systemkamera-Besitzer:

  • Welche Objektive besitzt ihr?
  • Falls mehrere welches ist euer liebstes Objektiv für Foodfotos und warum?

Ok, gehen wir mal ein paar Jahre zurück, als ich eine DSLR haben wollte. Ich hatte im Studium alles Geld zusammen gekratzt, um mir eine Canon 10D zu kaufen und ein EF 24-85mm f3.5-4.5 usm Objektiv. Im Laufe der Zeit folgte dann eine Canon 30D und zu guter letzt dann vor ein paar Jahren die Canon 5D. Natürlich hat sich bis zu diesem Zeitpunkt auch der Objektivpark geändert. Ein 16mm Fisheye, EF 16-35mm f2.8, EF 50mm f1.8, EF 28-75mm f2.8 und ein EF 70-200mm f2.8. Dazu noch dies und das an Equipment wie Kompaktblitze, Studioblitze, Stative, Taschen, Koffer, etc. – Normalerweise fotografiere ich im People-Bereich und meine Ausrüstung ist auch für mich dahingehend optimiert.

Warum die 5D mit den Folgen der ganzen „teureren“ EF Objektive die man braucht ? Nun ja, seit der Ausbildung liebe ich den großen vollformatigen Sensor und möchte mit nichts kleinerem mehr Arbeiten. Die Farben, Schärfe und vor allen die geringe Tiefenschärfe haben es mir angetan. Diese Investition habe ich nie bereut. Als nächstes wird vermutlich eine Canon 5DmkIII ins Haus kommen. Ein Traum wäre die 1Dx! Das Objektiv, was am meisten zum Einsatz kommt, ist das Tamron 28-75mm. Es hat den Zusatz-Makro, was bei diesem Objektiv allerdings nur bedeutet, dass es eine geringere Naheinstellgrenze hat und es mir ermöglicht näher an mein Motiv/Objekt zu kommen. Richtige Makroobjektive sind nur für den Nahbereich berechnet und nur als Festbrennweiten zu bekommen. Vermutlich wird da auch noch die ein oder andere Festbrennweite ins Haus flattern, die lassen sich ja auch gut für ein Portrait nutzen.

Eigentlich würde ich jetzt gerne noch etwas über Licht und Bildaufbau reden, aber Zora lässt durchblicken das es wohl noch mehrere Teile geben soll, in denen dann auf genau diese Themen eingegangen wird. Also braucht ihr hier etwas Geduld.

Allerdings sind nicht alle Bilder hier auf dem Blog mit meiner Canon 5D entstanden. Martin arbeitet mit einer 600D und Christian noch mit einer Panasonic Kompaktkamera. Einge der Bilder hier sind auch mit dem iPhone bzw. Handy entstanden. Das passiert immer dann, wenn wir eigentlich nur etwas gemütlich grillen wollen, es aber dann doch wieder ausufert. Die beste Kamera ist halt die, die man dabei hat – in diesem Sinne benutzt was ihr zur Verfügung habt und zeigt der Welt, dass es nicht die Ausrüstung ist die ein gutes Bild macht!

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Canon 5D | ISO800 | 1/125sec | 75mm | f2.8 | Blitz indirekt an die Decke | AV Modus

Das Essen ist so vom Grill gekommen und auf den Tisch gewandert. Klar achtet man schon etwas auf die Anordnung, aber man will ja auch noch warm essen.

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Canon 5D | ISO800 | 1/125sec | 75mm | f2.8 | Blitz indirekt an die Hauswand | AV Modus

Fokusiert auf den hinteren Rand vom Fleisch. Schöner Verlauf der Unschärfe, aber dennoch genug um das Grillrost und die Kartoffeln zu erkennen. Dank dem Blitzlicht als Aufheller kann man die Glut gut erkennen.

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Canon 5D | ISO1600 | 1/100sec | 200mm | f4.5 | Blitz indirekt über Decke | AV Modus

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Canon 5D | ISO800 | 1/100sec | 75mm | f2.8 |  AV Modus | +1/3 EV | Licht wie in der Küche vorhanden plus Aufheller von Links

Für mich entstehen die Bilder unserer Gerichte die wir hier zeigen eher aus einer Reportage heraus. Wir haben dabei immer einen gemütlichen Abend und die Fotos sind eher ein Beiwerk. Dabei drücke ich bei einigen Sachen schon mal ein Auge zu. Kein Stativ, hohe ISO Werte nur mal so als Beispiel. Wenn man viel Zeit mitbringt und nicht unbedingt wert darauf legt warm zu essen, kann man bei der Bildkomposition genauer arbeiten und holt dann wirklich das beste aus seiner Kamera und dem Motiv heraus.

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Canon 5D | ISO50 | 1/160sec | 100mm | f20 | Blitzanlage im Studio | M Modus | Stativ

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Canon 5D | ISO50 | 1/120sec | 100mm | f20 | Blitzanlage im Studio | M Modus | Stativ

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Canon 5D | ISO100 | 1/160sec | 100mm | f22 | Blitzanlage im Studio | M Modus | Stativ

Wie oben schon angesprochen nützt einem die beste Ausrüstung nichts wenn man sie nicht dabei hat. So entsteht auch schon mal das ein oder andere Foto mit dem Handy, das hat ja fast jeder immer dabei. Ich bearbeite fast alle Foodbilder vom iPhone, die auf das Blog kommen, mit Instagram.

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Natürlich kann man mit seiner Kamera auch andere Motive festhalten. Darauf will ich hier, es geht ja ums Essen, nicht weiter eingehen. Unter Fotograf-Leverkusen könnt ihr euch dazu noch passendes Bildmaterial anschauen. Was bleibt jetzt noch zu sagen? Schnappt euch ein paar Zeitungen oder Bücher, schaut euch die Aufnahmen dort an, studiert Licht und Bildmotiv und ihr werdet merken das eure Bilder mit der Zeit immer besser werden…

6 Gedanken zu „FOOD-O-GRAFIE #1 | ein kurzer Blick hinter die Kulissen“

  1. Jungs, Jungs… bei den Bildern bekomme ich schon wieder „schmacht“.
    Ist 9.25 Uhr eigentlich zu früh zum grillen? Nee, zu früh geht nicht – nur zu spät ;-)

  2. Der Beitrag gefällt auch mir sehr gut. Man merkt direkt, dass du in deinem Element bist. Ich würde mich auch auf weitere dieser Beiträge freuen. Die Fotos sind wie immer klasse ausgewählt. Jetzt hab selbst ich Lust zu grillen.

  3. Wunderschöner Beitrag! Besonders der Satz: „Die beste Kamera ist die, die man dabei hat“ gefällt mir.
    Der Mojito ist wahnsinnig schön abgelichtet. Da bekommt man sofort Lust auf Strand und Sommer.

  4. Wow, was für tolle Bilder. Die vom Iphone sind dann im Vergleich aber nicht wirklich der Hit. ;-)

    Danke fürs Mitmachen und ich freue mich schon auf euren nächsten Beitrag, wenn es heisst Food-o-grafie #2…

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