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GSI Glacier Percolator und 50 fl oz Java Press

Heute beschäftigen wir uns auf dem Outdoor-Cooking-Blog mal wieder mit dem Thema Kaffee. Und das mit einem kleinen Vergleichstest.

Wir sind als OCB-Crew ja wie Ihr schon wisst häufig als größere Gruppe (Partner/innen, Kinder, Freunde, …) campen. Für 7,8,9,10 Personen ohne Strom guten Kaffee zu kochen ist keine triviale Aufgabe und die Herausforderung fängt schon bei der Auswahl von geeignetem Equipment an. An sich kompakte Filterhalter fallen für die benötigten Mengen eigentlich schon vom Handling her aus. Ein passendes Gefäß ist nämlich immer noch notwendig. Ein Perkolator oder eine French Press erscheinen hier sinnvoller.

Und genau diese beiden Varianten – jeweils aus dem Hause GSI – haben wir einmal unter die Lupe genommen: Den Glacier 8 cup Percolator und die 50 fl oz Java Press.

Glacier 8 cup Percolator

Der acht Tassen fassende Perkolator ist äußerst robust verarbeitet. Das Material ist ein seewasserbeständiger 18/8-Edelstahl. Lediglich der Knauf aus Acrylglas mag für den härtesten Einsatz im/am Lagerfeuer fragwürdig sein. Beim OCB-Test haben wir den Perkolator auf einem kleinen Klapprost direkt im Lagerfeuer genutzt, hatten mit dem Knauf aber keine Probleme.

Die Handhabung des Perkolators ist – wie in dieser Produktart nicht üblich – sehr simpel. Wasser in den Perkolator, Kaffee in den Einsatz und ab über die Flamme damit. Lediglich die „Perkolierzeit“ braucht etwas an Erfahrung, denn tendenziell neigt man dazu den Brühvorgang zu früh zu beenden. Die Glacier-Serie von GSI wird als „ultra-rugged“ beworben und dass passt auch: Der Perkolator wirkt wirklich unzerstörbar. Eine 14 cup Variante ist ebenfalls im Angebot.

50 fl oz Java Press

Diese 1,5 Liter fassende French Press ist ein Produkt auf das ich persönlich lange gewartet habe. Viel einfacher und schneller kann man Outdoor-Kaffee für eine kaffeedurstige Meute nämlich nicht zubereiten. 90 g Kaffee, 1,5 Liter kochendes Wasser, 5 bis 6 Minuten Zeit und alle sind glücklich. Das Gefäß besteht aus transparentem Kunststoff, der isolierte Überzug besteht aus ballistischem Nylon. Das Ganze wirkt sehr wertig und robust.

In unserem Test hat sich gezeigt, dass die Isolierung trotz des dünnen Überzugs erstaunlich (!) lange warm hält. Der French Press Mechanismus und auch das Filtersieb sind sinnvoll ausgelegt. Alles in Allem ist der Test also voll bestanden.

Fazit

Und wer ist jetzt der Testsieger? Beide!

Ich denke welche der beiden Varianten man bevorzugt muss man vom Einsatzzweck abhängig machen. Für den Campingtrip mit vielen Freunden, bei dem auf praktikable Art und Weise viel Kaffee her muss ist bei uns in Zukunft die Java Press im Gepäck. Wenn es auf Offroad- oder Bushcrafttour geht, bei der das Lagerfeuerleben im Vordergrund steht, kommt der Glacier Percolator mit… Denn ein Kaffee aus dem Lagerfeuer ist halt etwas ganz Besonderes.

Primus Atle

Nach der letzten Reise wusste ich das etwas neues her muss. Wir hatten 2 Campingkocher dabei, einen mit Primus Mimer Stove mit Gaskartuschen für drinnen und einen Optimus Polaris Multifuel der auch mit Diesel läuft, aber irgendwie nervte es doch nach ein paar Wochen. So sind wir wieder zurück zu einem 2 Flammen Gaskocher. Doch was sollte er können? Nun, stabil stehen, auch mal nen großen Topf verkraften und ordentlich Bumms haben…

Primus Atle

Bei Primus sind wir fündig geworden. Der Primus Atle hat 2×3,3kW Leistung und bietet Platz genug für große Töpfe. Dazu kommen Brenner die nicht einen zu kleinen Durchmesser haben.

Der große Brenner und die stabile Topfauflage
Die Topfauflage lässt sich leicht entfernen um sauber zu machen

Hier ein paar Fakten:

  • Höhe (mm): 95
  • Breite (mm): 300
  • Länge (mm): 550
  • Jahreszeiten: 3 Jahreszeiten
  • Leistung (W): 3360×2
  • Gewicht (g): 5200
  • integrierter Windschutz
  • Adapter für Campingaz Flaschen und 5/11 Kilo Gasflaschen
Primus Atle aufgebaut mit 2,75kG Campingaz Flasche

Aufklappen, Windschutz einhaken, Gasflasche anschließen und schon kanns losgehen.

Langzeittest – 6 Wochen im Dauerbetrieb

Wir haben den Kocher auf unserem Roadtrip durch Deutschland 6 Wochen getestet. In der Zeit wurde er mindestens 65 mal aufgebaut, er hat 35 mal unser Abendessen zubereitet, mindestens 80 Kannen Kaffee gekocht und auch ein paar Brote gebacken. Wir haben etwas mehr als eine Gasflasche verbraucht.

Ich habe in den 6 Wochen so ziemlich alles gemacht was man mit einem Campingkocher machen kann. Wir haben mit dem Omnia Backofen Brot gebacken, Kuchen gebacken, Brötchen aufgebacken und Nudeln mit Käse überbacken. Wir haben Milchreis gekocht, mit dem Dutch Oven gekocht und endloch viel Kaffee gemacht – alles, aber wirklich alles klappt hervorragend. Dank des relativ großen Brenners gibt es keine Hotspots am Topfboden. Besonder bei Pfannkuchen und Reis merke ich da einen Unterschied. Früher ist mir der Reis öfter in der Mitte angebrannt. Nach dem Kochen, wenn alles abgekühlt ist, lässt sich alles auch gut reinigen. Bis auf Brenner und Topfauflage die durch die starke Hitze angelaufen sind sieht der Kocher aus wie neu.

unterwegs auf einem Bauernhof, am Waldrand geparkt

Doch es gibt auch ein par Dinge die mich stören:

  • die Piezo Zündung klappt nicht immer und ist recht laut
  • der Gasschlauch ist recht kurz
  • kein Adapter auf kleine 450gr Kartuschen

Der Primus Atle Gaskocher, ein grundsolider 2 Flammengaskocher ohne viel Schnick Schnack – nicht mehr und nicht weniger – und genau das was wir brauchen für unsere Kurtztrips oder Abenteuerreisen!

 

 

Test: SOTO Muka Bezinkocher

Heute gibt es mal wieder einen Testbericht auf OCB… Ich hatte die Gelegenheit einen SOTO Muka Benzinkocher unter die kritische Lupe zu nehmen.

Mit folgenden Eigenschaften wird der Muka beworben:

  • Kein Vorheizen
  • Einfache Vorbereitung
  • Leistung:
    • 4.000 kcal/h
    • 4,650 W
    • 15800 BTU
  • Brennstoffarten: Reinbenzin, bleifreies Benzin
  • Brenndauer:
    • Ca. 1 h bei max. Leistung
    • 1,5 h bei 2.500 kcal/h (10.000 BTU)) unter Aufnahme von 480 ml bleifreien Benzins
  • Abmessungen:
    • im Betrieb: 13,5×13,5×8 cm;
    • Transport: 8×6,5×8 cm 

Der Muka wird mit sehr umfangreichem Zubehör geliefert…

…sogar eine feuerfeste Unteralge und ein Windschutz sind dabei. Lediglich die Brennstoffflasche muss gesondert erworben werden. Das liegt aber daran, dass verschiedene Größen zur Auswahl stehen. Der Ultralight-Backpacker möchte vielleicht nicht unbedingt mit der Literflasche herumlaufen. Getestet habe ich allerdings mit der 1000ml-Flasche, weil ich gern viel Brennstoff dabei habe.

Zwei Besonderheiten hat der Muka. Zum einen die Smart-Pumpe…

…die sozusagen die Schaltzentrale den Muka ist. Sehr robust, fast selbsterklärend und mit einem cleveren Druckanzeiger versehen.

Zum anderen den Kocher mit innovativem Generator…

…der es ermöglicht den SOTO Muka ohne Vorheizen zu zünden. Das ist für einen Benzinkocher ein echtes Highlight.  Über das Bedienrad der Pumpe, das über 4 verschiedene Stellungen verfügt, wird folgendes gesteuert:

  • In START-Stellung erzeugt die Pumpe ein zündfähiges Gemisch durch das der Brenner vorgeheizt wird.
  • Wenn Brenner und Generator nach etwa 10-20 Sekunden Betriebstemperatur erreicht haben, wird das Einstellrad auf die RUN-Stellung gedreht.
  • Zum Ausschalten dreht man das Rad weiter auf die AIR-Stellung. Die Benzinleitung wird entleert und der Kocher erlischt.
  • In der STOP-Stellung ist die Pumpe geschlossen und der Kocher kann transportiert werden.

Und das hat im Test alles wirklich sehr gut funktioniert…

Der SOTO Muka konnte wirklich überzeugen und wird einen Stammplatz in der Off-Grid-Kochausrüstung bekommen.