Testbericht: Gasgrill Campingaz 3 Series RBS® L

Von Arbeitskollegen werde ich immer wieder bezüglich der Qualität diverser Baumarkt-Grills befragt und auch um Tipps und Empfehlungen für den Grillkauf gebeten. Meist geht es dabei um größere Gasgrills im Stil von Weber Genesis und Co. Wenn es allerdings um günstigere Grills geht, muss ich in der Tat meist mit den Schultern zucken. Auf den meisten Events trifft man ja doch eher Premium-Modelle an. Da ich diese Frage jedoch nicht im Raum stehen lassen wollte, musste ich mich näher informieren. Erste Anlaufstelle ist für mich in solchen Fragen natürlich Sascha Busch von Gasprofi24. Wie gut, dass vor einiger Zeit eh ein Grillseminar in Bonn anstand. In diesem Rahmen habe ich ihn auf einen großen, guten und günstigen Gasgrill angesprochen. Als er mich auf die neuen Campingaz Modelle hingewiesen und dabei das ausgezeichnete Preis-Leistungs-Verhältnis hervorgehoben hat, war ich erstmal überrascht.

Campingaz dürfte bei den meisten Grillern (oder auch Campern) nämlich vor allem für den Party Grill oder den Koffergasgrill bekannt sein. Ganz neu in 2015 ist aber, das Campingaz auch auf dem Revier der Weber, Napoleon und Broil King-Gasgrills wildert: Mit der “3 Series” und “4 Series” bietet die – seit 60 Jahren etablierte Firma – nun auch große Gasgrills für das gehobene Grillen an.

So bin ich um so interessierter an den neues Campingaz-Modellen geworden, denn die Grills sind zu durchaus attraktiven Preisen zu haben und weisen einige interessante Konzepte auf, die sie vom Wettbewerb differenzieren.

Uns freut also sehr, dass Campingaz uns die Gelegenheit gegeben hat einen 3 Series RBS® L für euch zu testen…

Campingaz 3 Series RBS L Testbericht

Testbericht Campingaz Campingaz 3 Series RBS® L

Kommen wir zuerst zu den technischen Daten bzw. zu den Details, die der 3 Series RBS L zu bieten hat:

  • seitliche Brennertechnologie (RBS), Herausnehmbarer Hitzereflektor
  • Campingaz InstaClean™ System für einfache Reinigung
  • Leistung: 9,4 kW, Gasverbrauch: 684 g/h
  • Grillfläche: ca. 2.800 cm² (70 x 40 cm)
  • Grillrost und Kontaktgrillplatte aus emailliertem Gusseisen, kombinierbar mit den Kocheinsätzen des Campingaz Culinary Modular Systems
  • Warmhalterost, 75 x 17 cm
  • 1 abklappbare Seitenablage aus Metall
  • Elektronische Zündung
  • Fettauffangschale herausziehbar
  • 2 Fronttüren
  • 4 Rollen, davon 2 Feststellrollen
  • Seitliche Gewürzkörbe
  • Maße (B x T x H): 171 x 60 x 116 cm

Zum ersten Eindruck: Das interessanteste bzw. ungewöhnlichste am 3 Series RBS L ist natürlich die RBS-Brennertechnologie. Der Grill von Campingaz hat nämlich NICHT die so häufig verwendeten Edelstahl-Rohrbrenner, die unter dem Grillrost platziert sind und durch ein Blech vor heruntertropfendem Fett, etc. geschützt wird. Das RBS-System verwendet vertikale, vorn und hinten im Grill angebrachte, getrennt regelbare Keramik-Brenner. – Hier war der erste Gedanke natürlich: Wie soll es denn da in der Mitte warm werden? Aber dazu später…

Der 3 Series RBS L ist mit einem zweigeteilten Gussrost ausgestattet. Auf einer Seite gibt es eine geriffelte Griddle-Plate (geschlossenes Grillrost) auf der anderen Seite ein Grillrost mit dem Campingaz Culinary Modular System für flexibles Grillen und Kochen mit Pizzastein, Wok und mehr (ähnlich dem Weber GBS-System).

Campingaz 3 Series RBS L

Zur weiteren Ausstattung: Der Deckel ist aus Edelstahl gefertigt und mit einem Thermometer versehen. Seitliche Ablagen sind – wie bei einem Grill dieser Größe eigentlich selbstverständlich -vorhanden und großzügig dimensioniert. Die Gasflasche kann hinter den zwei Türen verschwinden. Eine Besonderheit bei diesem Modell: An den Seiten hat der Campingaz 3 Series RBS L Gewürzkörbe, die für die Aufbewahrung von Streuern und auch Saucen-, Öl- und Marinadenflaschen wirklich super sind.

Praxistest: Southern Style Burger mit Overnight-Brioche-Brötchen

Für den Praxistest des neuen Campingaz-Grills stand ich natürlich vor der Frage: Welches Gericht nutzt am besten sowohl das offene als auch das geschlossene Rost. Naja, hier kommt mal wieder mein Leitspruch “Burger gehen immer!” zum Tragen. Ein paar schöne Burger mit einem BBQ-Mayo-Senf-Dressing, Käse, Bacon, Röstzwiebeln und etwas Salat sollten es sein.

Am Vorabend habe ich schon den Teig die Brötchen vorbereitet und am Test-Tag vor der Arbeit gebacken. Dabei habe ich dann ganz zufällig mein neues Favorite-Burger-Bun-Rezept gefunden: Brioche Brötchen, die man über Nacht im Kühlschrank gehen lässt sind einfach grandios!

Erster Einsatz des 3 Series RBS L: Die Brötchen anrösten. Nachdem ich den Grill gezündet habe (beide Brenner auf voller Leistung), fiel sofort auf, dass der Grill extrem (!) schnell warm wurde. Und das in der Tat auch in der Mitte des Rosts. Meine ersten Zweifel waren also schnell zerstreut. In ein, zwei Minuten pro Seite waren die Brötchen sehr schön angetoastet.

Als nächstes sind die Burger-Patties dran: 200 g Rinderhack mit Salz & Pfeffer gewürzt pro Burger. Die Hitze wird – nur ganz leicht – zurück genommen und die Patties gegrillt. Acht Minuten pro Seite bei geschlossenem Deckel ist der Zielwert. Also ist erstmal Geduld und Spannung angesagt. Nach vier Minuten reicht es mir… kurz nachsehen und ein Patty anlüften um nachzuschauen ob etwas verbrennt. Noch kannte ich die Hitzeentwicklung des neuen Grills ja nicht. Aber kein Grund zur Panik: Das Patty löst sich tadellos vom vor dem Grillen eingeölten, emaillierten Gussrost und weist schon ein schönes Branding auf. – Alles im grünen Bereich also. Nach Ablauf der acht Minuten werden die Patties gewendet und die Zwiebeln und der Bacon kommen auf die Griddle Plate.

Nach weiteren vier Minuten kommt der Käse auf die Patties und dann sind nur noch vier Minuten Geduld angesagt… Fertig. Die Burger können komplettiert werden: Brötchen, Mayo, Salat, Patty mit Käse, Bacon, Zwiebeln, Dressing und wieder Brötchen. So muss ein Burger aussehen:

southern bacon onion burger rezept

…und schmecken. Lecker war’s!

Fazit Campingaz 3 Series RBS L

Bezüglich der Funktionalität und Qualität des Campingaz-Grills war ich doch zu Anfang sehr gespannt. Zum einen auf Grund des interessanten Brenner-Konzepts, zum Anderen auf Grund des für die Größe und die Ausstattung sehr günstigen Preises.

Der Campingaz-Grill hat seinen Job in unserem Test wirklich großartig gemacht. Die Qualität passt und die Handhabung ist unkompliziert. Besonders beeindruckt haben mich die gleichmäßige Hitzeverteilung und das schnelle Aufheizen. Die Leistungsreserven des 3 Series RBS L sind dabei wirklich groß: Der Grill macht mächtig Hitze. Ich hätte also keine Bedenken ihm ein hochwertiges Steak anzuvertrauen.

Im Großen und Ganzen kann ich nur sagen: Test bestanden. Wer auf der Suche nach einem guten, günstigen und großen Gasgrill ist, sollte sich den Campingaz 3 Series RBS L einmal genauer ansehen.

Übrigens… Für Alle die den Grill gern noch größer hätten: Es gibt auch eine 4 Series von Campingaz.

Grünen Spargel gegrillt mit Zitronensauce

Die Spargelzeit ist kurz und darum sollte man diese Zeit dazu nutzen den Spargel zu genießen. Grüner Spargel ist meine bevorzugte Wahl. Warum gerade den? Ganz einfach, er ist aromatischer, stärker im Geschmack  und er enthält mehr Inhaltsstoffe beziehungsweise Vitamine.

Ausrüstung:

für den grünen Spargel:

  • 2 Holzspieße für je 3 Spargelstangen
  • direkter Grill

für die Zitronensauce:

  • kleinen Topf
  • Schneebesen
  • Reibe z.B. die Microplane Zesten-Reibe

Zutaten:

für den grünen Spargel:

  • Grünen Spargel, ca 6 Stangen pro Person
  • etwas Kräuterbutter
  • Salz

für die Zitronensauce:

  • 1/2 Zitrone, Bio Qualität bzw. unbehandelt
  • Muskatnuss
  • 200g Sahne
  • 40g Butter
  • Kartoffelstärke
  • Salz, Pfeffer und Zucker

Zubereitung der Sauce:

Butter im Topf zerlassen und mit der Stärke binden. Dies mit der Sahne ablöschen und kurz einmal aufkochen lassen. Zitronenschale in die Grundsauce reiben und den Saft auspressen. Mit dem Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Die Sauce, unter regelmäßigem Rühren ungefähr 30 min., auf kleiner Flamme kochen lassen.

Zubereitung vom Spargel:

Grill an machen um ihm etwas Zeit zum vorheizen zu geben.
Die Holzspieße werden ca 30 min. gewässert. Dies soll verhindern, dass das Holz in Flammen aufgeht. Dann werden immer 3-4 Spargelstangen auf 2 der Holzspieße aufgespießt. Dies verbessert das Handling auf dem Grill. Kräuterbutter zerlassen und über den Spargel geben. Bevor die Spieße nun auf den Grill kommen, werden sie noch etwas gesalzen. Der Spargel braucht ungefähr 8-12 min auf dem Grill. Achtung, der Spargel wird sehr schnell schwarz.
Wenn alles fertig ist kann gegessen werden. Diese Beilage passt sehr gut zum Schweinefilet im Bacon Mantel, einem Steak, wie zum Beispiel dem Flanksteak.
Guten Hunger und genießt die Spargelzeit.

O-Dock: Untertisch für den O-Grill 3000

Das mein O-Grill 3000 mittlerweile fester Bestandteil unserer Campingausrüstung ist, konnte man ja schon dem einen oder anderen Beitrag hier auf unserem Grill- und Outdoor-Koch-Blog entnehmen. – Der kleine, den Weber Q100 und Q200 nicht unähnliche, mobile Gasgrill lässt sich nämlich super transportieren und nicht nur an 3, 5 und 11 kg Propangasflaschen betreiben, sondern mit diversen Adaptern auch an allen möglichen und unmöglichen Gaskartuschen.

Die Grillergebnisse des 3,2 kW starken Winzlings konnten bisher immer überzeugen und das geringe Gewicht von ca. 12 kg machen den O-Grill zum idealen Partner für den Wohnwagen, wo die mögliche Zulandung meistens sehr knapp bemessen ist. Der O-Grill 3000 hat übrigens mittlerweile einen Nachfolger: Den O-Grill 800T.

Einen Nachteil hatte der Grill bisher aber schon noch: Die kleinen Füße. Dauerhaft auf dem Boden zu grillen ist zwar abenteuerlich, hat aber auch so seine Nachteile. Egal ob es hohes Gras oder Hunde sind. – Manchmal ist es halt besser den Grill auf Abstand zum Boden zu bringen.

Nachdem ich mich beim letzten Grillseminar in Bonn mit Sascha Busch von Bonngas bzw. Gasprofi24 über die Problematik unterhalten habe, konnte er auch direkt mit der passenden Lösung auftrumpfen: Dem O-Dock. Erstaunlich… das Produkt war bisher total an mir vorbeigegangen. Der klappbare Tisch ist jedenfalls die perfekte Lösung für unsere Camping-Grill-Station.

Der Tisch lässt sich flach zusammenfalten und passt in jedes größere Querstaufach von Wohnwagen oder Wohnmobil. Die obere Platte hat Aussparungen, die die Grillfüße aufnehmen und ein Herunterrutschen sicher verhindern. Die zweite Ebene schafft platz für Gasflasche, Grillzubehör und/oder Zutaten. Grillzange, Bürste und Ähnliches lässt sich aber auch an den insgesamt acht verfügbaren Haken an der Tischplatte aufhängen. – Perfekt.

warmer-chicoree-salat-grill

Bei unserem Trip nach Julianadorp und Fürstenau hat der Tisch jedenfalls gute Dienste getan. Und auch eine Inspiration vom Grillseminar habe ich direkt umgesetzt. – Gegrillter Salat kann wirklich lecker sein… Rezept folgt!