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Das amerikanische Spießbratenbrötchen

Am Samstag wurde bei uns im Garten mal wieder kräftig gearbeitet. Holzreste vom Hausbau und Strauchschnitt wurden entsorgt und dabei eine schöne Freifläche mitten auf unserem Grundstück geschaffen, auf der neben drei spontan gebauten Paletten-Lounge-Sesseln auch unser Weber Fireplace einen perfekten Platz für warme Sommernächte gefunden hat. Gartenarbeit geht bei OCB natürlich nicht ohne Outdoor-Cooking…

Pulled Pork oder nicht Pulled Pork…

Da es aber bei meinen Samstagen zur Zeit leider eher um die Gartenarbeit geht, als ums Kochen und Grillen, sollte es als Stärkung und als Dankeschön für die Helfer natürlich etwas geben, dass nicht zu viel Aufmerksamkeit benötigt und Stress verursacht.

schweinenacken pulled pork rub mop rezept grillen kugelgrill weber smokenatorAm Vorabend wurde also vorbereitend schon mal ein schönes, knapp 3 kg großes Stück Schweinenacken am Knochen gerubbt.

Salz, sehr grob gemahlener Pfeffer, Paprika, eine kleine Prise richtig scharfen Cayennepfeffer und Zwiebelpulver… Fertig ist ein einfaches und effektives Grundrezept für ein BBQ-Rub. In Frischhaltefolie konserviert durfte der Nacken dann noch einmal über Nacht in den Kühlschrank.

schweinenacken pulled pork rub mop rezept grillen kugelgrill weber smokenatorAm Samstag ging für mich dann vor der Arbeit und nach dem Frühstück um ca. 9:30h erstmal das Grillen bzw. Smoken los. – Mein Plan sah nämlich vor, den Nacken einfach wie ein Pulled Pork zu behandeln und sehr langsam auf eine recht hohe Kerntemperatur zu ziehen. Wobei hier nicht die Kerntemperatur die Gardauer bestimmen würde, sondern die Essenszeit um ca. 17:00h. Zerfallendes Pulled Pork würde es also wohl nicht werden…

Der 57er Weber-Kugelgrill wurde mit dem Smokenator-Einsatz ausgestattet, mit Grillbriketts von Lidl und (in Ermangelung von Hickory Chunks) mit Hickory Smoking-Chips von Weber bestückt. Nachdem die Temperatur auf Rosthöhe 100 °C erreicht hatte, wurde der kräftig qualmende Grill mit dem Nacken beladen.

pulled pork schweinebraten brötchen rezept selber machenNach ca. 3 Stunden auf dem Grill sah unser Abendessen schon richtig appetitlich aus. – Es hieß aber vorerst noch: Geduld!

Ich habe den Tipp von Jim Johnson, nur ganz zu Anfang des Smokens Räucherholz zu verwenden, beherzigt und der dezente Rauchgeruch beim Öffnen des Kugelgrills machte einen sehr guten Eindruck.

pulled pork moppen bbq sauce rezeptUngefähr eine Stunde und eine halbe Stunde vor dem Abendessen wurde das Fleisch dann insgesamt zwei mal gemoppt bzw. glasiert. BBQ-Sauce, Cola und etwas Cayennepfeffer, mehr brauchte es nicht um eine sehr schöne, kräftig röstige aber nicht verbrannte Borke um den Schweinenacken zu erzeugen. Als Essenszeit war, fiel mir beim Anschnitt des saftigen Fleischs dann auch direkt ein sehr schöner, stark ausgeprägter Smoke Ring auf.

Das amerikanische Spießbratenbrötchen…

…aus dem Hickory-Rauch. Kurz vor dem Abendessen wurde der offizielle OCB-Testesser Marco mit Burgerbrötchenhälften an das Lagerfeuer geschickt, um diese anzurösten. Denn was macht man, wenn man sich nicht so ganz sicher ist, ob es Pulled Pork oder einen Schweinebraten geben wird? Richtig: Etwas andere Spießbratenbrötchen. ;-)

smoken rauch burger pulled pork buns brötchenDie “Burger” wurden also mit Mayo, Krautsalat, unserem leckeren gesmoketen Fleisch und einer ordentlichen Portion süßer BBQ-Sauce komplettiert. – Zusammen mit einem schönen Lager-Bier einfach genau das Richtige nach einem anstrengenden Gartenarbeitstag.

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Buchreview: Weber’s Chicken

Es gibt mal wieder ein neues Grillbuch in unserer Rezeptsammlung: Weber’s Chicken darf sich neben der Grillbibel und dem Buch übers Räuchern und Smoken einreihen.

Die Weber’s-Serie von Jamie Purviance erscheint in Deutschland im GU-Verlag, der in Sachen Ratgeber zu den Themen Kochen und Genießen ganz vorne mit dabei ist. Neben dem Verlangen die Weber-Grillbücher irgendwann mal vollzählig im Küchenregal stehen zu haben, finde ich auch Bücher wie Biogärtnern für Selbstversorger von Christel Rupp oder die Standardwerke von Teubner (Das große Buch vom Fleisch, Das große Buch der Kräuter & Gewürze und so weiter) extrem interessant. – Aber kommen wir zur…

Rezension Weber’s Chicken

Schmeckt nach Hühnchen. – Das trifft bei diesem Buch wohl auf die meisten Rezepte zu. Diese sind in dem Buch zum einen gegliedert nach Hähnchen-Rezepten zum Grillen, Würzmischungen, Saucen und Beilagen-Rezepten. Die Hähnchenrezepte selbst werden dann noch einmal unterschieden nach “im Ganzen gegrillt”, “Hähnchenteile mit Knochen”, “Hackfleisch”, “Ausgelöste Hähnchenschenkel” und “Ausgelöste Hähnchenbrüste”.

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Wie von Jamie Purviance gewohnt, sind wieder sehr stark von Strömungen aus dem Fusion Food und der asiatischen Küche inspirierte und überraschende Rezepte dabei. – Sehr gut… es muss wirklich nicht zum eintausendsten Mal geschrieben werden, dass fast alles vom Grill mit Magic Dust gewürzt schmeckt.

Sehr schön finde ich, dass Rezepte wie “platte Hähnchen”, ausgelöste Schenkel und auch Wraps und Sandwiches den Weg in das Buch gefunden haben. Vor allem im Sommer werden bei uns wohl einige Gerichte aus Weber’s Chicken auf den Tisch kommen.

Fazit

Einen Kritikpunkt muss ich vorab anführen: Bei den Bildern wurde in diesem Buch leider wirklich gegeizt, denn nicht jedes Rezept hat ein Bild. Bei Saucen und Rubs ok, aber es sind auch ein paar Rezepte dabei, bei denen ich mir erstmal nähere Gedanken machen musste, wie das fertig aussehen soll. Insgesamt aber ein tolles Buch. – Vor allem, wenn man sich dem, bei uns in Deutschland bei vielen grillenden Männern so verpöhnten, Geflügel widmen möchte. Und das kann ich nur empfehlen: Es gibt soviel mehr Möglichkeiten als die marinierte Hähnchenbrust aus dem Kühlregal.

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Ein Rezept für “etwas” andere Burgerbrötchen: Oopsie Buns

Mein OCB-Kollege Bastian hat irgendwann mal das FZRV™ als Messgröße für Burger eingeführt. – Das “Fleisch zu Rest”-Verhältnis gibt an, wie viel Fleisch ein Burger im Verhältnis zum Beiwerk wie Brötchen, Salat, Käse, Sauce und sonstigen Bestandteilen hat.

Natürlich kommt es bei einem Burger nicht nur auf das Fleisch, sondern auf ein rundes geschmackliches Gesamtbild an… sonst könnte man ja auch eine Frikadelle essen. ;-) Manchmal, insbesondere wenn man sehr hochwertiges und interessantes Fleisch für die Burger Patties verwendet hat, möchte man aber doch, dass das Fleisch sehr gut herauszuschmecken ist.

Hier die Lösung: Das Oopsie Burger Bun!

Die Oopsie Buns sind so dünn, dass man für einen Burger zwei Stück benötigt. Und nicht nur das, sie sind auch noch glutenfrei bzw. absolut mehlfrei und bestehen im Prinzip nur aus Ei und Frischkäse… Schräge Sache, oder? – Die Buns schmecken aber absolut klasse und sind zusammen mit Patties vom Black Angus Rind bei unseren Gästen super angekommen.

Zutaten (für 8 Oopsies = 4 Burger)

  • 4 Eier (Größe L)
  • 140 g Frischkäse
  • etwas Salz
  • etwas Sesam
  • Kreativität

Zubereitung

burgerbrötchen glutenfrei rezept low carb diät fitnessDie Eier werden getrennt und das Eiweiß zusammen mit einer Prise Salz sehr steif geschlagen. Die Eigelb werden mit dem Frischkäse verquirlt und dann das Eiweiß vorsichtig untergehoben. Bei der Eigelbmasse kann man übrigens richtig kreativ werden: Zerstoßene Senfkörner, Kräuter,  Bacon-Krümel, gehackte Nüsse… egal: Mixt rein was euch schmeckt und zum Konzept des Burgers passt. Ich habe mich beim letzten Mal für etwas Hanfkern-Salz entschieden… keine schlechte Wahl.

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Der Teig wird dann mit einem Löffel auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche verteilt. Wichtig ist hierbei, dass die “Teigflecken” schon ca. den passenden Durchmesser haben, denn beim Backen ändert sich das Volumen kaum. Nach 20 bis 25 Minuten im auf 150 °C vorgeheizten Backofen sind die Buns fertig gebacken und sollten am besten auf einem Rost auskühlen.

Viel Spaß beim Komplettieren eurer außergewöhnlichen Burger!

Zeitbedarf

Ca. 30 Minuten inklusive Backzeit

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P³ – Pulled Pork Pasta

Jetzt wird es einfach… Wenn man ein richtig dickes Pulled Pork aus dem Smoker macht, sind die Gäste häufig schneller satt als man denkt bzw. geplant hat und es bleibt eine Menge übrig. – Resteessen aus dem Smoker ist angesagt… Mein Vorschlag: Eine Pasta-Sauce mit Pulled Pork.

Zutaten (3-4 Personen)

  • ca. 300 bis 400 g übrig gebliebenes Pulled Pork
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • etwas Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 große Zwiebel
  • Cola zum Ablöschen (Menge nach Geschmack)
  • schwarzer Pfeffer, Oregano, etwas Salz

Zubereitung

Hier gibt es eigentlich kaum etwas zu erklären…

Während das Nudelwasser zum Kochen gebracht wird, die Zwiebel und die Knoblauchzehe fein hacken und in etwas Olivenöl anbraten. Dann wird das Ganze mit Cola abgelöscht. Wenn die Cola zu einer sirupartigen Konsistenz eingekocht ist mit den Dosentomaten auffüllen und abschmecken.

Mit Spaghetti oder Tagliatelle servieren. Eventuell noch etwas geriebenen alten Cheddar (zum Beispiel Irish Land “Pikant Cheddar”) darüber und fertig ist das Gourmet-Resteessen.

Guten Appetit!

Zeitbedarf

Ca. 15 bis 20 Minuten

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Braufactum Colonia

Dieses Mal geht es um das letzte Bier aus meinem Probierpaket von Braufactum: Das Colonia. – Ein Bitterbier nach Kölscher Brauart.

Kölsche Brauart?

…warum nicht Kölsch? – Na weil das Craft Bier von Braufactum nicht aus Köln kommt. Die Kölsch-Konvention von 1985 regelt nämlich, was sich Kölsch nennen darf und was nicht.

Ein Kölsch ist ein…

  • Vollbier,
  • obergärig,
  • hopfenbetont,
  • hell,
  • klar filtriert,
  • hochvergoren und trocken (also nicht vollmundig und malzig)
  • und natürlich ausschließlich in Köln herzustellen.

Das trifft alles auf das Colonia zu, nur halt nicht die Herkunft. Daher nur das Prädikat “kölsche Brauart”.

Verkostung: Braufactum Colonia

Frisch aus der Flasche zeigt sich das Colonia für ein Bier nach Kölscher Brauart erstaunlich spritzig. Die Schaumbildung ist eher stark ausgeprägt.

Der Geschmack des Colonia ist sehr trocken und herb. Es dominieren Bitternoten, die aber von interessanten, fruchtigen Aromen unterlegt sind. Mir persönlich schmeckt das Colonia besser als die meisten Kölsch-Biere, die ich kenne. Besonders die lange Herbe im Nachgeschmack finde ich sehr ansprechend. Eindeutig eine Probier-Empfehlung!

Bezugsquelle:

Die Biere von Braufactum gibt es in “besseren” Supermärkten in einem speziellen Braufactum Kühlregal, man kann aber auch direkt beim Brauer als auch bei Feinkostversendern wie zum Beispiel www.gourmondo.de bestellen.